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Samstag, 12. April 2014

"Bundesregierung trägt Mitverantwortung am Völkermord in Ruanda"

RuandaVor 20 Jahren ermordeten die Hutu in Ruanda mehr als 800.000 Tutsi – indirekt auch mit Hilfe der Bundeswehr, sagt Oberstleutnant Haupt, der damals in Ruanda stationiert war.

Vor genau 20 Jahren flüchteten sich 1.268 Menschen in das Hotel Ruanda, Namensgeber für einen Kinofilm, welcher die Geschichte des Hotelmanagers Paul Rusesabagina erzählt.

Wie viele Millionen anderer Zuschauer auch, bewegte uns, wie in diesem Film der Mann während des Völkermordes in Ruanda den Menschen im Mille Collines das Leben rettete. Etwa 1.200 Menschen konnten so gerettet werden. Und in der Tat, es ist eine wahre Geschichte aus dem Jahr 1994, bei der wir uns immer noch fragen: Wie konnte die Welt dieses Gemetzel zulassen? Rund 800.000 Tutsi und moderate Hutu wurden damals innerhalb von etwa 100 Tagen umgebracht. Ein Völkermord im Jahre 1994!!

Vorgestern Abend dann der Augenzeugenbericht in der Sendung FAKT auf ARD ( Video). 1994 hat die Bundesregierung nicht einmal im Ansatz versucht, den Völkermord in Ruanda zu stoppen. Als die Vereinten Nationen die Bundesrepublik Mitte Mai 1994 um eine Transall-Maschine und 100 Sanitätssoldaten baten, um die völlig überforderten UN-Blauhelme im Land zu unterstützen, lehnte Deutschland die Entsendung von Bundes-wehrsoldaten mit dem Verweis auf die Sicherheitslage in Ruanda ab. Die Transall-Maschine kam, aber erst nach dem Ende des Völkermords.

Montag, 7. April 2014

NATO- und EU-Kriege stoppen, Atomkraft/waffen abschaffen - Für eine zivile EU!


Die diesjährige Friedensdemonstration findet unter dem Motto "NATO- und EU-Kriege stoppen, Atomkraft/waffen abschaffen - Für eine zivile EU!" statt. Der jährlich stattfindene Ostermarsch richtet sich mit seinen Aktionen gegen Krieg, Rüstung und Militär und demonstriert für Abrüstung und die zivile Bearbeitung von Konflikten. Die erste Etappe beginnt am Ostersamstag, den 19.04.2014 um 10:30 Uhr Kuhstr./Ecke Kullenwall in Duisburg und endet auf den Marktplatz in D`dorf. Etappe 2 erfolgt mit dem Fahrrad am Ostersonntag um 9:30 Uhr vom Willy-Brand-Platz in Essen aus, Zwischenhalte finden in Gelsenkirchen, Wattenscheid, Herne statt und endet schließlich im Bahnhof Langendreer in Bochum. Am Ostermontag startet der Ostermarsch um ca. 10 Uhr von der evangelischen Kirche in Bochum-Werne und findet sich um ca. 16 Uhr im Wichernhaus, Stollenstr. in Dortmund ein. 

Karfreitag kann "Gegen Atomanlagen und gegen Atomwaffen!" in Gronau mitdemonstriert werden. 

Der Aufruf des Ostermarsches Rhein-Ruhr 2014:

100 Jahre nach Beginn des I. Weltkriegs: Für eine friedliche Welt

Die Erinnerung an den Beginn des I. Weltkriegs vor 100 Jahren und des II. Weltkriegs vor 75 Jahren sind eine Verpflichtung zum Frieden. Dennoch sind die Staaten der EU und der NATO hochgerüstet mit dem Ziel, bei Konflikten weltweit militärisch einzugreifen. Europäische Rüstungsunternehmen liefern die Waffen für Kriege und in Krisenregionen in aller Welt; Deutschland ist nach den USA und Russland drittgrößter Rüstungsexporteur; gemeinsam verfügen die Staaten der EU über das drittgrößte Atomwaffen-Arsenal der Welt. Durch ihre Waffenexporte und ihre ungerechten Wirtschaftsbeziehungen trägt die EU eine Mitverantwortung für Flucht und Vertreibung von Millionen von Menschen.
2014 wird ein neues EU-Parlament gewählt. Machen wir deutlich: Wir wollen eine zivile EU, die für Abrüstung, zivile Konfliktbearbeitung und die Aufnahme von Flüchtlingen steht!

Donnerstag, 16. Januar 2014

European Film Gateway: Filme zum 1. Weltkrieg

[Link zum 1914 European Film Gateway]
Das European Film Gateway ist ein Portal, das schnellen und einfachen Zugriff auf hunderttausende filmhistorische Dokumente bietet, die in 16 europäischen Filmarchiven und Kinematheken verwahrt werden.
Das European Film Gateway bietet seit Februar 2013 Zugang zu einer stetig wachsenden Anzahl von Filmen mit Bezug zum Ersten Weltkrieg. Im Rahmen des Projekts EFG1914 haben europäische Filmarchive große Teile ihrer Sammlungen zum Ersten Weltkrieg digitalisiert. Rechtzeitig zum 100. Jahrestag des Kriegsausbruchs werden alle in den Archiven digitalisierten Filme über das European Film Gateway verfügbar sein.
Zu den ausgewählten Filmen zählen Wochenschauen, Dokumentar- und Spielfilme sowie Propaganda. Das Material ist auch deshalb von besonderer Bedeutung, da heute nur noch geschätzte 20 Prozent aller zur Stummfilmzeit entstandenen Filme erhalten sind. Vor diesem Hintergrund bilden die im Rahmen von EFG1914 digitalisierten Filme einen erheblichen Teil der in den Archiven noch vorhandenen Bestände dieser Zeit ab.

Auf der Seite des Netzwerkes "Frieden schaffen ohne Waffen"  findet ihr auch die Zeitung "1914 - 2014 - Wir bleiben dabei: Frieden schaffen ohne Waffen." Am 25./26.2014 außerdem ein Deutsch-französisches Friendenstreffen im Hotel Le Privilège, Carrefour de l’Europe, Haudainville 55100 Verdun statt, hier findet ihr das Programm: flyer Verdun.pdf .
Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung steht 100 Jahre erster Weltkrieg und das Lernen aus der deutsch-französischen Geschichte.

Quelle und mehr Infos: Frieden schaffen ohne Waffen 
No to war - No to NATO

Sonntag, 16. August 2009

Umsonst & Draußen gegen Krieg und Faschismus" - Festival in Gelsenkirchen

Am 22.08.09 findet ab 16.00 Uhr im Musikpavillon des Gelsenkirchener Stadtgartens das 1. "Umsonst & Draußen gegen Krieg und Faschismus" - Festival statt.
Spielen werden: 
Abrupt
(Punk aus Göttingen) 
Picasso Brackwasser
(Punk aus GE) 
Die Wut
(Gelsenkirchener Deutsch-Punk) 
Los Placebos
(Ska aus dem Ruhrgebiet) 

Neben der Musik wird es noch Infostände, veganes und vegetarisches Essen, leckere Cocktails, sowie andere Getränke geben und zwar zu angenehm günstigen Preisen.

Weitere Infos gibt es unter www.myspace.com/festivalge

Freitag, 10. Juli 2009

Sommeraktionstage: Bombodrom im August 2009

Es ist wieder Feriensaison - für einen gelungenen Start in den Aktivurlaub empfehle ich: (gerne auch zum weiterempfehlen) Bombodrom auf der Kippe-kippen wir das Bombodrom Sommeraktionstage vom 13. bis 17. August 2009

Das ehemalige sowjetische Bombodrom liegt auf 142 km2 Heide im Norden Brandenburgs, an der Grenze zu Mecklenburg. Dort plant die deutsche Luftwaffe seit mehr als 15 Jahren den größten kontinentalen Luftkrieg- und Bombenübungsplatz in Europa. Die Eurofighter aus Rostock-Laage üben schon seit Jahren den Trockenanflug. Aber auch die Sommeraktionstage finden seit Jahren am und auf dem Platz statt und sind zunehmend erfolgreich. Im
Vorwahlkampf gibt es vage Versprechungen, die Planungen fallen zu lassen. Aber auch gebrochene Versprechen solcher Art haben eine lange Tradition!

