Donnerstag, 24. April 2008

Nazi-Prozesse

Derzeit stehen fünf Nazis vor der 6. Strafkammer des Bochumer Landgerichts. Darauf machen die “unabhängigen Antifas aus Bochum” aufmerksam. In diesem Prozess sind neben dem stellvertretenden NPD-Landesvorsitzenden Claus Cremer, seine Lebensgefährtin Daniela Wegener, der NPDler Sebastian Vogt, der Chef der Dortmunder Kameradschaft Siegfried Borchardt und ein weiterer Dortmunder, namens Gläser, angeklagt. Sie sollen am 19.10.2004 im Bochumer Hauptbahnhof nach einer von Claus Cremer unter dem Titel “Das Volk blutet - Das Kapital kassiert! Globalisierung zerstört deutsche Arbeitsplätze!” angemeldeten Demonstration die Polizei angegriffen haben, um sich einen Aufmarsch in der Bochumer Innenstadt zu erzwingen. Ihnen wird unter anderem Widerstand, Körperverletzung und Gefangenenbefreiung vorgeworfen. Der Prozess betrifft nicht nur mehrere hochrangige „Führer“ der NS-Szene im Ruhrgebiet, sondern mit dem vorbestraften und auf Bewährung stehenden Cremer als Vize Chef der NRW-NPD auch die NPD direkt. Da die nächste Landtagswahl nicht mehr weit ist, werden die Angeklagten durch bekannte Rechtsanwälte, die solche Verfahren oft bestreiten und zum Teil auch Mitglieder rechter Parteien sind, verteidigt: Markus Beisicht aus Leverkusen, Andrè Picker und Susanne Zimmermann aus Dortmund, Uwe Lucke aus Hürth und Klaus Kunze aus Uslar.
Die nächsten Prozesstermine werden auf der Webseite des Landgerichtes veröffentlicht. Aktenzeichen:6 KLs 33 Js 39/05.


Quelle + Informationen: bo-alternativ.de

Dienstag, 22. April 2008

GegenRechts: Nachbarschaftsfest gegen NPD-Aufmarsch und Altermedia hetzt weiter…

Von klarmann.blogsport.de

Stolberg. Unter dem Motto „Stolberg ist bunt – nicht braun“ will eine Initiative am 26. April von 10 bis 20 Uhr parallel zu einem NPD-Aufmarsch [1] in der Straße „Am Grossen Rad“ ein Nachbarschaftsfest abhalten. In einer Pressemitteilung schreiben sie: „Stolberg ist bundesweit ins Gerede gekommen. Wir bedauern den gewaltsamen Tod des jungen Mannes vom 4. April [2]. Wir wehren uns jedoch dagegen, diesen Tod zu missbrauchen und Hass zu säen und Menschen unterschiedlicher Herkunft gegeneinander aufzuhetzen. Im Gegenteil: Wir wollen am 26. April auf einem Nachbarschaftsfest am Ort des Geschehens eintreten für ein solidarisches und gemeinschaftlich es Zusammenleben. (Quelle + Info: Klarmanns Welt HIER)


Wichtiger update (24.04.2008 von AntifaschistInnen aus Aachen):

Aachener Polizei verbietet Nachbarschaftsfest zugunsten eines
Neonaziaufmarsches in migrantischem Viertel

Zugunsten von NPD und Kameradschaften sperrt die Aachener Polizei das Mühlener Viertel in Stolberg/Rheinland für antirassistische Veranstaltungen. Die Neonazis sollen demnach vom Mühlener Bahnhof ausgehend, in das migrantische Viertel ziehen.
Daher ist es sehr wichtig, dass sich möglichst viele Menschen an der Demo beteiligen oder Samstag direkt in die Mühle gehen, dort einsickern und den Menschen vor Ort Solidarität zeigen! (mehr…)

Weitere Aktionen gegen Polizeigewalt in Moskau und weltweit (en)

Am 18. April blockierte eine Demonstration vom Puschkin-Platz zum weißrussischen Bahnhof zwischen 19:40 und 20:10 die Twersker Straße in Moskau. Es war eine weitere Reaktion auf die brutale Folter auf der Polizeiwache Sokolniki am 4. April (http://www.avtonom.org/index.php?nid=1697, deutsch: http://de.indymedia.org/2008/04/212768.shtml).

Die genehmigte Demo am 11. April endete mit einer von der OMON (Polizei-Sondereinheit) provozierten Konfrontation (http://www.avtonom.org/index.php?nid=1701, deutsch: http://de.indymedia.org/2008/04/213126.shtml).

Da also das Anmelden von Demos nicht vor polizeilichen Störmanövern schützt, wurde diesmal gleich darauf verzichtet. Es gab auch eine angemeldete Aktion am gleichen Tag, angekündigt von ein paar MenschenrechtsaktivistInnen, die von der Polizei auf den Bolotny-Platz verbannt wurde - einen isolierten Punkt in einem Park auf einer Insel in der Moskwa, wo es in 300 Meter Umkreis keine PassantInnen gab. Dort versammelten sich letztlich bis zu 100 BürgerrechtsaktivistInnen der alten Schule.

Mangel an PassantInnen herrscht hingegen auf dem Puschkin-Platz keinesfalls, das ist einer der beliebtesten Treffpunkte im Zentrum Moskaus. Die Polizei hatte keine Hinweise auf unseren Plan B erhalten, und die Demo mit dem über zehn Meter langen Transpi mit dem Text "Nein zur Gewalt" und dem durchgestrichenen Knüppelbullen brachte den Verkehr auf der Twersker Straße in Richtung stadtauswärts vollständig zum Erliegen. Etwa 200 DemonstrantInnen zündeten Leuchtfackeln und andere Feuerwerkskörper und skandierten Parolen gegen die Polizei: "Unsere Bullen schützen uns, erst hängen sie uns was an und dann schlagen sie uns zusammen!" "Das ist unsere Stadt!" "Raus auf die Straße, nehmt euch die Stadt!" "Antifa!" "Hoch, hoch die schwarze Fahne - der größte Feind ist der Staat!" und natürlich das internationale "A.C.A.B.!"


Auf dem Puschkin-Platz wacht ja eigentlich ständig eine Bullenwanne darüber, dass dort keine illegalen Protestaktionen stattfinden (beides hat Tradition seit Sowjetzeiten, A. d. Ü.), aber die Reaktion war zu langsam. Letztlich fuhren der Demo drei Busse der OMON-Sonderpolizei hinterher, blieben jedoch in dem Stau stecken, der von der Aktion verursacht wurde, und schafften es erst fünf bis zehn Minuten nach den DemonstrantInnen an den weißrussischen Bahnhof, als diese sich schon zerstreut hatten und verschwunden waren. Ist auch besser so, die Blockade einer Straße von "bundesweiter Bedeutung" ist in Russland nämlich eine schwere Straftat.


Obwohl nicht alle TeilnehmerInnen AnarchistInnen waren, war das auf jeden Fall eine der bedeutendsten Aktionen, die die antiautoritäre Szene in Moskau in den letzten 20 Jahren initiiert hatte. Die Nachrichtenagentur "RIA-Nowosti" verließ sich allerdings ausschließlich auf Polizeiquellen und meldete, es sei "ein riesiger Verkehrsstau im Zentrum durch 20 Fußball-Hooligans verursacht worden, die die Straße überquerten". Im Internet erntete diese Behauptung großen Spott, sie wurde aber von erstaunlich vielen Massenmedien übernommen - offensichtlich gibt es heutzutage in Russland nicht mehr viele freie Medien außerhalb des Internets.


Außerhalb Moskaus gab es in den letzten zwei Wochen Solidaritätsaktionen in Archangelsk, Samara, Tjumen und St. Petersburg in Russland sowie im Ausland in Helsinki und Kiew. Weitere sind mindestens in Paris und Sidney noch geplant.


Der Kampf geht weiter!


Fotos:

http://streetsmedia.livejournal.com/104626.html

http://formicaleo.livejournal.com/21545.html

http://marsky.ru/foto/2008-04-18/

http://anatrrra.livejournal.com/73890.html

http://untouchable-kid.livejournal.com/157176.html


Video:

http://www.youtube.com/watch?v=i0Y30lQ6430

http://borko.livejournal.com/337738.html

http://community.livejournal.com/anarchia_ru/218637.html

http://ru.indymedia.org/newswire/display/20367/index.php

http://www.youtube.com/watch?v=qSaIksvqpKg

http://www.youtube.com/watch?v=2RDwCFeON6g&eurlImage

http://www.youtube.com/watch?v=dOmO6wAo6cw&eurl


(Quelle: http://www.avtonom.org/index.php?nid=1713)


(en) (alter-ee) Actions against police brutality continue in Moscow and around the world

Date Sat, 19 Apr 2008 23:39:56 +0300




Freitag, 25. April 2008 um 14 Uhr - Russische Botschaft, Berlin (Unter den Linde 63-65)

---- KUNDGEBUNG gegen Polizeigewalt in Russland und abends ABB-Soli-Party. ----


Aufruf des Bündnis "Schöner leben ohne Bullen"


Am 4. April wurden in Moskau sieben junge Menschen auf dem Weg zu einem

anarchistischen Treffen brutal verhaftet, nachdem sie mit der Polizei in Konflikt geraten waren, weil einer unter ihnen ein Bier in der Öffentlichkeit getrunken haben soll.


Dem Bericht der Festgenommenen zufolge kam es auf der Bullenstation zu massiven Misshandlungen. Sie wurden gefesselt, verprügelt, angepisst und mit Elektroschockes gefoltert. Einer musste, nachdem sie ihn mit Elektroschockern in der Leistengegend malträtiert hatten, ins Krankenhaus eingeliefert werden, da er einen Herzfehler hat und zusammenklappte. Ein weiterer wurde freigelassen, begab sich aber wegen massiver Kopfschmerzen ins Krankenhaus; die Cops hatten seinen Kopf immer wieder gegen die Wand geschlagen.


Im Rahmen der internationalen Aktionswoche gegen Polizeigewalt fand am 11.4. eine Demo mit mehr als 400 Teilnehmer_innen in Moskau statt. Auch dabei kam es zu massiven Übergriffen seitens der Polizei und zu mindestens 25 Festnahmen.


"Internationale Solidarität ist notwendig!

Gemeinsam gegen Polizeibrutalität in Russland und weltweit!"

Veranstaltet von dem Bündnis "Schöner leben ohne Bullen".


----------------------------------------------------------------------------



Konzert!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Freitag, 25. April:


21 Uhr - Lokal (Rosenthaler Str. 71, U-Bhf. Rosenthaler Platz):

Info-Soli-Party Rroma/VA-Info-Soli-Party. Abolishing the Borders from Below.

Es spielen: "Taraful De Muzica Lautareasca Din Turingia" (Rroma-Rebel), Berlinska Droha (sorbischer Folk trifft Revolutionsmusik) und danach Rroma/Balkan Music Disco.

Brief an die Genossinnen und Genossen der anarchosyndikalistischen Gewerkschaften...

Brief der Sindicato de Resistencia de Oficios Varios- Morón. – Gewerkschaft der Widerständigen verschiedener Berufssparten Morón, Buenos Aires am 21.4.2008


...an die revolutionären Gewerkschafter/innen, die Basisgewerkschaften sowie alle solidarischen Arbeiterinnen und Arbeiter weltweit!


Brief an die Genossinnen und Genossen der anarchosyndikalistischen Gewerkschaften, an die revolutionären Gewerkschafter/innen, die Basisgewerkschaften sowie alle solidarischen Arbeiterinnen und Arbeiterweltweit:


Genossinnen und Genossen, wir vom Sindicato de Resistencia de Oficios Varios (Gewerkschaft der Widerständigen verschiedener Berufssparten) aus Morón, Buenos Aires, wenden uns an euch, um euch über die folgende Situation zu informieren und um eure Hilfe zu bitten.