Deswegen liegt einer unserer Schwerpunkte bei diesen Aktionstagen im Üben für den Ernstfall: Die Bundeswehr und die NATO wollen Krieg üben, wir üben den Widerstand dagegen. Bei der erfolgreichen Kampagne „Bomben NEIN – wir gehen REIN“ haben sich bisher über 2100 Menschen bereit erklärt, in Gruppen auf das Bombodromgelände zu gehen, um die Bombenabwürfe damit zu stoppen. Das Militär plant auf dem Platz an 200 Tagen im Jahr zu üben. Um dagegen langfristigen, effektiven Widerstand leisten zu können, wollen wir -
ähnlich wie die antimilitaristischen Blokkaden im schottischen Faslane - ein Konzept entwickeln, in dem 200 Gruppenje an einem Tag, öffentlich angekündigt, doch unbemerkt, auf den Platz gehen und damit das Bomben verhindern.

Um zu zeigen, dass wir unseren Widerstand gegen Krieg und Militarisierung und die Inbetriebnahme des Bombodromsernst meinen, wollen wir, das „Aktions-bündnis Rosa Heide gegen Bombodrom und Militarisierung“, neben vielen Aktionen in und um das Gelände eben auch Aktionstrainings im „Trockenen“ und auf dem Gelände selbst durchführen. Wenn die Bundeswehr das Gelände wirklich einmal als Schießplatz in Betrieb nehmen sollte, dann ist ziviler Ungehorsam die einzige Perspektive des Widerstands gegen das Bombodrom.

Dazu braucht es eine breite von vielen Gruppen getragene Aktionsbasis – und eine Vorbereitung. Trainings und Erkundungen unter den heutigen relativ ruhigen Bedingungen geben uns die Sicherheit und Vertrautheit mit den Gegebenheiten vor Ort, um erfolgreich vorgehen zu können.

Anknüpfend an die guten Erfahrungen vom letzten Jahr möchten wir auch dieses Mal zu Diskussionen über übergreifende Themeneinladen. Wir fanden den Austausch in den vergangenen Jahren zwischen PazifistInnen, Autonomen, AntimilitaristInnen, AnarchistInnen, queeren FeministInnen und vielen verschiedenen Menschen aus der Region sehr spannend und perspektivisch wegweisend.
Dabei wollen wir Erfahrungen vor Ort mit strategischen Fragestellungen verknüpfen:

Wo bietet sich eine gemeinsame, bundesweite (europaweite) koordinierte Initiative an, die nicht den Events hinterher läuft, sondern eine Handlungsoffensive gegenüber der bestehenden Militarisierung eröffnet?
Wie sieht Euer Fazit nach Strasbourg aus? Was kommt nach der Bundestagswahl auf uns zu – wenn die Dämme von Kurzarbeit und ALG I brechen und die Krisenbewältigung der Konkurrenz aller gegen alle überlassen wird? Wo können wir die soziale Frage mit der antimilitaristischen Praxis zu verzahnen? Was bedeuten für uns die Bestrebungen, dass Polizei und Militär im Inneren eingesetzt werden sollen, um aufbrechende soziale Widersprüche mit Gewalt zu ersticken? Wo steht Ihr mit Eurem Projekt vor Ort? Welche Schwierigkeiten gibt es dabei zu überwinden? Welche Früchte trägt Euer antimilitaristischer Widerstand? Welche Form der Unterstützung und Vernetzung wären für Euch hilfreich?

Zur Strategie
Es kommt also einiges zusammen in der bundesweiten Protest- und Widerstandsszene. Wir wollen zusammen mit der Region zum endgültigen Sargnagel für diesen Bombenabwurfplatz werden! Und wir wollen unsere Vernetzung weiter entwickeln. Deshalb dürft ihr Euch diese Sommeraktionstage gegen das geplante Bombodrom auf keinen Fall entgehen lassen.

Kultur auf dem Bombodrom:

Freitag Abend, 14.8.
* Paraneua- Ska aus Neuruppin
*YOK- pocketpunk an ukulele und quetsche
* Rolando Random & The Young Soul Rebels - Ska /
* Punk / Reggae aus Berlin

Samstag Abend, 15.8.
* Techno mit DJ Eule

Organisatorisches: Was ist mitzubringen?

Campingausrüstung, gutes Schuhwerk, kleinere Rucksäcke für Proviant, wer hat: Kletterausrüstung, Taschenlampen und wenn möglich: mit Fahrrad oder sogar mit Auto kommen...

Verpflegung: Vokü ist vor Ort.

Anreisemöglichkeiten: A24 (Herzsprung), Bahn RE06 (Fretzdorf)

Ort: Beginn am 13.8. um 14 Uhr in Fretzdorf, Treffpunkt am Bahnhof

Kontakt: Infotelefon ab dem 11.8: 0162-8716380

Quellen & Website: www.g8undwar.de und  www.ClownsFREIHEIDe.de.tl

Aktionsbündnis "Rosa Heide gegen Bomdodrom und Militarisierung"

Montag, 8. Juni 2009

19. Friedensfest in Iserlohn 26.-28. Juni 09 - umsonst und draussen

Kapitalisten aller Länder enteignet euch!

Musikprogramm Friedensfest 09

Kinderland Das Land der Faszination, Kreativität, Spiel, Spaß und Spannung

Gedenkveranstaltung

Wegbeschreibung

Friedensfestzeitung 09

Infos zu früheren Friedensfesten

Wir kriegen die Krise! 

Fast 20.000 Arbeistlose im Märkischen Kreis, nochmal so viele in Kurzarbeit, Massenentlassungen drohen: Harte Zeiten stehen bevor, in denen es auf längst vergessene Werte ankommt: Solidarität, Gemeinsinn, Nachhaltigkeit.

Auf diesen Grundlagen steht die Arbeit des FriedensPlenums. Helfer und Organisatoren arbeiten ehrenamtlich, die etwaigen Überschüsse spenden wir für die Flüchtlingsarbeit. Seit 19 Jahren funktioniert so das Friedensfestival - zugegeben mal mehr, mal weniger perfekt - und leistet einen wichtigen kulturellen und politischen Beitrag für Iserlohn.

Wir haben uns fast schon daran gewöhnt, keinerlei Förderung aus öffentlichen Mitteln zu bekommen, was angesichts der Unterstützung fast aller anderen Kulturveranstaltungen in Iserlohn befremdlich anmutet.

Es wird Zeit, etwas zu tun

Mehr Geld fordern wir aber nicht für das Festival: Investitionen vor Ort in die Arbeitsplätze der Zukunft, etwa im Bereich derVersorgung mit erneuerbaren Energien, der ökologischen Gebäudesanierung und der Modernisierung der Automobilzulieferindustrie sind gefragt.
Wir fordern auch eine menschenwürdige Unterstützung von Hartz IV-Empängern und deren Kindern, von Flüchtlingen und Pflegebedürftigen - auch das sind wichtige Zukunftsinvestitionen.

Darüber und über vieles mehr gibt es in dieser Zeitung und auf dem Fest wieder reichlich Diskussionsstoff. Es gilt, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, sondern in der Krise etwas zu verändern!

Gemeinsam Feiern

Musikalisch vielseitig wird sich das 19. Friedensfestival präsentieren - Metalcore, Irish Folk, Punk, Rock, HipHop, Dub Reggae, World Music, Indie-Rock,Crossover, Ska - in deutsch, englisch, französisch sowie italienisch und spanisch dargeboten. Das Programm spricht für sich: Wir wollen durch internationale Solidarität, durch gemeinsames Feiern und Diskutieren mehr Frieden schaffen.

Daher:
Feiere eine friedliche Party, sei tolerant gegenüber Musik und Meinungen, die Du nicht magst, zeige Geduld, wenn es am Getränkestand etwas länger dauert, und schleppe keinen Müll auf den Platz - und mache bei der Vorbereitung und als Helfer auf dem Fest mit, damit es auch im nächsten Jahr weitergehen kann!

PEACE FOR ALL

 
Quelle & weitere Infos: Terminseite der Schwarzen Katze

Friedensfestival

Donnerstag, 14. August 2008

“Seid laut gegen Krieg” Festival 30.8. Gelsenkirchen

Veranstaltungshinweis

Festival gegen Krieg und Faschismus

30.8.08 ab 15 Uhr im Stadtgarten Gelsenkirchen

Mit (veganem) Essen, Getränken, Liedermachern, Infostände, kurzen Impulsen und

etwas Impro-Theater
Folgende Bands werden erwartet:

Punch´n´ Judy - http://www.punch-n-judy.com/

Fat Flander - http://www.fatflanders.org/

Pearls before Swine - http://www.pearlsbeforeswine.net/

Missharmonic Trouble - http://www.missharmonictrouble.de/

Sightless View - http://www.my

space.com/sightlessview

Die radikal alternativen Faulenzer(leider auf dem Flyer vergessen) -
http://myspace.com/dieradikalalternativenfaulenzabend

Falken Gelsenkirchen - Arbeitskreis Antifa und Sozialismus

Freitag, 25. Juli 2008

Nicht nur am Bombodrom in Kyritz-Ruppiner Heide regt sich Widerstand - auch die Colbitz-Letzlinger Heide hat ein Militär-Problem:

15 Jahre FriedensWege

in der Colbitz-Letzlinger Heide
Wir – die Bürgerinitiative OFFENe HEIDe –
laden euch ein, mit uns dieses Jubiläum zu begehen !

Unser Kampf für eine zivile Nutzung der Colbitz-Letzlinger Heide hört nicht auf !!
An jedem ersten Sonntag im Monat gehen wir deshalb in die
Colbitz-Letzlinger Heide.
Wir nehmen sie damit Stück für Stück symbolisch in Besitz und erfüllen sie mit friedlichem Leben.

Vom 5. – 7. September 2008 wollen wir mit euch für den Frieden lernen, streiten, Fahrrad fahren, tanzen und lachen. Wir freuen uns, wenn ihr alle drei Tage oder auch nur einen Tag Zeit mitbringt.

Kommt mit !!


1. Tag Freitag, 5. September 2008
Treffpunkt und Übernachtung in Lindhorst, Lindenstraße 17 bei Familie Wehde
Ab 17:00 Uhr ist Diskussion am Lagerfeuer mit handgemachter Musik von Warnfried Altmann und Dagobert Wehde. Für Abendessen ist gesorgt.

2. Tag Samstag, 6. September 2008
Frühstück in Lindhorst bei Wehdes ab 8:00 Uhr
Radtour für den Frieden ab 10:00 Uhr
Von Lindhorst aus umrunden wir die Heide auf der westlichen und nördlichen Seite (siehe Rückseite). Mittagessen gibt es in Letzlingen.
Nach 65 km erreichen wir gegen 17.00 Uhr unser Ziel Brunkau.
Abendessen und Übernachtung sind in Brunkau, Lüderitzer Weg 6 (siehe Ausschilderung)
Als Abendprogramm sind Buchvorstellung und Informationen zur Heide durch Rigbert Hamsch und Bernd Luge geplant. Musik lädt zum Tanzen ein.

3. Tag Sonntag, 7. September 2008
Frühstück in Brunkau im Lüderitzer Weg 6 ab 8:00 Uhr
Zwei Workshops zu den Themen „Konsensfindung“ und „Argumentationslinien für eine offene Heide“ bietet Ulrike Laubenthal ab 9.00 Uhr an. Antje Hildebrand lädt alle Kinder zur „Circus-Knopf-Vorstellung“ ab 11.00 Uhr ein. Die Pepperonis aus Hamburg sind musikalisch mit politischen Liedern dabei. Für Mittagessen ist gesorgt.

Unser 182. Friedensweg beginnt gegen 14.00 Uhr.


Bitte mitbringen : Schlafsack, Isomatte, Verpflegung für unterwegs + Gute Laune eventuell auch Transparente und Flugblätter zum Verteilen und jede Menge Ideen

Kontakte : Christel Spenn, Tel.: 0391/2589865, e-mail: Christel.Spenn@web.de
Helmut Adolf, Tel.: 0171/8309988, e-mail: info@offeneheide.de

Tourenleiter : Uwe Schubert, Mobil: 0173/5243997

Ausländer- und fremdenfeindliche, rassistische, antisemitische und rechtsradikale Äußerungen in mündlicher, schriftlicher oder bildlicher Form werden nicht zugelassen.

Samstag, 21. Juni 2008

18. Friedensfestival - Umsonst und Draussen vom 27.06. - 29.06.2008 in Iserlohn

Veranstaltungshinweis

Vom 27.06. bis zum 29.06.2008 findet das 18. Friedensfestival auf dem Friedensplatz an der Bauernkirche in Iserlohn statt.

Eine Besonderheit des Festivals liegt darin, das alle Helfer/-innen, Vorbereiter/innen, Bands und Redner/innen auf eine Bezahlung verzichten. Es gibt auch diesmal wieder keine Sponsoren, die in das Konzept reinreden und auch auf Geld der Stadt wird gepfiffen.
Die größte Einnahmequelle bildet der Verkauf von Essen und Getränken zu günstigen Preisen.

Falls Überschüsse aus dem Festival resultieren, so kommen diese im Anschluss der Flüchtlingsarbeit und sozialen Projekten zu Gute.

Das erneut ein Friedensfestival in Iserlohn stattfindet, zeigt dass es sich hierbei - um mehr als eine tolle Party handelt und das durch Zusammenhalten, Solidarisieren und Kooperation mehr bewegt werden kann. In diesem Jahr soll das Friedensfestival dazu ermuntern, den Kopf nicht in den Sand zustecken angesichts der Probleme, die den Einzelnen bedrücken oder die Gesellschaft, Gruppen und Initiativen gegenüberstehen.

Die Teilnehmer_innen des Festivals werden um Toleranz gegenüber Musik und Meinungen gebeten, die ihnen fern stehen und die sie gegebenenfalls nicht mögen. Auch sollten Teilnehmer_innen Zeit und Geduld mitbringen, um z.B. alle ehrenamtlichen Helfer_innen, die hinter dem Bierstand stehen, nicht zu stressen. Aufgrund der anstehenden Reinigung des Platzes am Montag, sollte auf das Mitschleppen von Müll und Zigarettenkippen auf dem Platz verzichtet werden.

Spontanes Helfen ist seitens der Organisator_innen sehr erwünscht, z.B. könnte es in einem beherzten Mitanpacken bestehen, falls jemanden die Puste ausgeht, dem Mithelfen der anschließenden Reinigung des Platzes und/oder der Mitorganisation des Festivals im nächsten Jahr, falls Leute sich an der Kasse melden.

Quelle und Informationen zum Festival findet Ihr unter: http://www.friedensfestival.de/
und http://www.myspace.com/friedensfestival
Auf dieser Website findet sich auch die Programmübersicht, Anfahrt, Fotos

Wir wünschen viel Spaß den Organisator_innen und Teilnehmenden des Festivals!

Freitag, 20. Juni 2008

Mattarello (TN) - Mahnwache gegen den Beginn der Bauarbeiten für die Militärbasis gewaltsam geräumt

Aus einer Mail, die an AktivistInnen der NoTav Valsusa gesandt wurde, A-infos 19.06.2008:

"Ich bin der Genosse aus Trient, der Euch gestern nachmittag den Gruß der NoTav-Komitees im Trentino übermittelt hat.

Heute morgen wurde die kleine Mahnwache gegen die Vorbereitungsarbeiten für die Militärbasis, die sie auf 30 ha Land bei Mattarello (einer Vorstadt 5km vor der Stadt Trient) bauen wollen, mit Gewalt geräumt.

Das ist genau die Mahnwache, die ich gestern nachmittag erwähnt habe und die Anfang vergangene Woche nach der erfolgreichen Blockade der ersten Arbeitsversuche eingerichtet wurde.

Wie Ihr dem Bericht entnehmen könnt, den ich beifüge, wurden 36 freie Personen angegriffen, die sich gegen die drohende Verwüstung ihres Landes und die Schaffung eines neuen Kriegsinstruments gewehrt haben. Euch gegenüber möchte ich einen besonderen Aspekt unterstreichen, der angesichts der Schwere der Vorfälle sonst unbeachtet bleiben würde. Unter den Verhafteten und Angeklagten von heute morgen (Verdacht auf vier Straftaten: private Gewalt, Eindringen auf ein Gelände, ungenehmigte Demonstration, Unterbrechung öffentlicher Arbeiten) sind sehr viele Jungs um die 20, auch viele Minderjährige; niemand war zufällig dort.

Es sind die gleichen, die es am 28.4.2008 - als bei Aicha in der Provinz Bozen die TMB-Fräse für die Bohrung des Erkundungsstollens für den Brenner-Basistunnel eingeweiht wurde - gemeinsam mit ein paar Erwachsenen geschafft haben, sich vor allen anderen am Eingang der Baustelle festzusetzen und Napolitano, der für die Party extra aus Rom kam, unsere Spruchbänder zu zeigen. Auch in diesem Fall gab es Anzeigen."

(it) Mattarello (TN) - Sgomberato violentemente il presidio contro l’inizio dei lavori di costruzione della base militare

Date Mon, 16 Jun 2008 19:50:45 +0200

Samstag, 5. April 2008

Verhandeln statt schießen – Den Afghanistankrieg beenden! Friedensaktion vor Landesparteitag der NRW-SPD

Mit einer Mahnwache vor dem Eingang zum Landesparteitag der NRW-SPD machte die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinige KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) heute auf die Mitverantwortung der Sozialdemokraten für den Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan und anderen Teilen der Welt aufmerksam. Vor dem Transparent “Stell Dir vor es ist Krieg – und Du bist dafür!?“ erwarteten Aktive der DFG-VK die Delegierten, überreichten ihnen “Argumente für eine Strategiewechsel in Afghanistan“ und sammelten Unterschriften unter eine Petition an die Bundestagsabgeordneten.