Wir sind eine kleine Gewerkschaft, die sich im Jahr 2005 im Westen der Stadt Buenos Aires aus Genossinnen und Genossen verschiedener beruflicher Bereiche gegründet hat, um die horizontale gewerkschaftliche Organisierung in unserer Region voranzutreiben.


Vor über einem Jahr lernten wir im Rahmen von Aktionen für einen Genossen, der aus einer Plastikfabrik entlassen worden war, einige Arbeiter des nordamerikanischen Automobilzulieferers Dana (Fabrikant von Achsen für LKWs) kennen. Aus dieser Begegnung hat sich eine sehr enge Verbindung zu den Dana-Arbeitern entwickelt. Sie hatten es geschafft, in einem multinationalen Konzern und innerhalb einer nicht nur bürokratisch organisierten, sondern auch rechtsgerichteten Gewerkschaft eine Basisorganisation zu etablieren. Wir konnten also viel von ihnen lernen.


Dabei geben wir zu bedenken, dass in Argentinien keine Gewerkschaftsfreiheit existiert. Die einzigen Erfahrungen mit Basisarbeit, auf die wir bisher zurückgreifen können, sind die internen Kommissionen in jeder Fabrik oder Firma und die Stadtteilorganisationen.


Die Gewerkschaft SMATA, der die Genossinnen und Genossen angeschlossen sind, ist eine der bürokratischsten und reaktionärsten Gewerkschaften in ganz Argentinien. Ihre Führungsspitze hatte während der letzten Diktatur mit der Militärregierung zusammengearbeitet und hatte sich ihrer unliebsamen Aktivistinnen und Aktivisten durch Verschwindenlassen entledigt.


Trotz dieser schwierigen Bedingungen gelang es den Genossinnen und Genossen, sieben Jahre lang eine interne Basisorganisation innerhalb der Fabrik aufrecht zu erhalten, Übergriffe der Unternehmensleitung abzuwehren und einige bedeutende Triumphe der Arbeiterschaft zu erringen. So schaffte die Belegschaft es beispielsweise, das Unternehmen aufgrund der in dem Viertel verursachten Verschmutzung anzuzeigen.


Selbstverständlich wollte sich das Unternehmen dieser Basisorganisation entledigen, und so kam es am 7. Januar aufgrund angeblicher Umstrukturierungsmaßnahmen in der Produktion zur Entlassung von über 60 Mitarbeitenden, darunter fast alle Aktivistinnen und Aktivisten der Organisation. Daraufhin wurde vor dem Fabriktor ein Camp eingerichtet, das tage- und nächtelang besetzt war und die Wiedereinstellung aller Entlassenen forderte. Zwei Woche lang lag das gesamte Werk still. Die ganze Zeit über war das Camp den permanenten Angriffen einer Bande von etwa 60 Leuten ausgesetzt, die die Autos der Genossinnen und Genossen anzündeten, sie zum Teil mit Messern und Macheten angriffen und verletzten und alles Mögliche stahlen.


Nach telefonischen Einschüchterungsmaßnahmen und telegrafischen Aufforderungen, die Arbeit wieder aufzunehmen, gelang es dem Unternehmen, den Betrieb der Fabrik wieder anlaufen zu lassen, wobei die Arbeitsaufnahme von einem unverhältnismäßigen Polizeiaufgebot begleitet wurde.

Viele Genossinnen und Genossen und Mechaniker setzen den Kampf um die Wiedereinstellung der Entlassenen fort, versuchen, die eigene Angst zu überwinden und die Arbeitenden zu motivieren, ihre Arbeit wieder niederzulegen. Dieser wichtige Kampf darf nicht an ökonomischen Fragen scheitern.


Deshalb haben wir versucht, in diesem Brief die wesentlichen Ereignisse zusammenzufassen, den Schlag gegen die Arbeiterschaft und den Widerstand dagegen zu schildern und deutlich zu machen, welchen Stellenwert die aktuelle Situation für die Arbeiterbewegung in Argentinien hat – vor dem Hintergrund der Konsolidierung von Regierung und Arbeitgeberverbänden gegen die Interessen der Arbeiterklasse und dem Aufwind, den die Bürokratie nach den letzten Präsidentschaftswahlen erhalten hat.


Die Bankverbindung für unser Spendenkonto ist:

Bitte teilt uns nach der Übersendung einer Spende mit, wie viel überwiesen wurde und im Namen welcher Organisation, um den Genossinnen und Genossen ihre Löhne weiterzuzahlen.

Banco Santander Rió filial 147, número de cuenta: 365134/2.

Código IBAN: IT34Y0313501719000000002103 . El código Swift es: UNCRITMM.


Gesundheit und Freiheit – Salud y Libertad!

Emilio Spataro


Sindicato de Resistencia de Oficios Varios- Morón. – Gewerkschaft der Widerständigen verschiedener Berufssparten Morón, Buenos Aires.

Angeschlossen an FORA-AIT (Regionaler Arbeiterverband Argentinien –Internationaler Arbeiterbund)


Wenn Ihr mehr Informationen wünscht, könnt Ihr Euch hier mit den entlassenen Arbeitern in Verbindung setzen:

solidaridadcondespedidosdana@yahoo.com.ar
oder richtet Eure Fragen an das Sindicato de Resistencia de Oficios
Varios de Morón: oficiosvariosmoron@gmail.com

---------------------------------


Los referentes más importantes en compra/venta de autos se juntaron:

Demotores y Yahoo!.Ahora comprar o vender tu auto es más fácil.
Visitá http://ar.autos.yahoo.com/

Strike on! STRIKE BIKE produziert jetzt wieder als "Gesellschaft mit bester Hoffnung"

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde!

Wir momentanen 21 Nordhäuser Fahrradwerker bitten Euch um solidarische Unterstützung bei unserem Ziel, bis 15.05.2008 Bestellungen für 2.000 Stück Fahrräder der Marken "Black Edition" & "Red Edition", zu erhalten. Wie im unserem Aufruf beschrieben ist diese Aktion für unseren Produktionsstart zum

01.05.2008 von äußerster Wichtigkeit.

Wir bitten alle uns unterstützenden Personen und Institutionen diesen Aufruf schnellstmöglich im Kreise aller Freunde, Verwandten, Kollegen und Bekannten weiterzuleiten.


Informationen zu dieser Aktion könnt Ihr auf unseren Internetseiten www.strike-bike.de oder aber auch telefonisch unter: 0173 3907544 oder 0172 5730084 erhalten.


Danke im Voraus und mit freundlichen Grüßen,

die Mitarbeiter der Firma Strike Bike GmbH in Nordhausen.

Sonntag, 20. April 2008

26.04.2008: Antifa-Demo in Stollberg

Aufruf der Antifa Düren zur antifaschistischen Demonstration in Stollberg am 26.04.20084.2008

Nach dem gewaltsamen Tod eines 19jährigen in Stolberg hat die Neonazi-Szene ein zugkräftiges Thema für sich entdeckt. Der Tote wird zum Märtyrer verklärt, bereits wenige Stunden nach dem Verbrechen marschierten 170 Neonazis durch Stolberg. Am vergangenen Samstag waren es dann schon 800 Faschisten, angeführt von Christian Worch aus Hamburg. Der antifaschistische Widerstand war hingegen viel zu schwach. Dies hatte unterschiedliche Gründe, sicherlich auch die schwachen Antifa-Strukturen in Stolberg selbst.

Das soll am 26. April anders werden! Denn für diesen Tag planen Neonazis den nächsten "Trauermarsch", diesmal angemeldet und organisiert von der NPD. Nach derzeitigem Stand hat die NPD ihre Demonstration für den Zeitraum zwischen 10 und 20 angemeldet, der Auftakt soll an der Zweifaller Str. sein.

Das Antifaschistische Aktionsbündnis Aachen (ein strömungsübergreifender Zusammenschluss von antifaschistischen Gruppen und Einzelpersonen) ruft unter dem Motto "Stolberg wird kein Wallfahrtsort - Neonazis stoppen!" zu einer Gegendemonstration auf, die um 19 Uhr am Kaiserplatz beginnen soll.

"Bürgerlichen" Protest wird es am Tag des Aufmarsches nicht geben. Das Stolberger "Bündnis gegen Radikalismus" [sic!] ruft am Vorabend des Neonazi-Aufmarsches zu einer Kundgebung auf.

Bitte mobilisiert und beteiligt Euch an den antifaschistischen Protesten. AntifaschistInnen aus der Region bieten für den kommenden Sonntag (20. April) ein Vorbreitungstreffen an.
Den Ort und die Uhrzeit teilen wir Euch auf Anfrage gerne mit.

Wir werden aktuelle Informationen auf unserer Homepage(http://www.antifa-dueren.org) veröffentlichen. Stop the neonazis on the 26th of April in Stolberg, Information in English


[ Siehe auch: http://stolberg.blogsport.de ]

Beim unabhängigen Recherche- und Medienkollektiv recherche nord gibt es einen Bericht, sowie Bilder der Nazidemo vom 12.04. in Stolberg.

Prozess gegen AntifaschistInnen - Solidarität mit kriminalisierten Antifaschist_innen!

Pressemeldung der Prozesssoligruppe via Antifa Infoportal Köln

Für Donnerstag den 10. April war vor dem Kölner Amtsgericht ein Prozeß gegen drei AntifaschistInnen angesetzt. Die Anklage lautet auf Nötigung wegen einer Blockade während des Naziaufmarschs im Kölner Stadtteil Ehrenfeld am 16. Juni 2007. Kurzfristig wurde der Prozess jetzt auf Mittwoch, den 7. Mai verlegt. Ob es sich hierbei um einen Versuch handelt, die gut laufende Mobilisierung zur angemeldeten Solidaritätskundgebung zu schwächen, oder lediglich um Unvermögen der Behörden, darüber kann nur spekuliert werden.

Sina Weinreich von der antifaschistischen Soligruppe sagte hierzu: "Sollte es sich hierbei um einen Versuch handeln, uns zu demoralisieren, dann müssen wir die Behörden leider enttäuschen. Derartiges Vorgehen hat sich in Köln und anderswo bereits in der Vergangenheitbereits mehr als kontraproduktiv erwiesen. Wir als UnterstützerInnen lassen uns davon mit Sicherheit nicht beeindrucken, sondern bedanken uns für einen weiteren Monat Vorbereitungszeit. Eine Kundgebung zum Prozesstermin ist bereits angemeldet. Und auch die Vorverlegung auf 8:30h ist für uns nur ein Anreiz, zum sowieso geplanten gemeinsamen Frühstück zusätzlich noch einen Weckdienst anzubieten."

Datum: 7. Mai 2008
Ort: Amtsgericht Köln, Luxemburger Straße 101
Infos ebenfalls unter: geblockt-koeln.de

Das Haus geht - Das ECE (Kommerzzentrum) kommt - Nein Danke"

Demonstration für Subkultur und Freiräume am 24.04.08 um 13.00 Uhr, Silberstr. 36, Dortmund/ nähe Galeria Kaufhof und MC Donalds

Anlässlich des Ratbeschlusses am 24.04.08 zum Bau des Einkaufszentrums auf dem Gelände der Thierbrauerei möchten wir zeigen, dass Dortmund mehr zu bieten hat als eine Aneinanderreihung
pseudoprofitträchtiger Konsumsymbole. Wir wollen nicht mehr dabei zusehen, wie unsere angebliche Kulturstadt Kapital mit Kultur verwechselt, und dabei alles aussonder, was sich kein schickes Gesicht aufgesetzt hat.