„Hier bei der SPD sind wir an der richtigen Adresse, um unserer Protest auszudrücken. Die SPD hat die deutsche Beteiligung am Krieg erst ermöglicht und drückt sich auch heute noch davor, klar gegen den Krieg Stellung zu beziehen.“ erklärte DFG-VK Bundesgeschäftsführer Monty Schädel gegenüber Medien und SPD-Delegierten während der Mahnwache. Mit der Aktion wolle man aber auch, so Schädel, Kriegskritiker gerade in der NRW-SPD in ihrer Position stärken und die Diskussion in der Partei voranbringen. „Die Chance, Abgeordnete im Bundestag über den Druck ihrer Landesverbände und Basis zu einer Ablehnung der im Herbst anstehenden Verlängerung des Bundeswehreinsatzes zu bringen, sind nicht die schlechtesten.“ so der Friedensaktivist.

Joachim Schramm, DFG-VK Landesgeschäftsführer in NRW, verwies darauf, dass die vor dem Waffengang gesteckten Ziele auch nach fast sieben Jahren Krieg in Afghanistan nicht erreicht worden sind. “Für uns war dies vorher klar, denn mit Soldaten und Krieg ist der Aufbau von Freiheit und Demokratie nicht möglich.“ Doch obwohl dieses alles absehbar war und täglich deutlicher wird, halten Regierung und Militärs in der Bundesrepublik gegen den Willen von mehr als 60 Prozent der Bevölkerung an ihren Kriegsstrategien für Afghanistan fest.

Die DFG-VK kündigte an, mit vergleichbaren Aktionen an den jeweiligen Landesparteitagen der SPD und der Grünen im gesamten Bundesgebiet präsent zu sein. Nach Ansicht der Friedensorganisation seien bei diesen Parteien die Möglichkeiten für einen Meinungswandel am größten. Die nächsten Aktionen finden voraussichtlich bereits am 12.04.2008 zum Landesparteitag der SPD in Bremen und der NRW-Grünen in Hamm statt.
Angekündigt wurden auch eine bundesweite Aktionswoche mit Veranstaltungen zur Situation in Afghanistan sowie Besuchen in Abgeordnetenbüro vom 01. bis zum 09. Mai und ein Internationaler Afghanistankongress am 07./08. Juni in Hannover.

Weitere Informationen unter:
www.dfg-vk.de
www.schritte-zur-abruestung.de
www.auslandseinsaetze-beenden.de
www.afghanistankampagne.de
www.afghanistankongress.de

Dienstag, 1. April 2008

Türkei: Weiterer Kriegsdienstverweigerer inhaftiert


Connection e.V. startet online-Faxaktion
Pressemitteilung vom 31. März 2008

Am vergangenen Donnerstag wurde erneut ein Kriegsdienstverweigerer in der Türkei inhaftiert. Nachdem am 16. März 2008 der Deserteur Ismail Saygi festgenommen worden war, wurde nun Halil Savda verhaftet. Seine Verhaftung erfolgte während einer Protestaktion, bei der sich Halil Savda für Ismail Saygi einsetzte: "Ismail Saygi, der sein Leben unter der ständigen Situation des zivilen Todes führen musste, wie alle anderen  Kriegsdienstverweigerer in der Türkei, wird nun in einen Teufelskreislauf gezwungen zwischen Rekrutierungsbüro, Einheit, Militärgericht und Militärgefängnis." Gegenüber den Militärbehörden betonte Halil Savda: "Ihr könnt nicht den Glauben und die Überzeugung mit Befehlen, Hierarchie und militärischen Methoden brechen."

Anlässlich der Verhaftungen von türkischen Kriegsdienstverweigerern ruft Connection e.V. zu Protestschreiben gegenüber den türkischen Militärbehörden auf. Heute startet eine online-Faxaktion, mit der die Anerkennung der Kriegsdienstverweigerung und die sofortige Freilassung von Halil Savda und Ismail Saygi gefordert wird.
Die Türkei erkennt das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung nicht an. Verweigerer wurden bis zu sieben Mal verurteilt. Zudem werden öffentliche Äußerungen gegen das Militär unter Strafe gestellt. Etwa 50 Wehrpflichtige haben bislang öffentlich ihre Kriegsdienstverweigerung erklärt. Zudem entziehen sich in der Türkei Zehntausende der Ableistung des Militärdienstes.

Zu den Personen
Der 21-jährige Ismail Saygi war am 16. März 2008 in Istanbul festgenommen worden. Er war nach sieben Monaten anlässlich eines Heimaturlaubs nicht mehr zur Armee zurückgekehrt und damit desertiert. Am 15. November 2006 erklärte er in den Räumen des Menschenrechtsvereins Istanbul seine Kriegsdienstverweigerung: "In den sieben Monaten, in denen ich im Militär war verstand ich, dass die Ideologie der Gewalt, von Sterben und Töten, meiner Art und meinem Verständnis zu leben widerspricht. Als Soldat verlor ich die Achtung vor mir selber und anderen Menschen. Meine Psyche litt zunehmend darunter. Deshalb habe ich beschlossen, dass es keine Verbindung mehr zwischen mir und allen Institutionen, die Gewalt beinhalten, geben soll." Er wurde inzwischen in das Militärgefängnis in Sarikamis überstellt, wo eine Anklage wegen Desertion vorliegt und ihm eine erneute Einberufung zum Militär droht.
Die Solidaritätsinitiative Ismail Saygi befürchtet, dass er wie andere Kriegsdienstverweigerer vor ihm "im Militärgefängnis willkürlichen Schikanen, Einschränkungen, Disziplinarstrafen und Folter ausgesetzt sein wird".

 Halil Savda war im März 2007 vom Militärgericht in Corlu zu insgesamt einem Jahr und dreieinhalb Monaten wegen Desertion und Ungehorsam verurteilt worden. Wenig später erfolgte eine zweite Verurteilung zu sechs Monaten wegen Befehlsverweigerung. Die zweite Haftstrafe von sechs Monaten hat Halil Savda bereits verbüßt. Da er gegen das erste Urteil in Berufung ging, wurde er im Juli 2007 freigelassen, aber zugleich erneut zum Militärdienst einberufen. Dieser Aufforderung kam er nicht nach. Kurz vor seiner Verhaftung wurde die erste Haftstrafe von einem Jahr und dreieinhalb Monaten vom Berufungsgericht bestätigt. Damit muss er jetzt diese Strafe verbüßen.
Ihm droht wegen der Nichtbefolgung der Einberufung weitere Strafverfolgung.

Mit der Verfolgung der Kriegsdienstverweigerer verstößt die Türkei gegen ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte vom 24. Januar 2006. Darin hatte das Gericht festgestellt, dass wiederholte Anklagen gegen Kriegsdienstverweigerer in Verbindung mit der Möglichkeit einer lebenslangen Strafverfolgung "im Missverhältnis zu dem Ziel stehen, die Ableistung des Militärdienstes sicherzustellen" und damit die Europäische Menschenrechtskonvention verletzen. Der Ministerausschuss des Europarates hatte die Türkei zuletzt am 17. Oktober 2007 aufgefordert, "ohne weiteren Verzug eine Gesetzesreform zu verabschieden, die notwendig ist, um ähnliche Verletzungen der Konvention zu vermeiden.

Connection e.V. verurteilt aufs Schärfste die Strafverfolgung von KriegsgegnerInnen in der Türkei. "Die Türkei muss das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung unverzüglich und uneingeschränkt anerkennen", ergänzte heute Rudi Friedrich. "Die Kriminalisierung von Kriegsdienstverweigerern, AntimilitaristInnen und Deserteuren muss beendet werden."

gez. Rudi Friedrich

Weitere Infos unter www.Connection-eV.d . Die online-Faxaktion kann über www.Connection-eV.de/aktion erreicht werden.

Dienstag, 25. März 2008

«Nato game over» ein etwas anderer Ostermarsch!

aus der Fauchrundmail 23.03.2008


Etwa 1000 Menschen aus 17 verschiedenen Ländern beteiligten sich am Samstag den 23. März an einem Protestmarsch auf das NATO-Hauptquartier in Brüssel, welches seit 1967 mit dem Nordatlantikrat das Hauptorgan der NATO beherbergt, es gab ca. 500 Festnahmen und auch Verletzte.

In Brüssel sind die ständigen Vertreter und nationalen Delegationen, der Generalsekretär und der Internationale Stab, die nationalen Militärischen Vertreter, der Vorsitzende des Militärausschusses sowie der Internationale Militärstab untergebracht.

Außerdem befinden sich dort die diplomatischen Vertretungen einer Reihe von Partnerstaaten, der C3-Stab der NATO (Konsultations- und Führungssysteme) sowie zahlreiche NATO-Behörden. Im NATO-Hauptquartier sind ungefähr 3.150 Vollzeitkräfte beschäftigt.


Neues strategisches Konzept geplant

"NATO ... bedeutet, dass man in Kriege wie im Irak oder in Afghanistan verwickelt wird", sagte Hans Lammerant von der belgischen Gruppe Forum voor Vredesactie. "Das ist die NATO von heute, und wir wollen zeigen, dass wir das nicht wollen.? Die Initiative fordert vom bevorstehenden NATO-Gipfeltreffen einen Abbau der Eingreifkräfte, außerdem führten die Beteiligten die Aktion unter dem Motto «Nato game over» durch, um eine Debatte über die Rolle des Militärbündnisses in der Welt anzustoßen. „Die Nato ist ein Relikt aus dem Kalten Krieg“, sagte ein Mitglied der Organisation Vredesactie weiter. Auf dem Gipfel in Rumänien steht eine fundamentale Reform der Nato auf dem Programm. Zum 60. Geburtstag der Nato im Jahr 2009 wolle man ein neues strategisches Konzept vorlegen, sagte der Aktivist weiter. Die Ausgaben für das Militär müssten verringert werden. Die DemonstrantInnen werfen dem aus 26 Mitgliedsländern bestehenden Sicherheits- und Verteidigungsbündnis Kriegstreiberei in Afghanistan und dem Irak vor. Die Kriege in den beiden Ländern seien erst durch die Einmischung der Nato möglich geworden. Zudem kritisierten die Demo-Organisatoren an der Nato, 350 US-Atomwaffen illegal in Deutschland, Italien, Belgien, den Niederlanden und der Türkei stationiert zu haben.


Polizei verschwieg zunächst die Anzahl der Festnahmen

Die Polizei hatte rund um das Brüsseler Nato-Gelände seit Samstagmorgen Posten bezogen. „Zwischen 50 und 70 Menschen schafften es auf das Nato-Gelände, wurden aber sofort eingesammelt. Die anderen wurden festgenommen, als sie dicht an den Zaun kamen“, sagte ein Polizeisprecher. Trotz massiver Polizeipräsenz waren die AktivistInnen auf das Gelände vorgedrungen. Die Polizei hatte das Gelände weiträumig abgesperrt, die Demonstranten benutzten zum Teil kleine Matratzen oder Teppiche um beim Erklettern des Zauns den Stacheldraht abzudecken.

Einigen gelang es, auf das Gelände des Verteidigungsbündnisses vorzudringen, viele wurden vorher festgenommen oder von Wasserwerfern abgedrängt. Die Polizei wollte die Demonstrantnnen nach den ersten Meldungen am Abend wieder freilassen, nun sollen sie, darunter auch mehrere Deutsche, nach den letzten Informationen so schnell wie möglich vor ein Gericht gestellt werden. Die belgische Polizei hatte bei der Aktion insgesamt fast 500 DemonstrantInnen festgenommen, zunächst hieß es in einigen Zeitungen es seien nur etwa 150 Festnahmen durchgeführt worden, eine Schätzung auch unter anderem weil die Polizei keine Angaben zu der Anzahl machen wollte. Ein Nato-Sprecher erklärte auch, niemand sei auf das Gelände vorgedrungen. Mindestens ein Demonstrant wurde jedoch mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, nachdem er in einen Stacheldrahtzaun gefallen war, wie später eine Polizeisprecherin mitteilte. Die Festgenommenen, sollten so schnell wie möglich vor Gericht gebracht werden.


Rumänien schickt die Spitzel los

Währenddessen hat Rumänien am 20. März sechs Deutschen die Einreise verweigert, die nach den Informationen der Nachrichtenagentur Reuters möglicherweise gewalttätige Proteste zum Bukarester Nato-Gipfel im April geplant haben sollen. Die Männer im Alter zwischen 21 und 35 Jahren stünden im Verdacht, zu einer anarchistischen Gruppe zu gehören, teilten Polizei und Geheimdienst nach den Informationen der Nachrichtenagentur am Freitag mit. Sie hätten am Donnerstag versucht, mit zwei Fahrzeugen über Bulgarien nach Rumänien einzureisen. Bei einer Routine-Durchsuchung seien bei ihnen CDs, Magazine, Flugblätter, Broschüren und Anstecker mit Nato- und „globalisierungsfeindlichen Parolen“ gefunden worden. Diese Dinge hätten während des Gipfels zur Organisation von möglichen gewalttätigen Protesten genutzt werden können, hieß es. Den Männern sei die Einreise verweigert worden, sie seien nach Bulgarien zurückgekehrt.

Die rumänische Zeitung "Ziua" berichtete erst letzte Woche ihre Erkenntnisse über geplante gewalttätige Proteste welche im Internet veröffentlicht worden wären. So sollen sich demnach am 31. März aus Berlin Busse mit „Anarchisten“ auf den Weg begeben, die über Dresden, Wien und Budapest nach Bukarest fahren sollen. Ein Ticket koste laut "Ziua" etwa einhundert Euro. Auf anarchistischen Webseiten seien zudem Angaben über die Ausrüstung der rumänischen Polizei veröffentlicht sowie die Länder aufgelistet, deren Bürger ohne Visum nach Rumänien einreisen dürfen. Das Innen- und das Verteidigungsministerium des Landes hätten verstärkte Sicherheitsvorkehrungen während des für den 2. bis 4. April geplanten Nato-Gipfels angekündigt. Armee-Einheiten sollen in erhöhte Bereitschaft versetzt werden, Militärflugzeuge sollen rund um die Uhr am Himmel über Bukarest patrouillieren. Während des Gipfels unter dem Titel "partnership for peace" diskutieren die politischen und militärischen Spitzen der Mitgliedstaaten des Bündnisses zukünftige Schwerpunkte ihres weltweiten Engagements. Ein breites Bündnis verschiedenster Organisationen aus mehreren europäischen Ländern ruft zum Protest gegen den Gipfel und die Kriegseinsätze der NATO auf.


Weder Wasser noch Nahrung

Unterdessen gibt es erste eine erste Stellungnahme der Festgenommenen zu der Aktion der rumänischen Grenzpolizei. So sollen die deutschen Anti-KriegsaktivistInnen ohne Angabe von Gründen bei der Einreise festgenommen worden sein. Die AktivistInnen waren Angaben zufolge nach einer Informationstour zum diesjährigen NATO-Gipfel durch Deutschland, Tschechien, die Slowakei, Serbien und Bulgarien auf dem Weg nach Bukarest. Die AktivistInnen seien bei der Einreise mit der Fähre vom bulgarischen Vidin in die rumänische Grenzstadt Calafat durch die rumänische Grenzpolizei in Gewahrsam genommen worden. Ihr Gepäck und ihre Autos seien ergebnislos durchsucht worden. Während der anschließenden 19-stündigen Haft seien sie weder mit Wasser noch mit Nahrung versorgt und in der Nacht vom rumänischen Geheimdienst SRI stundenlang verhört worden. Hierbei sei deutlich geworden, dass der Dienst die Gruppe gezielt abgefangen habe. Nach Ihrer Freilassung sei die Gruppe ohne Begründung nach Bulgarien abgeschoben worden. „Mit Willkürakten, wie diesen bezwecken die rumänischen Behörden offensichtlich kritische Menschen einzuschüchtern und den Protest gegen die Kriegspolitik der NATO im Keim zu ersticken.“ äußerte einer der Festgenommenen.


Video zur Aktion in Belgien
http://www.indymedia.be/nl/node/26750

Fotoreportage 1
http://www.indymedia.be/nl/node/26743

Fotoreportage 2
http://www.indymedia.be/nl/node/26740


Fotoreportage 3
http://www.indymedia.be/nl/node/26744

Fotoreportage 4
http://www.indymedia.be/nl/node/26748

Fotoreportage 5
http://www.indymedia.be/nl/node/26752

Für mehr Informationen:
http://www.indymedia.be/
http://belgium.indymedia.org/

/www.rtbf.be/info/belgique/ARTICLE_169423

Samstag, 16. Februar 2008

Sicherheitskonferenz 08 - Erneut massive Einschränkungen von Versammlungs- und Meinungsfreiheit

PM der Rote Hilfe e.V. Ortsgruppe München, 10.02.08, 12:00

Die am vergangenen Wochenende stattfindenden Protestversammlungen gegen die Münchner "Sicherheitskonferen" konnten auch dieses Jahr nur unter massiven Einschränkungen durch ein großes Polizeiaufgebot stattfinden.