Subkulturen etablieren! Dafür rufen wir zu einer bunten, ideenreichen Demo auf, wir selbst werden einiges vorbereiten und hoffen noch auf viel Unterschützung. Erscheint zahlreich und mobilisiert alle Freunde!

Infos: hippiehaus.wordpress.com

UnterstützerInnen: Ak freiraum/ Attac campus Dortmund/ Frauen-Friedensinitiative Dortmund/ die Links-Jugend.Solid/ Linke Liste Uni-Dortmund/ Die Linke/ X-Tausendmal Quer Dortmund/Bochum/ SJD- Falken Dortmund/ Antifa Lünen/ Info Netz Düsseldorf/ FreiraumTanz Bochum/ Dortmund Montagdemo/ Sozialforum Dortmund/ www.wirrettendiewelt.de

Die Schlacht bei Pelkum im Jahr 1920: Radour von Bönen bis Hamm

Wann? Am 27.04.2008

13. März 1920: In Berlin putschten reaktionäre Freikorps, um die noch junge Weimarer Republik zu beseitigen. Die damalige sozialdemokratisch geführte Regierung musste fliehen. Vor ihrer Flucht hatte sie noch zum Generalstreik aufgerufen, dem ungefähr 12 Millionen BürgerInnen in ganz Deutschland folgten. Im Ruhrgebiet griffen Arbeiter zu den Waffen. Die Märzrevolution wurde zum größten Arbeiteraufstand in der deutschen Geschichte. Arbeiter- und Vollzugsräte versuchten eine neue Ordnung zu etablieren. Rund drei Wochen dauerte dieser Versuch, dann wurde er von Reichswehr- und Freikorpstruppen in einem Blutbad erstickt.

Während des Rückzuges der Roten Ruhrarmee kam es in Pelikum bei Hamm am 1. April 1920 noch zu heftigen Kämpfen zwischen Einheiten der Roten Ruhrarmee und der Brigade Epp. Nach dieser Schlacht wurden etwa 74. Arbeiter gefangengenommen und von Freikorpssoldaten erschossen.

Auf dieser Radtour werden wir uns mit Ursachen und Verlauf der Märzrevolution im Jahr 1920 beschäftigen, insbesondere mit der Schlacht bei Pelikum. Wir werden Orte des Kampfes und Erinnerungsstätten aufsuchen.

Bitte Fahrradflickzeug nicht vergessen!

Treffen: Bochum Hbf, mit dem Zug geht weiter bis nach Bönen
Uhrzeit: 9.00 Uhr
Teilnahmegebühr: 5,00 Euro
VeranstalterIn: Ludwig Quidde Forum in Kooperation mit der Bochumer Geschichtswerkstatt

Anmeldung erforderlich und bitte unter e-mail

Kritik zu Lukas Bärfuss Roman aus junge Welt vom 19.4.08

aus der Fauchrundmail 19.4.2008

Wie ein Insekt

Literatur und Engagement (12): Lukas Bärfuss’ Roman über den Vökermord in Ruanda pflegt rassistische Afrika-Klischees

Thomas Wagner in der jungen Welt vom 19.4.08

Glaubt man den zum Teil enthusiastischen Kritiken, die der auch in Deutschland viel gespielte Schweizer Dramatiker Lukas Bärfuss für seinen Roman »Hundert Tage« erhalten hat, ist die Geschichte der politischen Literatur dieser Tage um einen Höhepunkt bereichert worden.

Der 1971 geborene Autor habe einen »großen, aufwühlenden Roman« (Tagesanzeiger) geschrieben, der »nicht das Fremde im Eigenen sucht, sondern im Fremden das Eigene denunziert« (Woz). In diesem »lesenswerten Unterhaltungsroman« (Zeit) habe der Autor »Wagnis, einen Genozid zu erzählen« gemeistert und zwar »mit Bravour« (taz).

Tatsächlich verfehlt Bärfuss sein komplexes Thema und schreibt zu allem Übel einen rassistischen Diskurs der Kolonialzeit fort, in dem die europäischen Herren auf der Seite der Vernunft und ihre afrikanischen Untergebenen auf der Seite irrationaler Gewalt verortet werden.

Er erzählt die Geschichte des Entwicklungshelfers David Hohl, der 1994 für eine große Schweizer Entwicklungshilfeorganisation in Kigale, der Hauptstadt von Ruanda gearbeitet hat und, zurückgekehrt in die Schweizer Berge, seine Erlebnisse einem Schulfreund erzählt. Er wurde zum Augenzeugen jener grauenhaften Ereignisse, in deren Verlauf die Bevölkerungsmehrheit der Hutu binnen weniger Wochen 800000 Tutsi mit Macheten und Knüppeln abschlachtete.

Hieran knüpft sich die simple, aber nicht ganz von der Hand zu weisende Botschaft des Romans: Ohne die Vermittlung technischer und administrativer Fertigkeiten durch die tugendhaft fleißigen Schweizer Entwicklungshelfer, wäre der Völkermord in dem bekanntgewordenen Ausmaß nicht möglich gewesen. Ohne die Unterweisung in Disziplin und formale Organisa­tion, läßt Bärfuss seinen Ich-Erzähler reflektieren, »hätten sie keine achthunderttausend Menschen umbringen können, nicht in hundert Tagen«.

Daß Bärfuss die Frage aufwirft, inwieweit sich die Entwicklungshilfe durch ihre Regierungsnähe und einen professionellen Tunnelblick an diesen Mordtaten mitschuldig gemacht hat, ist der große Pluspunkt seines Romans. Was ihn dennoch zum literarischen Desaster macht, ist seine neokolonialistische Perspektive, die fehlbare, aber vernünftige Europäer pauschal den bestenfalls halbzivilisierten Afrikanern gegenüberstellt, die ihre guten Manieren jederzeit gegen ebenso unverständliche wie grausame Riten einzutauschen bereit sind.

Symptomatisch für die abschätzige Erzählhaltung ist die zentrale Liebesgeschichte zwischen Hohl und seiner afrikanischen Geliebten Agathe, in die Bärfuss die schlimmsten Zutaten einer Kolonialerotik hineingerührt hat: Die Frau ist eine exotische Schönheit, wild im Bett und hat ein undurchschaubar dunkles Herz, das sich letztendlich als das einer im Parteiauftrag rücksichtslos mordenden Mobführerin zu
entpuppen scheint. Doch bleibt der Entwicklungshelfer der Frau, die er schon bald als »kleine, bornierte, verschlagene, sadistische Rassistin« verachtet, sexuell hörig. »Ich ahnte, daß ihre Einstellung und der Höllenfick von letzter Nacht irgendwie zusammenhingen«.

Als er einen verletzten Bussard gesund zu pflegen versucht, manifestieren sich die grausamen Züge der Bettgespielin, die das Tier am liebsten wie ein Insekt totschlagen würde. Der Ich-Erzähler sieht daraufhin unter der Maske empfindsamer Zivilität eine archaische Mentalität der Afrikanerin aufscheinen, die sich dem Verständnis eines kultivierten Menschen zu entwinden scheint: »Da saß wieder die andere Frau, nicht die Agathe, die in Brüssel studierte, dieselbe Musik mochte wie ich und abgesehen von ihrer Hautfarbe mir ziemlich ähnlich war. Jetzt gehörte sie einer anderen Kultur an, ich sah die Nachfahrin von afrikanischen Bauern, die in einem ewigen Kampf mit der Natur stehen, unfähig, weiter als bis zur nächsten Mahlzeit, wenn es hochkommt, bis zur nächsten Ernte zu denken.« Davids erfahrener Kollege Paul beschreibt seine afrikanische Klientel noch pauschaler als heimtückische Primitive: »Ihr Interesse an der Entwicklung war eine einzige Tarnung, eine erfolgreiche Methode, um in Ruhe gelassen zu werden, damit sie in aller Heimlichkeit ihre überkommenen Sitten pflegen könnten, ihren Aberglauben, ihr Mißtrauen, ihre Clanwirtschaft, ihre ganze verdammte Negermentalität.«

Zwei Jahre lang soll Bärfuss für seinen Roman recherchiert, mit Augenzeugen des Genozids geredet haben. Die Aussagen von Afrikanern scheinen dabei keine große Rolle gespielt zu haben. Anders läßt es sich kaum erklären, daß es in dem Buch praktisch keine Stelle gibt, in der auch nur andeutungsweise durchscheinen würde, daß Bärfuss eine Distanz zu den rassistischen Klischees einnimmt, die er seine Haupt- und Nebenfiguren äußern läßt. Angesichts des Massenmords werden die Afrikaner vom Ich-Erzähler unterschiedslos zu Untermenschen deklariert, erscheinen als »wilde Tiere, die sich gegenseitig zerfleischen«.

Gepostet von
Revolutionärer Aufbau Schweiz

Bundesregierung exportiert Repressions-know how in Sachen G8

PM von Ulla Jelpke, So., 20.04.2008

Zur Zusammenarbeit deutscher mit japanischen Sicherheitsbehörden anlässlich des G8-Gipfels hat die Fraktion DIE LINKE eine Kleine Anfrage (Drs. 16/8685) eingereicht. Zur Antwort der Bundesregierung erklärt die innenpolitische Sprecherin Ulla Jelpke:

Deutschland leistet Japan Schützenhilfe, um gegen Globalisierungskritiker vorzugehen.

Wie aus der Antwort hervorgeht, versorgt die Bundesregierung die japanischen Behörden mit umfangreichen Informationen anlässlich des bevorstehenden G8-Gipfels auf der japanischen Insel Hokkaido im Juli dieses Jahres. Dazu gehören Personendaten, Angaben zu Organisationen und zum Bundeswehreinsatz.

So betont die Bundesregierung, dass „im Rahmen der datenschutzrechtlichen Möglichkeiten jede Information übermittelt wird, die für die Einschätzung der Gefährdungslage in Japan zum G8-Gipfel erforderlich erscheint.“ Diese gummiweiche Formulierung kennt offenbar keine Grenzen: „In Beantwortung eines Fragenkatalogs der National Police Agency hat das Bundeskriminalamt Informationen zu globalisierungskritischen Organisationen mitgeteilt“, heißt es in der Antwort. Dabei wurden ausdrücklich auch Angaben zu „nicht extremistischen“ Gruppen gemacht. Außerdem hat sich die japanische Polizei über Versammlungsverbote, Zaun, Käfige usw. in Heiligendamm informiert.
Entsprechende Informationen will die Bundesregierung „auch künftig auf japanische Anfrage soweit möglich zur Verfügung“ stellen.

Das stärkste Interesse der japanischen Regierung gilt dem Bundeswehreinsatz, der letztes Jahr gegen Globalisierungskritiker in Heiligendamm stattfand. Zweimal hat sich der japanische Militärattaché im Verteidigungsministerium über den Einsatz informieren lassen.
Damit bestätigen sich Befürchtungen japanischer Globalisierungskritiker, dass die japanische Regierung einen ähnlichen Militäreinsatz zum Gipfel anordnen wird – obwohl auch in Japan solche Inlandseinsätze verboten sind.

Deutschland exportiert sein Repressions-know how - hiergegen ist auch der Protest der deutschen und europäischen Globalisierungskritiker notwendig.


Dieser Beitrag enthält eine angehängte Datei, bitte hier klicken um die Datei zu öffnen.

Dieser Beitrag enthält eine weitere angehängte Datei, bitte hier klicken um die Datei zu öffnen.