45 Festnahmen, 2 Haftbefehle

Der Ermittlungsausschuss der Roten Hilfe erfasste am Wochenende insgesamt über 45 Festnahmen. Nach Ende der Demonstration wurden mindestens drei größere Gruppen in der Fußgängerzone eingekesselt und teils über eine Stunde festgehalten. Dabei wurden Personen festgenommen, Personalien festgestellt
und Videoporträtaufnahmen angefertigt.

Zwei KriegsgegnerInnen sind auch am Sonntag noch in Haft. Einer 22-Jährigen wird von der Staatsanwalschaft Landfriedensbruch vorgeworfen, und nachdem sie laut Polizei keinen festen Wohnsitz vorweisen kann, bestünde angeblich Fluchtgefahr. Ein 20-Jähriger Berliner hatte wegen einem anderen Verfahren laut Polizei einen offenen Haftbefehl. Beide werden von Rechtsanwälten betreut.

Viele andere wurden wegen Belanglosigkeiten festgenommen, so z.B. der Jackenaufschrift "ACAB", von der sich Polizisten beleidigt fühlen, was nach Aussage von Juristen rechtlich nicht haltbar ist und was auch noch nie zu
einem Gerichtsverfahren geführt hat.

Zahlreiche Behinderungen durch die Polizei

Die Versammlungen am Samstag waren wie auch in den letzten Jahren überschattet von einem großen Aufgebot von behelmten Polizisten in Kampfmontur. Zum Teil wurden penibelste Kontrollen auf den Wegen zur Auftaktkundgebung
durchgeführt, bei denen vor allem jungen DemonstrationsteilnehmerInnen bis auf die Socken durchsucht wurden.

Die Demonstration wurde rundum von einem Spalier auf Körperkontakt
begleitet. Angeführt wurde die Demonstration von einer Polizeikette, so dass dadurch
das Fronttransparent für Außenstehende nicht lesbar war. Wie leider in München
üblich wurde die gesamte Versammlung flächendeckend durch Polizeikameras
festgehalten.

Zivilpolizisten als "Agents Provocateur"?

In mindestens einem Fall liegen der Roten Hilfe Informationen vor, nach denen als DemonstrantInnen getarnte mutmaßliche Zivilpolizisten Umstehende zum Durchbrechen von Polizeiabsperrungen animieren wollten. Auch wurde eine Gruppe von fünf unter anderem mit einem "Palituc" vermummten Zivilpolizisten erkannt.

Sara Lehmann, Pressesprecherin der Münchner Roten Hilfe: "Auch wenn uns dieses Jahr weniger Polizeiübergriffe und Schikanierungen gemeldet wurden, konnten die Proteste gegen die sogenannte Sicherheitskonferenz nur trotz fast unerträglicher Behinderungen stattfinden. Leider ist für die Zukunft zu erwarten, dass der
seit Jahren in München praktizierte Umgang mit politisch missliebigen Protestversammlungen mit der Einführung eines eigenen bayerischen Versammlungsgesetzes in Gesetzesform gegossen wird."

Samstag, 9. Februar 2008

Chronik der Mobilisierung gegen die Nato - Siko in München

aus der Fauchrundmail vom 6.02.08
Im Folgenden dokumentieren wir eine Zusammenfassung von Aktionen,
die im Rahmen der Mobilisierungen gegen die NATO-Kriegskonferenz
liefen. Die Chronik ist sicherlich nicht vollständig, gibt aber einen
Überblick und zeigt die Breite kreativer Interventionen auf.
Aktionen gegen die SIKO- Eine Chronik (2002-2008)

Eine gute Zusammenfassung für den Zeitraum 2002-2006 bietet außerdem
die Broschüre ?In Bewegung bleiben? (hier der link zum download:
www.autistici.org/g8/files/siko_broschuere.pdf )
Die Mobilisierungen der letzten Jahre lebten immer auch von den vielen
kreativen und direkten Aktionen, vor, während und nach der
Sicherheitskonferenz selbst. Ein kleiner Überblick soll die
unterschiedlichen Aktionen wiedergeben (Ergänzungen erwünscht ? eine
Vollständigkeit ist hier nicht möglich).
Die Stärke der Mobilisierungen lag unserer Meinung nach an der starken
linksradikalen Beteiligung und innerhalb der (meist) konstruktiven
Arbeit in einem breiten Bündnis - mit allen den negativen Kehrseiten,
die eine solche Politik auch mit sich ziehen mag ? ist es den
Staatsorganen bis heute nicht gelungen die Proteste gegen die SiKo in
?gut? und ?böse? zu spalten. Der Versuch des Oberbürgermeister Ude
scheiterte kläglich, als dieser 2003 anlässl. Des Irak-Kriegs
versuchte die Proteste zu vereinnahmen. Zu ?unserer? Demo damals kamen
über 25000 ? zu seiner nur 7000 ? 2002 wurde das Demonstrationsverbot
von 10000 Menschen durchbrochen. Das Motto der Mobilisierung 2002 ?von
Genua nach München? hat es erfolgreich geschafft an die
?antikapitalistische Antiglobalisierungsbewegung? anzudocken und den
?neuen Kriegen? mit einer starken und radikalen Kritik zu begegnen.

2002

- 10000 durchbrechen trotz 7000 Bullen das Demoverbot ? ca. 800 Festnahmen

2003

- auch 2003 wird bereits im Vorfeld das Kafe Marat, das wie 2004 als
?Convergence Center? dient von den Bullen gestürmt. Die
Ingewahrsamnahmen werden z.T. im Nachhinein als rechtswidrig erklärt (
http://de.indymedia.org//2003/12/69205.shtml ) - das viele Klagen
hat zumindest soviel gebracht, dass sich die Bullen bei rechtswidrigen
Unterbindungsgewahrsam muttlerweile doch recht schwer tun ?

- bisher größte Demo - bereits am Fr. demonstrieren ca. 4000 auf einer
?Jubeldemo? für den Krieg. Am Samstag dann 25000 (weit mehr als bei
Udes Spaltungsversuch) ? am Ende wird versucht die Polizeiketten zu
durchbrechen ? Schlagstock und Pfeffergaseinsatz.

- Gute Nachbereitung von con action:
http://www.de.indymedia.org/2004/02/74453.shtml

- Ende 2003 wird die Herbert-Quandt-Stiftung (Veranstalterin der
Konferenzen mit ekliger historischer Vergangenheit ?Familie Quandt?)
mit Farbe und Steinen angegriffen (Quelle: In Bewegung Bleiben, Jan. 07)

2004

-Parallel zur Pressekonferenz von Horst Teltschik wird ein 20 Meter
langes Transparent mit Aufrschrift ?No NATO? vom Alten Peter gehängt.

- Repression bereits im Vorfeld: Kafe Marat wird von den Bullen
gestürmt, Inventar zerstört.

- Transpis von Brücken : http://www.de.indymedia.org/2004/01/72954.shtml

- Im Vorfeld werden tausende ?Fakes? in Haushalte geworfen, die eine
automatischen Iris-Erkennung anordnen. Durch täuschend echtes Papier
und der Bezug zur SiKo schafft es das ?Schreiben? sogar auf S.3 einer
Münchner Tageszeitung (seht selbst:
http://www.de.indymedia.org/2004/01/73139.shtml ).

- Versuchter Brandanschlag auf Mercedes Benz (dick im Rüstungsgeschäft
dabei).

- Bisher stärkster linternationalistischer Block (auch wenn die
Stimmung 2005 im Block ?powerfuller? war (Bilder:
http://www.de.indymedia.org/2004/02/74203.shtml
und http://www.de.indymedia.org/2004/02/74166.shtml ).

- nach dem teilweise heftigen Bullenangriffen während der Demo klirrts
am Abend noch in der Brienner Str. in München. 13 Scheiben an 2
Banken, einem teuren Modegeschäft und einem Reisebüro werden
eingeworfen. Sachschaden: 25.000 Euro.

- Beteiligung eines Pink & Silver Block und eines ?antipatriarchalen
Blocks?

-Zusammenfassung von 2004: http://www.de.indymedia.org/2004/02/73641.shtml

2005

- In den Wochen zuvor werden Transpis von Brücken gehängt (
http://www.de.indymedia.org/2005/02/105679.shtml
) und tausende Hauswurfsendungen in Briefkästen geworfen, die ?ein
Parkverbot für die die Zeit der der SiKo? aussprechen und kaum zu
unterscheiden sind von einer wirklichen Hauswurfsendung der Bullen
(Aktion stößt auf große Presseecho:
http://www.de.indymedia.org/2005/01/104994.shtml).