Samstag, 19. April 2008

Rundreise zwecks Buchvorstellung: "Die großen Streiks. Episoden aus dem Klassenkampf"

von FAU Berlin

In einer Veranstaltungsrundreise vom 18.4. - 22.5. werden die Herausgeber Holger Marcks und Matthias Seiffert ihr im April beim Unrast Verlag erscheinendes Buch vorstellen, das aus einer Artikelserie in der "Direkten Aktion" hervorgegangen ist.

Das Buch "Die großen Streiks" umfasst eine Reihe von bedeutenden und kämpferischen Streiks des 20. Jahrhunderts, die weitgehend in Vergessenheit geraten sind. Vom einfachen Lohnkampf bis zum Generalstreik, vom Erfolg auf ganzer Linie bis zum totalen Fiasko.

Erfasst werden dabei die verschiedenen Phasen und Formen des Arbeitskampfes. Es werden die Ereignisse und Entwicklungen dargestellt, die Hintergründe erläutert und durch Porträts der ProtagonistInnen vertieft. Die geschilderten Arbeitskämpfe stehen exemplarisch entweder für bestimmte Streikformen oder die ArbeiterInnenbewegung in einer bestimmten Phase oder Region. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt dabei auf den Spannungsfeldern von Basis und Gewerkschaftsführung sowie deren (widersprechenden) Interessen und Strategien.

Mit Beiträgen von: Felix Baum, Osvaldo Bayer, Jon Bekken, Jan Benger, Jérémie Berthuin, Sylvie Chauvet, Helge Döhring, Heiko Grau-Maiwald, Tamara Jagelovsk, Holger Marcks, Lou Marin, Rudolf Mühland, Lars Röhm, Michael Schmidt, Matthias Seiffert, Heiner Stuhlfauth, Nicole Ulrich, Lucien van der Walt, Klaus Weller und Mathias Wittau.


Termine:


18.4. Berlin, 20.00 Uhr
FAU-Lokal, Straßburger Str. 38
VeranstalterInnen: FAU Berlin


22.4. Potsdam, 20.00 Uhr
Kontext, Herrmann-Elflein-Str. 32
VeranstalterInnen: FAU Potsdam


24.4. BAIZ, 19.00 Uhr
BAIZ, Christinenstr. 1
VeranstalterInnen: BAIZ


26.4. Leipzig, 17.00 Uhr
Gießer16, Gießerstr. 16 (im Rahmen des Gießerfestes)
VeranstalterInnen: FAU Leipzig / Gießerfest


1.5. Hannover, 15.00 Uhr
UJZ Kornstraße, Kornstr. 28-30 (im Rahmen des 5. sozialrevolutionären
1.Mai-Festes der FAU Hannover)
VeranstalterInnen: FAU Hannover


2.5. Neustadt a.d.W., 19.30 Uhr
Wespennest, Friedrichstr. 36


3.5. Saarbrücken / St. Ingbert, 18.00 Uhr
JUZ St. Ingbert, Pfarrgasse 49
VeranstalterInnen: Initiative FAU Saarbrücken


4.5. Mannheim, 20.00 Uhr
ArbeiterInnen-Sportverein, Beilstr. 9
VeranstalterInnen: Anarchistische Gruppe Mannheim


5.5. Landau, 19.00 Uhr
Akropolis, Königstr. 20


6.5. Frankfurt [Ort und Uhrzeit stehen noch nicht fest]


7.5. Marburg, 20.00 Uhr
Havana 8, Lahntor 2
VeranstalterInnen: Linke Fachschaft 03 Marburg


8.5. Bremen, 20.00 Uhr
Naturfreundehaus, Buchtstr. 14-15
VeranstalterInnen: FAU Bremen


13.5. Kiel, 19.30 Uhr
Alte Meierei, Hornheimer Weg 2
VeranstalterInnen: FAU Kiel


14.5. Oldenburg, 20.00 Uhr
Alhambra, Hermannstraße 83
VeranstalterInnen: Alhambra


15.5. Bielefeld, 19.30 Uhr
AJZ (Kinosaal), Heeper Str. 132
VeranstalterInnen: FAU Bielefeld


17.5. Münster, 20.00 Uhr
Don Quijote, Scharnhorststr. 57
VeranstalterInnen: FAU Münster


18.5. Düsseldorf, 18.00 Uhr
Kulturcafé Solaris, Kopernikusstr. 53
VeranstalterInnen: FAU Düsseldorf


19.5. Aachen, 20.00 Uhr
Welthaus, An der Schanz 1
VeranstalterInnen: FAU Aachen


20.5. Duisburg, 20.30 Uhr
Djäzz, Börsenstr. 11
VeranstalterInnen: FAU Duisburg / Indymedia Kino


21.5. Bonn, 20.30 Uhr
Netzladen, Wolfstr. 10 (Hinterhaus)
VeranstalterInnen: FAU Bonn


22.5. Köln, 20.00
Allerweltshaus, Körnerstr. 77-79
VeranstalterInnen: IWW Köln


(Weitere Veranstaltungen befinden sich Planung. Anfragen sind willkommen.)

Kontakt: die-grossen-streiks@gmx.net

http://www.unrast-verlag.de/unrast,2,282,7.html

Donnerstag, 17. April 2008

Gegen rechten Martyrerkult und rechte Bürgerkriegsphantasien - Auf zur Antifaschistischen Demonstration am 26.4.2008 in Stolberg

In dem nahe bei Aachen gelegenen Städtchen Stolberg wittern Nazis ihre Chance, einen tödlich verlaufenen Streit zwischen Jugendlichen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und die gewaltsame Vertreibung der eingewanderten Teile der Bevölkerung voranbringen zu können.


Die extreme Rechte hat ein Problem: Das Volk, dessen Willen sie zu vollstrecken vorgibt, existiert weniger denn je. Die von deutschen NationalistInnen im 19. Jahrhundert in die Welt gesetzte Behauptung, die Bewohner der Staaten des deutschen Bundes und später des deutschen Reiches und der Bundesrepublik seien miteinander durch gemeinsame Abstammung von einem mythischen Urvolk, den Germanen, verbunden, ist offensichtlich unhaltbar geworden. Wie so oft bevor, setzte vor 40 Jahren eine weitere Einwanderungswelle ein, als deren Folge ein relevanter Teil der Bevölkerung Deutschlands Einwanderer sind oder von ihnen Abstammen. Heute lehren an deutschen Hochschulen schwarze Dozentinnen, Krankenversicherungsvorgänge werden von den Enkeln türkischer EinwanderInnen bearbeitet und auch die Namen so manches Polizisten und mancher Polizistin deutet darauf hin, dass er oder sie wohl kaum ohne Umwege von Hermann dem Cherusker abstammt.

Die Ergebnisse dieser Einwanderungswelle sind nicht rückgängig zu machen. Doch selbst nachdem sich in der "weißen deutschen" Mehrheitsgesellschaft diese Erkenntniss durchgesetzt hat und sich "die Politik" endlich der Gestaltung der Einwanderungsgesellschaft annimmt, halten die Nazis an ihren Vorstellungen eines homogenen, weissen "deutschen Volkes" fest. Vordenker der extremen Rechten wie der sächsische NPD-Landtagsabgeordenete Jürgen W.Gansel entwerfen "Rückführungspläne", Pläne zur Vertreibung relevanter Teile der Bevölkerung, die etwa für als Kinder aus Indien adoptierte Deutsche die Vertreibung nach Kanada vorsehen.


Projekt ethnische Säuberung

Die Umsetzung solcher Pläne ist unter den Bedingungen friedlicher und zivilisierter Zustände sowie einer prinzipiellen Gleichheit vor dem Gesetz nicht denkbar. Die Nazis müssen, um ihre Vertreibungspläne umsetzen zu können, Krieg in die Bevölkerung tragen. Zu diesem Zweck versuchen sie, beliebige Konflikte zu ethnisieren, als Auseinandersetzung zwischen "den Deutschen" und "den Ausländern" darzustellen.

In Stolberg griffen sie einen Todesfall auf, bei dem in einer Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen ein weisser Deutscher von einem Staatenlosen erstochen wurde. Der Tote, so verkünden die Nazis im Internet und in den Kommentarleisten der Lokalpresse, sei als Deutscher ermordet worden, von einem Ausländer. Auf einem ersten Aufmarsch am Tage nach dem Todesfall drohten Nazis aus ganz Nordrhein-Westfalen der eingewanderten Bevölkerung in Sprechchören mit kollektiver "Bestrafung": "Auch Türken haben Namen und Adressen"drohte der Nazimob.. Die Polizei drängte die Betreiber von Kebab- und Gyrosbuden, ihre Geschäfte während des Aufzuges geschlossen zu halten. In ihrem Bestreben, sich den Einwanderern und Schwarzen Deutschen in Stolberg als "rächender" Lynchmob zu präsentieren, schreckten die Nazis selbst vor dem Einsatz von Reizgas gegen PolizistInnen nicht zurück.

Erlogene Martyrer

Die Versuche der Nazis, unter Hinweis auf angebliche Trauer Verständnis für ihre Drohungen und Gewalttaten einzufordern erwiesen sich inzwischen als Verdrehungen und Lügen. Die Eltern des ums Leben gekommenen Jugendlichen traten offensiv den Versuchen der Nazis entgegen, den Getöteten als Märtyrer für sich zu vereinnahmen. Die Nazis sehen sie seitdem als VerräterInnen an der "deutschen Sache" an. Die lokale Bevölkerung rechnet mit mit Übergriffen der Nazis auf die Elteren.

In Stolberg tritt die extrem rechte Thematisierung von "Ausländerkriminalität" als das Zutage, was sie ist: Der Versuch, rassistische Spannungen zu schüren und das Projekt eines Vetreibungsverbrechen voranzutreiben. Die Opfer von Gewalttaten, ihre Freunde und Angehörigen sind ihnen egal. Ihr Ziele sind genauso verbrecherisch wie ihre Methoden.
Alle, denen eine offene Gesellschaft und eine friedliche Gestaltung der Einwanderungsgesellschaft am Herzen liegen, sind dazu aufgerufen, in Stolberg zu demonstrieren. Zeigen wir der Stolberger Bevölkerung gleich welcher Herkunft und Hautfarbe, dass wir sie nicht mit Nazihorden aus ganz NRW und bundesweit allein lassen. Ermutigen wir sie, dem braunem Bodensatz entgegen zu treten. In Stolberg und überall.


Was tun? Und wer? Wir!

Die Menschen in Stolberg brauchen unsere Hilfe, die Hilfe von Menschen, die in Initativen und Netzwerken aktiv sind. Wir müssen ihnen zeigen, dass man und frau auch ohne Mandat einer Partei oder eines parlamentarischen Gremiums, als AnwohnerInnen, hier lebende Menschen aktiv werden kann. Dass können nur wir.

Mobilisiert zur Antifa-Demo nach Stolberg. Informiert Euch über die aktuellen Ereignisse z.B. auf http://www.bnr.de , http://www.antifa-aachen.org/ oder http://www.fau-aachen.net/
Bringt eure Erfahrungen in den Protest in Stolberg ein. Wie wäre es mit reclaim the streets-Aktionen? Oder eine door-knooking-Aktion, um StolbergerInnen anzusprechen?
Bietet einen lokalen Treffpunkt an eurem HBF an - um mit möglichst vielen Leuten gemeinsam zu den Gegenaktivitäten nach Stolberg bei Aachen zu fahren. Bildet Bezugsgruppen.

Macht den Satz wahr: Keine Neonazis lokal und anderwo!


Also nutzt bitte die Zeit für die Mobilisierung, damit wir am 26. April eine große und starke Antifaschistiche Demo hinbekommen.