- Im Vorfeld gibt es ein Radioballet, das gut in der Bevölkerung ankommt
Hunderte Bälle werden am Freitag morgen auf die Strasse geworfen und
unterbrechen eine Hauptverkehrsader kurzzeitig (
http://www.de.indymedia.org/2005/02/106563.shtml ), später abends
nochmals Bälle und Gegenstände auf der Fahrbahn um den BDI-Bonbzen die
Fahrt in den Bayerischen Hof zu erschweren (siehe:
http://www.de.indymedia.org/2005/02/107025.shtml ) , wo die sogenannte
?Sicherheitskonferenz? stattfindet.
Kreativer Besuch bei Rüstungsprofiteuren am Nachmittag (siehe:
http://www.de.indymedia.org/2005/02/106687.shtml ).

- 2005 versuchen die Bullen den internationalistischen Block vom Rest
der Demo abzutrennen ? das klappt weniger gut ? Durchbruch und Haue
für einige cops (siehe:
http://www.de.indymedia.org/2005/02/107947.shtml und
http://www.de.indymedia.org/2005/02/107907.shtml )

- gute Einschätzung zu 2005 von einer autonomen Gruppe :
http://www.de.indymedia.org/2005/02/106404.shtml
und Zusammenfassung von indymedia:
http://www.de.indymedia.org/2005/02/106404.shtml

2006

- Bereits in den Wochen vor der SiKo 2006 kam es zu einer
?Strassenumgestaltung? und zu einer farblichen Verschönerung eines
Kriegerdenkmals einer ?Autonomen Gruppe? (Presseresonanz:
http://www.de.indymedia.org/2006/02/137733.shtml )

- In der Nacht zum 1.Febrauar 2006 brennen in Hamburg zwei Laster der
Rüstungszuliefererfirma Imtech. Laut taz Hamburg vom 2.2.06 ist die
Aktion der "Militanten Antimilitaristische Initiative" (M.A.M.I.) ein
Gruß an die Gruppen, die das "MörderInnentreffen" - die
Nato-Sicherheitskonferenz am Freitag in München - "zu einem
Angriffspunkt" machen.

- Am Freitag den 3.2.06 nerven hunderte an einem ?antikapitalistischen
Abendspaziergang? rum. Damit konnte zumindest der politische Preis in
die Höhe geschraubt werden. Die Kriegsstrategen, Politiker und
Waffenlobbyisten müssen von einem Großaufgebot der Polizei geschützt
werden und sind nicht ungestört im Käfer.

-Parallel zu dem antikapitalistischem Abendspaziergang wird ein
Papiercontainer auf eine der Anfahrtswege zum Käfer geschoben, sowie
versucht eine Bank einzuwerfen.

- Am Samstag den 4.2.06 machten sich mit Aluminiumfolie bestückte
Heliumluftballons auf den Weg zum Horizont, um als unbekannte
Flugobjekte die Überwachungshubschrauber zur Landung zu zwingen.
Dazu kann es kommen, wenn die Alustreifen vom Radar registriert werden
und die Hubschrauber laut Vorschrift wegen unbekannter Flugobjekte
nicht weiterfliegen dürfen.
Eine Aktion gegen die immense Polizeirepression (link zum weiterlesen:
http://www.de.indymedia.org/2006/02/138166.shtml

- Zusamnmenfassung 2006: http://www.de.indymedia.org/2006/02/138066.shtml

-Zweimal im Juni 2006 gibt es direkte Aktionen gegen die Kriegspolitik
der Herrschenden: Am 13.4.06werden Teile der Fassade des Feinkost
Käfers (dort dinieren die Kriegstreiber und ?profiteure) in der
Prinzregentenstr./Schumannstr. und am Ostermontag, den 17.4.06 das
Centrum für angewandte Politikforschung (CAP) in der
Maria-Theresia-Str. 21 mit Farbeiernangegriffen (Quelle: In Bewegung
bleiben, Jan. 2007).

2007

- Im Jahr 2007 steht die Mobilisierung im Zusammenhang mit Aktivitäten
gegen den G8 in Heiligendamm.

-Bereits im Vorfeld kommt es zu einer großen Durchsuchungsaktion der
Bullen an insgesamt 11 linken Betrieben, Projekten und Privatwohnungen
( http://de.indymedia.org/2007/01/166564.shtml ) wegen angeblicher
Aufrufe zu Straftaten in der Broschüre ?In Bewegung bleiben? (
www.autistici.org/g8/files/siko_broschuere.pdf ). Die Durchsuchungen
werden im Nachhinein als rechtswidrig erklärt (
http://de.indymedia.org/2007/01/166564.shtml).

-Im Jahr 2007 wird vor und nach der SIKO mehrfach das große
Kolonialdenkmal am Friedhof neben derThalkirchnerstr. mit Farbe
eingesaut und mit den Parolen ?Mörder? umbenannt.

-Am 26.1.07 zünden ?Revolutionäre Anti- Militaristische AktivistInnen?
das Auto des Vorstand bei Thyssen-Krupp (Überseeschiffe) an und
statten dem Virstand für U-Boote bei Thssen-Krupp einen Hausbesuch ab
(Farbe wird an seinem Haus und Auto hinterlassen). Die AktivistInnen
stellen ihre Aktionen unter das Motto: ?NATO-Kriegskonferenz in
München angreifen ? G8-Treffen in Heiligendamm lahmlegen?.

-In der Nacht vom 7.2. auf den 8.2.07 werden bzgl. Der
NATO-Kriegskonferenz in Berlin die folgenden Profiteure und
Unterstützer von Kriegen mit Frabe und Steinen angegriffen: Der
katholische Militärbischoff (am Weidedamm), SAP (Rosenthalerstr.),
Bertelsmann Stiftung (Unter den Linden) und das Wohnhaus von Dr. Elmar
Rauch. (Quelle Interim 651 und
http://de.indymedia.org/2007/02/168031.shtml)

-Kurz vor dem Beginn der SIKO 2007 wird an einer Zufahrtstrasse zu dem
Rüstungskonzern Krauss-Maffei-Wegemann in München eine brennende
Barrikade errichtet ( http://de.indymedia.org/2007/02/169040.shtml)

-Eine gute Nachbereitung zu 2007 kann hier gelesen werden:
http://de.indymedia.org/2007/02/168556.shtml

2008

-Anfang Jan. Besucht Bundesinnenminister Schäuble München. Die Nacht
davor werden die Eingangstüren verklebt (
http://de.indymedia.org/2008/01/204908.shtml). Am Tag selbst wird die
Veranstaltung von Schäuble gestört: link youtube.

-Nach den anhaltenden farblichen Umgestaltungen des
Kolonialdenkamlals, Thalkirchnerstr. Wird dieses abmontiert und 4
Meter höher gehängt. Das hilft dem Denkamal aber auch 2008 nicht ein
weiters mal verschönert zu werden.

Ausblick:
Wir hoffen ihnen auch dieses Jahr (vermutlich ein letztes mal) kräftig
in die Suppe zu spucken, trotz des Verbots der Demoroute ...
7 jahre Mobilisierungen haben einige motivierende inhaltliche
Bestimmungen innerhalb der radikalen Linken bzgl. Antimilitarismus und
linksradikaler Poltik hinterlassen und zwar auf der Strasse, als auch
in theoretischer Hinsicht. Die Arbeit in dem großen Aktionsbündnis hat
gut funktioniert und die inhaltliche Bestimmung von mehreren
Antikriegskongressen, überregionalen bis bundesweiten und
mitteleuropäischen (Schweiz, Österreich) Mobilisierungen und
Zusammenarbeiten hat viel Spaß gemacht und auch einiges an erfahrungen
hinterlassen. Wir hoffen, dass dies alles dort einfließen kann und das
darauf aufgebaut wird, wo auch immer die Kriegskonferenzen ab dem
nächsten Jahr stattfinden werden (
http://www.jungewelt.de/2008/01-21/032.php?sstr=perspektiventage ).

In diesem Sinne:
Kommt nach München!
Überlegt Euch Aktionen in Euren Städten!
Für eine starke linksradikale Bewegung!

Weitere Infos: www.no-nato.de - www.sicherheitskonferenz.de -
www.luzi-m.org

Freitag, 1. Februar 2008

Fight capitalist war! Fight capitalist 'peace'!