Datum: Samstag, den 26.April 2008, 09:00 Uhr
Ort: Kaiserplatz, Stolberg (bei Aachen), Karte!
Info: Autonome Undogmatische Antifa Aachen, Termin steht fest!

attac campus bochum/le chat pitre

Pressemitteilung Aachener AntifaschistInnen zum Wohnhausbrand in Eschweiler

veröffentlicht FAU Aachen am Montag, 14. April 2008

Aachen / Eschweiler. Nach der Neonazidemonstration in Stolberg bei Aachen brannte Samstagabend ein Haus in Eschweiler. In selbigem Haus wohnt die Familie eines Menschen, der seit Tagen in Zusammenhang mit den Ereignissen in Stolberg von Neonazis bedroht wird. Die Äußerungen der FaschistInnen sprechen eine klare Sprache. So wurden mehrfach Morddrohungen über Neonazi-Homepages veröffentlicht. Auf einem rechten Aufmarsch in Stolberg skandierten Neonazis jüngst gegenüber MigrantInnen Parolen wie: „Wir kriegen Euch alle!“. Vergasung, Vernichtung, Mord und „Rache“ wurde gefordert und propagiert.

Nun sieht alles so aus, als ob die extreme Rechte zur Tat schreitet. Der Zusammenhang zwischen Morddrohungen und dem Wohnhausbrand liegt mehr als nahe. Dass bei diesem ‚nur’ drei Menschen verletzt wurden, ist schlicht großes Glück. Wer Häuser, in denen Menschen leben, anzündet, versucht zu morden.

Dies ist eine weitere Eskalationsstufe der Gewalt der NeofaschistInnen in und um Aachen. Schon seit etlicher Zeit formiert sich diese Szene weitestgehend unbeachtet in Aachen und im Aachener Umland, in Schulen, auf dem Aachener Tivoli. Dass faschistische Propaganda ihre konkreten Effekte hat, davor warnen AntifaschistInnen seit jeher.

Um gegen die zunehmende rassistische und faschistische Gewalt in Aachen und Umgebung, gegen die Aufmärsche in Stolberg zu protestieren, fand am heutigen Sonntagabend eine spontane Demonstration von rund 80 Personen durch die Aachener Innenstadt statt.

Trauermarsch reloaded

Die NPD im Rheinland und Westfalen hat für den 26.04.2008 einen weiteren Trauermarsch um 11.00 Uhr in Stolberg angemeldet. Sie haben sich für einen Treffpunkt bereits um 10.00 Uhr verabredet. Unter dem Motto "Gegen Ausländerkriminalität und Inländerfeindlichkeit" wollen sie erneut durch das hauptsächlich von MigrantInnen bewohnte Stolberger Mühlenviertel ziehen. Mehr Infos zur geplanten Gegendemonstration werden in Kürze veröffentlicht.

Information, Quelle und Dokumentation auf:
FAU Aachen
Weiter Informationen: http://klarmann.blogsport.de

GegenRechts: Stolberg steht zusammen gegen Neonazis und NPD

Pressemitteilung/bericht bei klarmann am 17.04.2008

Stolberg. Unter dem Motto „Stolberg steht zusammen“ veranstaltet man am Freitag, 25. April, ab 18 Uhr im Stadtteil Mühle eine multikulturelle Kundgebung: Das parteiübergreifende Stolberger „Bündnis gegen Radikalismus“ verurteilt ausdrücklich die Tatsache, dass rechtsradikale Gruppen die schrecklichen
Ereignisse in der Nacht zum 5. April zu ihren politischen Zwecken missbrauchen. Der Auslöser für die Auseinandersetzung, bei der ein junger Mann erstochen wurde, ist laut polizeilichem Ermittlungsergebnis nachweislich im privaten und persönlichen Umfeld angesiedelt. Diesen tragischen Tod nun zu volksverhetzenden Kampagnen und zwei bedrohlichen Aufmärschen zu nutzen, ist besonders verwerflich [1]. Auf keinen Fall dürfen nun Unschuldige unter den Folgen dieser bedauernswerten Tat leiden. Das bürgerliche Bündnis betont, für ein harmonisches Zusammenleben aller friedfertigen Menschen in unserer Stadt einzustehen, egal aus welchem Kulturkreis sie stammen. Dies möchte das Bündnis unterstreichen mit einer multikulturellen Kundgebung „Stolberg steht zusammen” am Freitag, 25. April, ab 18 Uhr im Stadtteil Mühle. Alle Bürger, die zu diesen Werten stehen, sind herzlich dazu eingeladen. Radikalismus jeglicher Form hat in unserer Stadt keine Lobby! [Textquelle: BgR-Infotext]

[1] Über die Tat und ihre Vereinnahmung hat „Klarmanns Welt“ mehrfach ausführlich berichtet; Interessierte nutzen bitte die Suchmaske oben rechts im Blog und geben die Begriffe „Stolberg“ und/oder „Märtyrer“ ein.


Bürgerinitiative zeigt Flagge gegen Neo-Nazis

Pressemitteilung "Bochult stellt sich quer"

Samstag, 19. April, 16 Uhr Neutorplatz

Unter dem Motto „Keinen Fußbreit den Neo-Nazis“ ruft die Bürgerinitiative „No Nazis- Bocholt stellt sich quer!“ für Samstag, 19. April, um 16 Uhr zur Teilnahme an einer Kundgebung auf dem Neutorplatz in Bocholt auf. Die Aktion der Bürgerinitiative richtet sich gegen Neo-Nazis, die am selben Tag in der Bocholter Innenstadt eine Mahnwache planen.

Aufruf zum herunterladen - einfach anklicken!

Anfahrplan und Stadtplan Bocholt - einfach anklicken!

Faschismus ist keine Meinung - Faschismus ist ein Verbrechen!

Aufruf des VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der AntifaschistInnen) - Stadtvereinigung Recklinghausen zur Demonstration am 26. April 2008 in Recklinghausen aus Anlass des 75. Todestages von Albert Funk:

Am 27. April 1933 wurde Albert Funk im Polizeipräsidium Recklinghausen von den Nazis durch unmenschliche Folter in den Tod getrieben. Am 2. Mai wurden im ganzen Reich die Gewerkschaftshäuser gestürmt und die Gewerkschaften verboten.

Wenige Monate vorher hatten rechte und konservative Kräfte entgegen allen Warnungen der Arbeiterparteien SPD und KPD den Hitler-Faschisten zur Macht verholfen. Unterstützt wurde die Nazipartei durch einflussreiche Kreise der deutschen Wirtschaft und der Schwerindustrie.

Der Terror der Nazis richtete sich sofort gegen die organisierte Arbeiterbewegung, gegen Gewerkschafter, Sozialdemokraten und Kommunisten. In den Jahren 1933 bis 1945 wurden Zehntausende antifaschistischer Arbeiter von den Nazis verfolgt, gefoltert und ermordet. Das Recklinghäuser Polizeipräsidium wurde zum Sitz der Gestapo-Leitstelle Nord. Von hier aus organisierten die Faschisten den Terror gegen die Arbeiterklasse. Allein im Recklinghäuser Polizeipräsidium fanden drei Antifaschisten den Tod. Hunderte Arbeiterinnen und Arbeiter aus dem Landkreis Recklinghausen wurden von dort aus nach grausamster Folter in die Konzentrationslager des Deutschen Reiches verschleppt.

Wir halten aus Anlass des 75. Todestags von Albert Funk, Bergmann und Reichstagsabgeordneter der KPD, die Erinnerung an den Terror der Nazis gegen ihre politischen Gegner aufrecht.

Wir demonstrieren dafür,

o dass mit einer Mahntafel am Recklinghäuser Polizeipräsidium an dessen Funktion im Nazi- Reich und des Leids der hier inhaftierten Antifaschisten erinnert wird.
o dass im Recklinghäuser Stadtgebiet eine Straße nach Albert Funk benannt wird.
o dass in Recklinghausen eine Forschungs- und Informationsstätte für Schüler und andere Interessierte zu Widerstand und Verfolgung im Nazi-Deutschland eingerichtet wird.

Wir demonstrieren gegen die Gewalttaten der heutigen Nazis, gegen den Angriff brauner Verbrecher auf das linke Büro in Recklinghausen vor wenigen Wochen.

Wir unterstützen die Forderung der VVN-BdA nach einem sofortigen Verbot der NPD, wissend, dass das allein nicht ausreicht.

Faschismus ist keine Meinung - Faschismus ist ein Verbrechen

Dienstag, 15. April 2008

Straffreiheit nach 1945 durch Lügen, Verdrängen, Vergessen

Veranstaltungshinweis

S
traffreiheit nach 1945 durch Lügen, Verdrängen, Vergessen

“Ich kann mich nicht entsinnen.” So lautete der Titel einer Einladung des Schauspielhauses am Sonntag zu einer szenischen Lesung aus Vernehmungsprotokollen und Akten über die polizeilichen und richterlichen Ermittlungen im Jahr 1949 gegen die Verantwortlichen für den Pogrom am 9. November 1938, als die Bochumer Synagoge niedergebrannt und jüdische Geschäfte geplündert wurden. Elmar Goerden konnte zunächst ein erfreuliches Gedrängel in der überfüllten Speisekammer begrüßen. Klaus Tenfelde und Ingrid Wölk führten in die Thematik ein. Dass Bochum NSDAP-Gau-Hauptstadt und Nazi-Hochburg geworden war, versuchte Tenfelde u. a. damit zu erklären, dass in Bochum die evangelische und katholische Konfession gleich stark aufeinander trafen. Einen empirischen Beleg für diese These brachte er nicht. (weiterlesen)

Kundgebung vor der Zentralen Ausländerbehörde Dortmund

Aufruf transnationales Aktionbündnis
An drei Tagen in dieser Woche,  am 16.,
17. und 18. April, 
werden erneut
abgelehnte
AsylbewerberInnen aus der geamten Bundesrepublik zu
so
genannten Sammelanhörungen in die Zentrale
Ausländerbehörde in Dortmund
gebracht werden.

Solche Anhörungen dienen dazu, die Vorgeführten als Staatsangehörige bestimmter Länder "identifizieren" zu lassen - meistens durch Botschaftsangehörige, aber auch durch Delegationen der angenommenen  Herkunftsländer - damit sie dorthin abgeschoben werden können.

Am 16.04. findet eine Anhörung für vermeintliche Staatsangehörige Burundis statt; für den 17. und 18.04. sind vermutliche Staatsangehörige der Demokratischen Republik Kongo vorgeladen.

Wir wollen am Donnerstag, dem 17.04., ab 10:00 Uhr vor der Zentralen Ausländerbehörde gemeinsam mit MigrantInnen und Flüchtlingen aus der
Demokratischen Republik Kongo gegen diese Abschiebeanhörungen protestieren!

Die Adresse ist:

Zentrale Ausländerbehörde Dortmund
Kaiserstraße 129 - 131
44143 Dortmund

KEINE ABSCHIEBUNGEN !
KEINE ABSCHIEBEANHÖRUNGEN !

Und wir freuen uns natürlich über alle, die kommen.

Russland: Aufruf zur Aktionswoche gegen Polizeibrutalitaet 11.-20. April 2008 (en)

Fehlverhalten der Polizei überrascht heutzutage in Russland niemanden. Missachtung des Gesetzes, Verletzung von Rechten, illegale Verhaftungen und Durchsuchungen gelten als Alltag.


Am 4. April wurden sieben junge Männer in Moskau an der U-Bahn-Station Sokolniki von der Polizei verprügelt und illegal verhaftet. Diese Personen hatten keinen Widerstand gegen die Verhaftung geleistet, wie Videos, die ihre Freunde aufgenommen haben, und andere AugenzeugInnen beweisen. Das Einzige, was sie getan hatten, um gegen die illegalen Verhaftungen zu protestieren, war, eine Kette zu bilden und von der Polizei die Einhaltung der Gesetze zu verlangen. Wegen dieses "Verbrechens" (das im Gegensatz zu den Aktionen der Polizei gegen kein Gesetz verstößt), begannen die Polizisten, sie niederzuschlagen, mit Knüppeln zu verprügeln, auf sie einzutreten, Elektroschocker und Handschellen einzusetzen, als ob die Leute vor ihnen nicht unschuldige Jugendliche wären, sondern besonders gefährliche Kriminelle.


Während der folgenden Stunden folterten die Bullen die Verhafteten, darunter drei Minderjährige, auf der Polizeiwache Sokolniki brutal. Die Verhafteten wurden mit Knüppeln geschlagen, getreten, mit Stühlen geschlagen, ihre Köpfe wurden gegen Wände geschlagen und sie bekamen Elektroschocks am ganzen Körper, Kopf und Leiste eingeschlossen. Während der Folter rissen die Bullen noch chauvinistische und rassistische Sprüche. Einer der gefolterten Jungs erlitt wegen der Elektroschocks einen Herzinfarkt, bekam aber keine geeignete medizinische Versorgung.


Als die Eltern der Verhafteten zur Wache kamen, erzählten ihnen die Bullen, dass "niemand auf der Wache auch nur angefasst" worden sei und die ganzen Verletzungen von einer Straßenschlägerei seien (die die Bullen laut eigener Darstellung in den Medien verhindert hatten). Die Verhafteten bekamen ihr Eigentum nicht zurück, der Pass eines Verhafteten wurde von der Polizei einbehalten.


Sämtliche Krankenhäuser, an die sich die gefolterten Jugendlichen wandten, weigerten sich, die Verletzungen zu attestieren, wozu sie gesetzlich verpflichtet sind, weil die ÄrztInnen erfuhren, dass die Wunden das Ergebnis von Polizeibrutalität sind. So soll es den Gefolterten unmöglich gemacht werden, die Polizei zu verklagen. Offensichtlich hat die Polizei so gute Beziehungen zum Gesundheitssystem. Die Polizei leitete auch Strafermittlungen gegen die Gefolterten ein, der Artikel "gewaltsamer Widerstand gegen Polizeibeamte" ist eine Straftat, auf die bis zu fünf Jahre Gefängnis stehen.


Es ist uns klar, dass solche Praktiken in dieser (und vielen anderen) Polizeistationen vorkommen, und nicht zum ersten Mal. Viele Verbrechen werden so "aufgeklärt". Weil die Vorgesetzten von der Polizei eine stabile Aufklärungsquote verlangen, werden immer wieder unschuldige Leute verhaftet und unter Folter gezwungen, "Geständnisse" zu unterschreiben.


Meistens fürchten sich die Opfer, gegen die Polizei zu klagen, weil sie vor ihr Angst haben und sowieso nicht glauben, in diesem System Recht bekommen zu können. Die BeamtInnen haben sich daran schon lange gewöhnt und walten ungestraft. Und je mehr solche Fälle es gibt, desto selbstsicherer fühlen sich die Kriminellen in den grauen Uniformen.


Diesen Freitag, 11. April, fand am Slawjanski-Platz in Moskau eine große Demonstration gegen Polizeibrutalität statt (siehe http://de.indymedia.org/2008/04/213126.shtml), um die Gefolterten von der Sokolniki-Wache und alle Opfer der Polizeibrutalität in der Stadt zu unterstützen!


Wir rufen Euch auf, die Woche gegen Polizeibrutalität vom 11. bis 20. April zu unterstützen! Wir bitten Euch, Solidaritäts-Mahnwachen oder andere Aktionen für die Opfer der Polizeibrutalität in Russland vor der russischen Botschaft bei Euch oder an einem anderen geeigneten Ort in Eurer Stadt zu machen!


Zur Zeit ist niemand in Russland sicher vor Polizeibrutalität. Wie der Fall in Sokolniki gezeigt hat, kann jedeR von uns zum Opfer illegaler Handlungen der "Ordnungshüter" werden.


Wir wollen, dass das alles nicht einfach ignoriert werden kann!


Schreibt an unsere Kontaktadresse

acab.ru@gmail.com


Wenn Ihr Unterstützungsaktionen macht, dann macht bitte von allem auch Fotos und Videos!

(en) Russia, A call* to join a week of actions against police brutality 11th -20th of, April 2008!

Date Fri, 11 Apr 2008 09:31:06 +0300



Den Bericht eines der Gefolterten könnt Ihr auf Englisch nachlesen unter: http://ru.indymedia.org/newswire/display/20329/index.php

Madrid: Die CNT-IAA im Streik bei der Metro

Übersetzung von Anarchosyndikat 'eduCat', Köln/Bonn, 2008

Anfang Januar 2008 endete der Streik des Reinigungspersonals bei der U-Bahn in Madrid. Das 'Syndikat verschiedener Berufe' ('Sindicato de Oficios Varios') - also die allgemeine Mitgliedsorganisation der Lokalföderation der CNT-IAA Madrid - sieht das Ergebnis der Aktionen nur teilweise als einen Erfolg. Und das nach einem langen Kampf, der auf Grundlage von direkten Aktionen, Demonstrationen und dem Streik selbst geführt wurde.
Während die Entlassenen und von Strafen Betroffenen ihre Arbeitsplätze zurück bekamen und das Management am Boden war, unterschrieben die Arbeiter/innen schließlich eine Vereinbarung mit den Chefs der Metro, in dem der Stop aller Mobilisierungen und Streiks bis
zum Jahr 2012 festgelegt wurde. Die CNT weigerte sich diese Vereinbarung mit dem Management zu unterschreiben. Die meisten anderen Gewerkschaften in diesem Arbeitskampf schlossen sich dieser Position nicht an. Die kommunistische CC.OO. hatte den Streik noch nicht mal unterstützt und ließ ihre Mitglieder weiterarbeiten.

Die sozialistische UGT und die 'radikale' CGT trafen sich hinter dem Rücken des Streikausschusses zu Verhandlungen mit den Chefs und präsentierten der Belegschaftsversammlung fertige Abmachungen. Die CNT kämpfte ständig darum, dass die Belegschafts­versammlungen das beschlussfassende Organ in diesem und allen anderen Arbeitskämpfen ist.
Stattdessen wurden viele Belegschaftsversammlungen wie politische Veranstaltungen geführt, auf denen die Parteien und die anderen Gewerkschaften den Arbeiter/innen sagten, was sie tun sollten.

Einerseits ist die CNT nur eine von vielen Gewerkschaften, die sich in der Metro von Madrid organisieren, und das zeigt ihre Schwäche. Aber andererseits war die CNT oft die einzige Gewerkschaft, die an den Demonstrationen und Streikposten teilnahm und die Arbeiter/innen und die Öffentlichkeit über die Vorgänge informierte. Diese Tatsache und ihre Argumente zugunsten horizontaler, gleichberechtigter Entscheidungsfindung zeigte, wie handlungsfähig eine Gewerkschaft sein kann, die am Arbeitsplatz organisiert ist und die nicht von staatlichen
Fördergeldern abhängig ist (wie UGT, CC.OO. und CGT).

Der Streik der Metro-Arbeiter/innen in Madrid zeigt mal wieder, dass Gewerkschaften, die ihre Posten im Betriebsrat und Gelder vom Staat annehmen, damit die an Betriebsratswahlen teilnehmen, niemals die Meinungen und Bedürfnisse ihrer Mitglieder vertreten. Nur eine
Gewerkschaft, die absolut unter der Kontrolle und Verantwortung ihrer Mitglieder steht, kann etwas zustande bringen.

Mehr Informationen zum Ergebnis des Streiks:
http://www.cnt.es/sovmadrid/comunicamos4.htm#tomapazymoja (spanisch)

Webseite der CNT-IAA Madrid
http://www.cnt.es/sovmadrid/ (spanisch)

Webseite der Internationalen Arbeiter/innen-Assoziation (IAA)
http://www.iwa-ait.org (spanisch/englisch)

Quelle: Direct Action # 41, Spring 2008,
http://www.direct-action.org.uk/ (englisch)
(Magazin der Solidarity Federation - IAA, http://www.solfed.org.uk/)

Übersetzung: Anarchosyndikat 'eduCat', Köln/Bonn, 2008,
http://anarchosyndikalismus.org

Sonntag, 13. April 2008

"La Biu" in Biel von Räumung bedroht!

aus der Fauchrundmail 13.04.2008

Destruktion von Lebensraum für die Konstruktion von
Parkplätzen. Unser besetztes Doppelhaus am Wydenauweg 38
+ 40 in Biel befindet sich auf einem Grundstück der
zukünftigen N5. Der Bau der Autobahn beginnt nicht vor
2011 ? 2012 und befindet sich aktuell noch in der 
Planungsphase. Es besteht die Wahrscheinlichkeit,
dass sich der Bau noch weiter verzögert. Das Tiefbauamt
des Kantons Bern, Besitzer der Liegenschaft und auch
Bauherr der N5, will auf dem Grundstück temporäre 
Parkplätze bauen. Die Parkplätze sowie die N5 Quartier
verschandeln.
Anstatt auf einen großen Garten, werden die Nachbarinnen
von Ihren Gemeinschaftsgärten auf eine Betonfläche
blicken. Es ist nicht das erste Mal, das Wohn- und
Lebensraum für Parkplätze zerstört werden. Hier istzu erwähnen, dass es in Biel durchaus nicht an
Parkplätzen mangelt, die meisten Parkings im Zentrum
stehen leer!
Darüber hinaus werden durch die vernichtende
Stadtentwicklung zwei Häuser mit Garten, einem Bistro,
einem Freeshop, einem Konzertraum, einer Bibliothek
etc. verschwinden. Ist es nicht absurd, Abstellplätze
für Autos einem vielfältigen Lebensraum vorzuziehen?
Seit dem Beginn der Besetzung am 4. Juni 2007 haben wir
Verhandlungen mit den Besitzern geführt, um eine für
beide Parteien annehmbare Lösung zu finden. Wir haben
rund 60 bauliche Renovationsmassnahmen, die vom 
Tiefbauamt auferlegt wurden erfüllt, darunter Arbeiten
am Dach und den Kaminen, Installation von Heizungen,
alle sanitären und elektrischen Installationen etc.
Diese Arbeiten wurden auf unsere Kosten von einem 
Architekten, der Feuerpolizei sowie einem
konzessionierten Elektriker abgenommen. Alle diese
Arbeiten beanspruchten mehrere hundert Stunden Arbeit
unter Unterstützung von dutzenden externen HelferInnen!
Uneinigkeit mit dem Tiefbauamt besteht über die
finanzielle Entschädigung der eingebüssten Mieterträge
des Parkings von 3000 Franken, die von uns verlangt
wird. In einer Absichtserklärung, die als Vorstufe zum
Gebrauchsleihvertrag über fünf Jahre von uns verlangt
wurde, erklärten wir uns letzten Herbst unter anderem
zur Bezahlung dieser Parkplatzeinbussen bereit. Nach
wie vor sind wir gewillt diesen Betrag zu bezahlen, das
Geld liegt auf unserem Konto bereit. Der versprochene
Vertrag liegt jedoch nach wie vor nicht vor und wir 
erhalten laufend Rechnungen für die Parkplatzmieten.
Die Eigentümer haben sich?s kurzerhand anders überlegt.
Wir sollen also bezahlen und können trotzdem jederzeit
ohne Vorwarnung auf die Strasse gestellt werden! Die
Besitzer haben sich aus jeder Verantwortung
herausgezogen,wir aber müssen alle von ihnen verlangten
Auflagen einhalten.
Als Reaktion auf unsere schriftliche Forderung nach
einer Sicherheit mittels Vertrag (Ende März) haben wir
eine Aufforderung zur Räumung auf den 19. Mai,
12:00 Uhr, erhalten. Die Besitzer wollen uns nun trotzallem auf die Strasse setzen, unter der Begründung, wir
hätten die Vertrauensbasis zerstört(!).
Das Verschwinden der Häuser bedeutet den Verlust
eines Lebensraums, eines Ortes für nichtkommerzielle und
Alternative Kultur - ein wichtiger Verlust für die Stadt
mit 49'000 EinwohnerInnen.
Wir sind nicht bereit Hunderte von Personen fallen zu
lassen, die an unser Projekt glauben und die sich
direkt oder indirekt am Leben des Hauses beteiligen.
Deshalb organisieren wir unterschiedliche Aktionen und
Veranstaltungen in Biel.
24. April: Solidaritätskonzert im Haus mit René Binamé
(B) + Récups (CH), freier Preis, 21 Uhr ! Volxküche
19 Uhr.