Immer noch ist München der Ort, an dem sich einmal jährlich die wichtigsten Vertreter der NATO-Staaten und ihrer Verbündeten zur sog. “Sicherheitskonferenz” (SIKO) einfinden. Auch vom 8. bis 10. Februar 2008 wird es den MilitärstrategInnen und RüstungsmanagerInnen wieder darum gehen, ihre Interessen aufeinander abzustimmen. Infos unter www.no-nato.de

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Rüstungsexporte: Stetig aufwärts

BERLIN - Die beiden großen christlichen Kirchen werfen der Bundesregierung den Bruch von EU-Standards zur Ausfuhr von Kriegswaffen vor. Mit der Genehmigung umfangreicher Lieferungen von Militärgütern in Spannungsgebiete und in Länder, in denen die Menschenrechte verletzt werden, verstoße Berlin gegen einen EU-Verhaltenskodex aus dem Jahr 1998, erklären Vertreter der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) anlässlich der Vorstellung ihres diesjährigen Rüstungsexportberichts. Der GKKE zufolge haben die Ausfuhrgenehmigungen für deutsche Rüstungsexporte im Jahr 2006 den Rekordwert von rund 7,7 Milliarden Euro und damit die Spitzenposition in ganz Europa erreicht. "Ungeachtet aller Schwankungen auf dem Weltrüstungsmarkt entwickelt sich der deutsche Rüstungsexport stetig aufwärts", resümiert die GKKE. Die Lieferung deutscher Militärgüter an Armutsstaaten hat sich in den vergangenen vier Jahren sogar vervierfacht. Berlin bemüht sich weiter um weltweite Aufrüstung. Erst vor wenigen Wochen hat das Bundesverteidigungsministerium in einer "Erklärung zu nationalen wehrtechnischen Kernfähigkeiten" zugesagt, die Ausfuhr deutscher Kriegswaffen in Zukunft noch intensiver als bisher zu fördern.

www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57108

Dienstag, 4. Dezember 2007

Kriegsbereitschaft

Aus dem Newsletter vom 4.12

KLINGENTHAL/PARIS/BONN - Deutsch-französische Militärkreise leiten in diesen Tagen die Gründung eines EU-weiten Verbandes zur Stärkung der Kriegsbereitschaft in der Bevölkerung ein.
Grundlage ist eine Übereinkunft zwischen der deutschen Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (GfW) und der französischen Organisation CiDAN (Civisme Défense Armée Nation). Beide sind bislang in nationalem Rahmen mit der Werbung für militärpolitische Anliegen in der Öffentlichkeit befasst. Die aktuellen Planungen sehen vor,
besonders Journalisten und Lehrer ("Multiplikatoren") in ganz Europa "von der Notwendigkeit" zu überzeugen, "die Anstrengungen auf dem Gebiet der Sicherheit und der Verteidigung zu bündeln". Ziel sei "die Behauptung des Ranges" der EU "in der Welt" mit Hilfe einer EU-Armee.
Die auf deutscher Seite an den Planungen beteiligte GfW ist mit der Bundeswehr und den Berliner Regierungsparteien eng verflochten. Sie ist in den vergangenen Jahren immer wieder wegen Kontakten zu rechtslastigen Milieus kritisiert worden.

http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57089

Mittwoch, 14. November 2007

Sie reden von „Sicherheit." - Wir nennen es Krieg, Folter und Terror.

AUFRUF DES AKTIONSBÜNDNISSES GEGEN DIE NATO-SICHERHEITSKONFERENZ am 8./9.2. in München

Sie sprechen von „Sicherheit“, doch ihre Politik bedeutet Krieg, Folter und Militarisierung.
Die „Sicherheitskonferenz“ in München ist ein Treffen von Militärstrategen, Regierungsvertretern, Generälen und Rüstungslobbyisten. Verschanzt hinter Absperrgittern, Wasserwerfern und einer gigantischen Polizeimacht kommen im Nobelhotel Bayer
ischer Hof jährlich EU- und NATO-Repräsentanten zusammen, um Kriegseinsätze, internationale Militärstrategien und Rüstungsgeschäfte zu planen. So wurden bei der Münchner Militärtagung unter anderem die Angriffskriege gegen Jugoslawien, Afghanistan und den Irak vorbereitet und entscheidende Weichen für den so genannten „Globalen Krieg gegen den Terror“ gestellt.

Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr – Gegen jede deutsche Kriegsunterstützung
Die wirtschaftlich und politisch Mächtigen der Welt beanspruchen für sich das Recht auf ungehinderten Zugang zu Märkten und Rohstoffen a
uf dem gesamten Globus. Sie setzen ihre ökonomischen Interessen und Machtansprüche auch mit militärischer Gewalt durch. Die Besatzungskriege der NATO-Staaten und ihrer Verbündeten, die unter der Losung der Terrorbekämpfung geführt werden, sind selbst Terror gegen die Bevölkerung: Bombardierungen, Vertreibung, Zerstörung, Vergewaltigungen sowie die Wiedereinführung der institutionalisierten Folter wie in Guantanamo und in Geheimgefängnissen. Die NATO-Kriege und Besatzungregime eskalieren die Konflikte weltweit; selbstbestimmter Aufbau und eine demokratische Entwicklung haben keine Chance.

Gegen Krieg und Folter – Für ein freies und selbstbestimmtes Leben aller Menschen
Die erneute Militarisierung der deutschen Außenpolitik führt längst auch zur Militarisierung im Innern. Diese Politik des präventiven „Sicherheits“-Staates betreibt d
en Abbau der Grundrechte aller BürgerInnen durch
Vorratsdatenspeicherung von Telefongesprächen, dem Ausspionieren von PC-Daten, Unterbindungsgewahrsam, Überwachung von öffentlichen Plätzen und Privatwohnungen. AntimilitaristInnen werden durch den Gesinnungsparagrafen 129a wie durch die Razzien vor und nach dem G8-Gipfel systematisch mit Repression überzogen und kriminalisiert. Längst marschiert die Bundeswe
hr auch im Inneren auf wie zum Beispiel mit Soldaten, Spähpanzern und Tornados gegen die Proteste in Heiligendamm Juni 2007. Im Bayerischen Hof hat die Bundeswehr bereits seit Jahren das Hausrecht während der Sicherheitskonferenz.

Gegen den Überwachungsstaat – Für Meinungsfreiheit und B
ürgerrechte
Wir wenden uns gegen ein Machtsystem, das sich am Profit orientiert und das sowohl in Friedens- als auch in Kriegszeiten über Leichen geht, gegen ein System der rigorosen Abschottung der EU-Außengrenzen gegenüber Flüchtlingen und MigrantInnen. Dazu gehören die rassistischen und fremdenfeindlichen AusländerInnengesetze in Deutschland, die Abschaffung des Asylrechts, tödliche Hetzjagden und Übe
rfälle sowie die europaweit anlaufende
Massenabschiebung von Flüchtlingen in die Kriegsgebiete des Irak und Afghanistans.

Fluchtursachen bekämpfen. Öffnung der Grenzen für Flüchtlinge und MigrantInnen statt Stacheldraht und Lager
Zeigen wir den selbst ernannten Weltherrschern und Kriegsstrategen: Ihr seid hier in München und
anderswo unerwünscht. Eurer Politik von neoliberaler Wirtschaftsmacht und Ausbeutung, von Aufrüstung und Sozialabbau setzen wir weltweit Protest und Widerstand entgegen, denn eine andere Welt ist möglich – eine gerechte Gesellschaft, eine friedliche Welt ohne Krieg und Folter.

Statt sozialer Demontage und Aufrüstung – Umverteilung von oben nach unten
Wir rufen auf: Mischt euch ein, beteiligt e
uch an den vielfältigen Protesten und Gegenveranstaltungen in München! Die Proteste und Blockaden von Heiligendamm gegen den G8-Gipfel haben gezeigt, dass wir erfolgreich sind. Trotz abgeschotteter Zonen und Demoverboten haben dort Zehntausende erfolgreich durch zivilen Ungehorsam und Widerstandsaktionen die Zufahrtswege zum Gipfel effektiv blockiert. Im Februar werden wir deutlich machen: Kriegsverbrecher und Folterbefürworter erwartet auch in München Protest und Widerstand.
No justice, no peace! – Ohne Gerechtigkeit kein Friede!

Kommt alle zur Großdemonstration und den weiteren Widerstandsaktionen am 9. Februar 2008 in München!

Zur Unterzeichnung dieses Aufrufs steht ein Unterstützungserklärungs-Formular
http://www.muenchen-gegen-krieg.de/
http://www.muenchen-gegen-krieg.de/Aufruf-SiKo-2008-breit.pdf
zur Verfügung. Unterzeichnet möglichst bald den umseitigen Aufruf und schickt den unteren Abschnitt an GegenKriegEMail@aol.com zu!