26. April: Musik in den Strassen: Verschiedene
KünstlerInnen spielen an verschiedenen Plätzen in der
Innenstadt und protestieren damit gegen die Räumung der
Häuser. Falls Ihr auftreten wollt, kommt! 14 Uhr.

2. Mai: Solidaritätskonzert im Haus mit Flieger
(StonerRock) + DJ. Freier Preis ? 21 Uhr ! Volxküche
19 Uhr.

8. Mai: Lesung im Bistro mit Hagen: Kurzgeschichten
aus dem eben erschienen Buch ?Als der Kellner schoss?
und ?Abschied?.

10. Mai: DEMONSTRATION ? 14 Uhr ? Bahnhofsplatz ?
Festivale Parade. Am Abend Solidaritätskonzert im Haus,
Prix Libre!

11. Mai: Blockade-Workshop ? Komm und entdecke wie
Menschen ein fantastisches Mittel sind eine Räumung zu
verzögern, zu behindern oder gar zu vehindern.

13. Mai: Wir übergeben die Petition den Besitzern mit
Einladung der Medien.

15. Mai ? 20 Uhr: Referat über die sozialen Kämpfe in
Südamerika (Argentine, Chili, Bolivie). Fotos und Film
eines Anarchisten. Volxküche 19 Uhr.

Ihr könnt uns ebenfalls mit einigen Sätzen unterstützen
die wir auf unserer Website publizieren: www.labiu.ch.

Wir verfügen ebenfalls über Gästezimmer um euch
unterzubringen und uns zu unterstützen.

Für nähere Auskünfte: wydenauweg@gmx.ch - LA BIU ?
Wydenauweg 38 + 40,2503 Biel

19.04.08 Reclaim the streets - für linke Freiräume und selbstverwaltete Strukturen in Dortmund

Am Samstag, den 19. April 2008 findet um 13 Uhr in Dortmund (ab HBF) eine Demonstration für linke Freiräume und selbstverwaltete Strukturen statt. Unter dem Motto „Move Ya!“ sind alle Menschen aufgerufen, sich für ein autoonomes Zentrum einzusetzen.

Hier könnt ihr den Aufruf lesen.




19.04.2008 // Dortmund
13.00 Uhr // HBF Vorplatz Nordausgang

Film "The Weather Underground"

Veranstaltungshinweis

Im Rahmen der Kampagne "40 Jahre 1968" zeigt RLS NRW in Kooperation mit attac campus bochum und GegenMachtKultur möchten wir Euch herzlich zum Film "The Weather Underground" in den Roten Hahn der ESG einladen.

Der radikale Flügel des amerikanischen SDS, die „Weathermen“, radikalisierten sich in den militanten Protesten mit der Black Panther Party Ende der 60er und gingen schließlich in den Untergrund.
Aufgebracht durch den Vietnamkrieg und den Rassismus begann der „Weather Underground“ einen Guerillakrieg gegen die US-Regierung.

Ort: Bochum, Roter Hahn in der ESG
Wann: am 15.4.2008 um 19:00 Uhr VERSCHOBEN auf den 29.4.2008

Information zur Kampagne: http://AG68.rls-nrw.de
Information zum Film: http://www.upstatefilms.org/weather/main.html

Donnerstag, 10. April 2008

Naziaufmarsch in Stolberg verhindern!

  Aufruf Antifaschistische Aktion Aachen   
                                
In Stolberg bei Aachen stieß am 4. April. 2008 eine Gruppe, in der sich Neonazis befanden, welche zu diesem Zeitpunkt von einer NPD Veranstaltung kamen, auf eine andere Gruppe, in der sich Migranten befanden. Zwischen diesen Gruppen kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, in deren Zuge ein Mensch aus ersterer Gruppe erstochen wurde.
Diese Auseinandersetzung wird nun von der extremen Rechten dazu genutzt, rassistische Pogromstimmung zu schüren. Seit dem Wochenende versuchen sie, ihre rassistische Gewalt offensiv mit dem Tod des jungen Mannes zu legitimieren. Der rassistische Hass entlud sich auf einer spontanen Demonstration der Neonaziszene NRW’s letzten Samstag (05.04.08) in Stolberg. An migrantischen Einrichtungen skandierten Neonazis Parolen wie: „Kein Vergeben, kein Vergessen, Türken haben Namen und Adressen“.
Gleichzeitig stellen sich Neonazis als Opfer dar. Sie zeichnen ein Bild ständiger Verfolgung „der Deutschen“, der NationalistInnen durch MigrantInnen und Linke, gedeckt durch Medien und Politik. So wollen sie ihren Rassismus rechtfertigen und eine Spaltung der Gesellschaft in zwei kulturelle Blöcke bewirken, die sich feindlich gegenüberstehen.
Längst wird der Tote instrumentalisiert und sein Tod zum Mythos erklärt, so gilt er der bundesdeutschen Neonazi-Szene als ‚Soldat, im Kampf ermordet’, als ‚Märtyrer für die national(sozialistisch)e Sache’. Was die Neonazi-Szene gerade versucht, ist ein symbolisches Datum, ein Großereignis zu konstruieren, mit dem bundes- wenn nicht europaweit ein Anlass zum Aufmarschieren geschaffen werden kann.
Die Szene selbst zieht bereits einen Vergleich mit dem schwedischen Salem, in dem im Jahr 2000 ein Neonazi bei einer Auseinandersetzung mit MigrantInnen starb. Seitdem findet dort jährlich einer der größten NS-Aufmärsche Europas statt. Da es neonazistischen Organisationen anfangs gelang, ihren Aufmarsch als einen Trauermarsch darzustellen, hat die Öffentlichkeit nicht reagiert.
Auch in diesen Tagen wird von Nazi-Kreisen rassistische Propaganda als Trauerarbeit verkauft. Aus dem in U-Haft Sitzenden, wird mal ein Syrer, mal ein Libanese, mal ein Türke, Russe, allemal ein ‚Ausländer’. In der näheren Umgebung des Tatortes haben die Nazis ein metergroßes Hakenkreuz geschmiert. Aus Trauer, versteht sich.
Längst hat der Hamburger Christian Worch einer der führenden deutschen Neonazis, Blut geleckt und sich in die Debatte eingeschaltet. Fast freudig wird diese Situation umgedeutet und als „deutsche Normalität“ verkauft. Verkauft als ‚Beweis’ für einen ‚Kampf der Kulturen’, der unablässig von der politisch Rechten propagiert und geschürt wird.
Für kommenden Samstag, den 12.4, rufen AG Rheinland und Worch zu einer weiteren Demonstration auf. Diese soll am Mühlener Bahnhof, also im migrantischen Viertel Stolbergs beginnen. Am 26.04 will zudem die NPD erneut ihre faschistoide Hetze in Stolberg auf die Strassen tragen.

Zu schweigen, nicht Stellung zu beziehen gegen die rassistische Hetze oder gar diese zu verharmlosen, heißt: Nazis den Raum zu überlassen, dieses Ereignis für ihre menschenverachtende, faschistische, vernichtende Politik zu instrumentalisieren.

Kommt am 12.4.2008 nach Stolberg, bringt FreundInnen mit, seid viele, seid kreativ!
Und solidarisch – gegen rassistische Hetze!
Keine neue jährliche Pilgerstätte für Neonazis!

Beginn der antirassistischen Demo: 10h, Mühlener Bahnhof, Stolberg

Zugverbindungen: Gemeinsamer Treffpunkt ab Aachen: 9:20 Hauptbahnhof. Ab Köln: 8:47 Köln Hbf.

Weitere Infos:
Flugblatt als pdf-Datei
http://www.antifa-dueren.org/cms/content/view/146/28/
http://www.antifa-aachen.org/
http://www.fau-aachen.net/termine/dokumentation-naziaufmarsch-in-stolberg-verhindern-20080409.html
http://klarmann.blogsport.

Kabarett im "Zentrum Hinterhof": "Bitteres Vergnügen" - Eine satirische Lesung mit Thomas Ebermann & Rainer Trampert

Veranstaltungshinweis

In ihrem neuen Programm haben Thomas Ebermann und Rainer Trampert diesmal die Ehre, Joschka Fischer als Stargast begrüßen zu dürfen. Sie besuchen Elite-Unis, geben Anlagetipps und gehen der modernen Gehirnforschung auf den Grund. Außerdem beschließen sie, Teil der digitalen Bohème zu werden. Sie begegnen Eminem wie auch dem Dirigenten Metzmacher, reisen mit Papst Benedikt zum Stift Heiligenkreuz, riskieren anschließend eine hypnotische Reinkarnationstherapie und gehen dann golfen.

Nur "die Frage, wie Deutschland den Sprung in die Zukunft schafft, bleibt eher offen" ("Rheinische Post").

Rainer Trampert und Thomas Ebermann leben als freie Publizisten in Hamburg. Zuletzt gastierten sie 2006 im "Zentrum Hinterhof" mit ihrem Kabarettprogramm "Zu Gast bei Freunden" .

Als Buchtitel erschienen:
Die Offenbarung der Propheten (1996)
Verpasst Deutschland den Anschluss? (2000)
Sachzwang & Gemüt (2002)

Veranstaltet vom Zentrum Hinterhof  (www.linkes-zentrum.de), AStA-Kulturreferat und Antifa-Arbeitskreis an der FH-D, mit Unterstützung des AStA der FH-D

Eintritt (nur Abendkasse, Einlass ab 19 Uhr): 5 Euro

Wann: Freitag, 9. Mai 2008, 20 Uhr
Wo: Zentrum Hinterhof, Corneliustraße 108, Düsseldorf
Wegbeschreibung: Haltestelle Morsestraße (Straßenbahnlinien 701 sowie ab Hauptbahnhof 707 Richtung Uni und 708 Richtung D-Hamm)

Einstellung der 129(a)-Verfahren!

Info- und Diskussionsveranstaltung zum Ermittlungsverfahren gegen die 'militante gruppe (mg)' mit Andrej Holm und einem Vertreter des Einstellungsbündnis

Ende Juli 2007 wurden sieben Personen in Berlin von der Generalbundesanwaltschaft beschuldigt, Mitglieder einer ‘terroristischen’ Vereinigung, der ‘militanten gruppe’ (mg), zu sein (nach § 129a Strafgesetzbuch). Vier von ihnen - Axel, Oliver, Florian und Andrej - wurden verhaftet. Andrej wurde nach drei Wochen von der Haft verschont. Im Oktober hob der Bundesgerichtshof (BGH) den Haftbefehl gegen ihn auf. Ende November - nach vier Monaten Untersuchungshaft - hatten auch die Haftbeschwerden von Axel, Oliver und Florian Erfolg und sie wurden gegen die Zahlung einer Kaution freigelassen. Auch wenn die BGH-Richter in der ‘militanten gruppe (mg)’ inzwischen keine ‘terroristische’ Vereinigung nach § 129a mehr sehen, gehen die Ermittlungen weiter. Der Vorwurf der Generalbundesanwaltschaft lautet nun Mitgliedschaft in einer ‘kriminellen’ Vereinigung nach § 129. Axel, Florian und Oliver werden darüber hinaus beschuldigt, an Fahrzeugen der Bundeswehr Brandsätze angebracht zu haben. Die anderen vier werden einer Art intellektueller Täterschaft bezichtigt. Ihre wissenschaftlichen und journalistischen Publikationen enthalten Begriffe, die auch in Bekennerschreiben der ‘mg’ zu finden sein sollen. Ihnen wird vorgeworfen, sich an Debatten zu beteiligen, die etwa die gegenwärtigen Militäreinsätze der Bundesregierung, die Umstrukturierung von Städten oder Stadtteilen oder den Ausbau des Sicherheitsstaats kritisieren. Das Ermittlungsverfahren gegen die ‘militante gruppe (mg)’ ist der vorläufige Höhepunkt einer Kriminalisierungs- und Stigmatisierungskampagne gegen linke Strukturen, kritische Wissenschaft und politische Praxis. Die bekannt gewordenen Verfolgungskonstrukte und Ermittlungsmethoden haben eine breite öffentliche Empörung ausgelöst und zu einer auch internationalen Solidarisierung mit den Beschuldigten geführt. Doch der Prozessbeginn steht noch aus und Unterstützung wird auch künftig gebraucht. Aktuelle Informationen, die Kontonummern für Spenden und andere Möglichkeiten zur Unterstützung finden sich auf der Webseite des “Bündnis für die Einstellung der 129(a)-Verfahren” [einstellung.so36.net]. Auf der Veranstaltung wollen wir über den aktuellen Stand des Verfahrens informieren und gemeinsam über mögliche Strategien der Soliarbeit diskutieren.

Wann: 19. April, um 19.00 Uhr
Wo: SZ Bochum, Rottstr. 31, Bochum (Anfahrt)
VeranstalterIn: Buko 31-Vorbereitung

1.Mai Hamburg Infotour in Köln

Veranstaltunghinweis


Naziaufmarsch am 1.Mai in Hamburg verhindern!

Aufrufe der Autonome Antifaschistische Gruppen Hamburg

Internationale Solidarität statt Volksgemeinschaft!
Heraus zum antifaschistischen 1.Mai!

Am 1.Mai wollen NPD und Freie Nationalisten einen bundesweiten Aufmarsch in Hamburg-Barmbek durchführen. Unter dem rassistischen und fadenscheinig antikapitalistischen Motto: „Arbeit und soziale Gerechtigkeit für alle Deutschen! Gemeinsam gegen Globalisierung!“ soll die alljährliche 1. Mai-Demonstration der Nazis diesmal in Hamburg stattfinden. Der Tag ist von den Nazis nicht beliebig gewählt: Der 1.Mai steht als internationaler Kampftag in der Tradition der linken Arbeiter_innenbewegung. Dennoch versuchen Nazis an diesem Tag, die soziale Frage erneut von rechts zu besetzen.

Eine Bestandsaufnahme
Die in der Geschichte der Arbeiter_innenbewegung erkämpften Rechte auf eine soziale Absicherung werden in Folge einer neoliberalen Umgestaltung der Gesellschaft mehr und mehr ausgehöhlt. Die diesem Prozess zugrunde liegende kapitalistische Verwertungslogik forciert die Verschärfung sozialer Widersprüche und führt zu fortschreitender Armut. Trotz immer gravierenderer Einschnitte und wachsender sozialer Ungleichheit findet aber höchstens eine individuelle Auseinandersetzung mit der Problemlage statt. Hierbei wird deutlich, dass wir die Frage nach den politischen Ursachen in den Vordergrund stellen müssen, um so mit linksradikaler Kritik dem Problem der Vereinzelung entgegen zu treten. Der zentrale Widerspruch des Kapitalismus, der zwischen Kapital und Arbeit besteht, ist deutlich spürbar. So müssen die meisten Menschen in lohnabhängigen Beschäftigungsverhältnissen unter immer schlechteren Bedingungen ihre Arbeitskraft verkaufen, um leben zu können. Der durch die Lohnarbeit erzielte Profit kommt aber nur denjenigen zu gute, die Besitzer_innen von Produktionsmitteln sind und die Ausbeutung der Arbeitskraft organisieren.

Nazis machen auf sozial
Seit einigen Jahren haben Nazis das Thema der sozialen Frage auch für sich entdeckt. Besonders offensichtlich wird das durch den Versuch, sich bei den Protesten gegen die Hartz IV-Reformen als „Anwalt der kleinen Leute“ darzustellen. Durch ein bürgernahes Auftreten und eine vermeintlich antikapitalistische Rhetorik versuchen Nazis, die dem Kapitalismus innewohnenden sozialen Widersprüche von rechts zu erklären.
Als Gegenentwurf zur Globalisierung konstruieren sie eine „Volksgemeinschaft“, deren Wohl von äußeren wie inneren Feinden bedroht sei. Der Angriff von Außen erfolge angeblich durch das „internationale Finanzkapital“. Dabei stehe das Finanzkapital stellvertretend für eine vermeintlich jüdische Weltverschwörung. Das Argumentationsmuster der Nazis folgt somit antisemitischen Stereotypen. So sei zwischen dem „jüdisch-raffenden“ und dem „deutsch-schaffenden“ Kapital zu unterscheiden. Ziel der Nazis ist eine auf biologistischer und rassistischer Basis konstruierte „Volksgemeinschaft“. In dieser stehe das hierarchisch organisierte völkische Kollektiv im Mittelpunkt. Das deutsche Kapital wie auch der dem Arbeitsethos unterworfene „deutsche Arbeiter“ habe allein der Nation zu dienen. So wird unterstellt, dass alle dieser Gemeinschaft Angehörenden ein gemeinsames Interesse hätten. In Abgrenzung dazu werden im Inneren diejenigen zu „Volksfeinden“ erklärt, die sich diesem Weltbild nicht unterordnen wollen oder können.

„Nationaler Sozialismus“ - das kennen wir schon!
Nazis reduzieren den Kapitalismus lediglich auf jene Geschäfte, in denen nicht Geld gegen Ware, sondern Geld gegen Geld getauscht wird. Damit werden die Grundlagen der bürgerlich-kapitalistischen Wirtschaftsform jedoch nicht in Frage gestellt. Stattdessen treten Nazis für eine Sozialpartnerschaft mit dem deutschen Kapital ein. In dieser habe das „Unternehmertum“ der Nation zu dienen, Zwangsarbeitsdienste sollen eingefordert und unabhängige Gewerkschaften beseitigt werden. Wenn NPD und Freie Kameradschaften in diesem Zusammenhang von einem „nationalen Sozialismus“ sprechen, meinen sie die Gleichsetzung von „Volksgemeinschaft“ und Sozialismus mit möglichst unabhängiger Wirtschaft und kultureller Einförmigkeit. Dieser Sozialismusbegriff der Nazis hat jedoch nichts mit dem eigentlichen Sozialismus zu tun und verschaffte der nationalsozialistischen Herrschaft lediglich einen scheinbar revolutionären Anstrich. Tatsächlich blieb die kapitalistische Gesellschaftsordnung im Nationalsozialismus völlig unangetastet. Stattdessen wurden große Teile der deutschen Wirtschaftselite eifrig hofiert, da ohne ein Zusammenspiel der NS-Führung mit der Wirtschaft an eine Machtübergabe nicht zu denken war.
Der „nationale Sozialismus“ der Nazis bezieht sich jedoch nicht nur inhaltlich auf die nationalsozialistische Ideologie. Auch praktisch dient der deutsche Faschismus hier als Vorbild. Nachdem die NSDAP den 1. Mai 1933 zum „Feiertag der nationalen Arbeit“ erklärte und zum Anlass für Propagandamärsche umwandelte, stürmten am 2. Mai 1933 SA und SS-Trupps die deutschen Gewerkschaftshäuser. In der Folge zerschlugen die Nazis sämtliche Arbeiter_innenorganisationen und viele Vertreter_innen der traditionellen Arbeiter_innenklasse kamen ins KZ und wurden ermordet. Das „Gesetz […] zur Ordnung im Betrieb“ von 1934 zeigt auf, was unter einer „völkischen Sozialpartnerschaft“ zu verstehen ist. Der Unternehmer wurde als „Führer des Betriebs“ und die Arbeiter_innen als dessen „Gefolgschaft“ festgelegt. Lohnkämpfe und jegliche Streiks wurden verboten. Was weiter folgte, ist bekannt …

Der 1. Mai gehört uns!
Als Antifaschist_innen treten wir für eine herrschaftsfreie und klassenlose Gesellschaft ein. Diese lässt sich weder mit dem völkischen Konzept der Nazis noch mit dem bürgerlich- kapitalistischen System erreichen. Grundlage für ein solidarisches und emanzipatorisches Zusammenleben ist die gesellschaftliche Aneignung der Produktionsmittel und die Überwindung der herrschenden Verhältnisse. Ein Kampf gegen die im Kapitalismus zugespitzten sozialen Widersprüche wie Rassismus, Antisemitismus und Sexismus kann nur so geführt werden.

Weder am 1. Mai noch an einem anderen Tag werden wir es zulassen, dass Nazis ungehindert ihr menschenverachtendes Weltbild propagieren können. Wir werden uns ihnen mit vielfältigen Aktionsformen entgegen stellen! Dass wir dabei mit Einschränkungen von staatlicher Seite rechnen müssen, macht deutlich, dass der so genannte staatliche Antifaschismus nicht mehr als ein Lippenbekenntnis ist. Dies zeigte sich, neben vielen anderen negativen Beispielen, besonders bei dem gezielten Übergriff der Hamburger Polizei auf eine antifaschistische Bündnisdemonstration am 31. Januar 2004 in Hamburg-Barmbek. Dort wurde die Demonstration mit Wasserwerfern und unter Schlagstockeinsatz von der Polizei angegriffen. Unterdessen wurde auch der Lautsprecherwagen, in dem die Auschwitz-überlebende Esther Bejarano saß, heftig attackiert. Während Nazis in unmittelbarer Nähe unter dem Schutz eines massiven Polizeiaufgebotes ungehindert marschieren konnten, wurde antifaschistischer Protest durch den Staat behindert und kriminalisiert.

Das Ziel bleibt, ein breites antifaschistisches Bewusstsein zu schaffen. Der 1. Mai steht in der Tradition der linken Arbeiter_innenbewegung und gehört somit uns! Zeigen wir, dass die Nazis weder in Hamburg noch sonst wo auf die Straße gehören, sondern wie das kapitalistische System auf den Müllhaufen der Geschichte! Deshalb beteiligt euch an der antifaschistischen Bündnisdemonstration am 1. Mai in Hamburg-Barmbek!

Heraus zum antifaschistischen 1. Mai!
Nazis von der Straße fegen!
Kapitalismus abschaffen!

Der Aufruf als .pdf