Freitag, 29. August 2008

Der Tag gegen Rechts am 06.Sept.08 in Köln

Am 06.09.08 veranstalten wir den Tag gegen Rechts, einen Kongress gegen Rassismus und Faschismus ihr seid herzlich eingeladen.

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Auf der 92. Landesdelegierten Konferenz der LandesschülerInnenvertretung (LSV) NRW wurde das Projekt „Schüler gegen Rechts“ mit seinem politischen Selbstverständnis und seinen Zielen zu einem landesweiten Projekt ausgedehnt.
Im Zuge dieser neuen landesweiten Dimension wurde die Idee eines „Tages gegen Rechts“ entwickelt, der als Jugendkongress, der nun landesweiten Schüler gegen Rechts Initiative, am 6. September 2008 in Köln stattfinden soll. Hier könnt ihr euch Anmelden. Weiter auf der Homepage von SchülerInnen gegen Rechts …

ZAB in Bielefeld blockiert!

Pressemitteilung der Bürengruppe Paderborn am 29.08.2008


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Am Donnerstag, den 28.08.08 wurde die Zentrale Ausländerbehörde in Bielefeld blockiert.

Bereits in aller Frühe machten sich etwa 50 Antirassist_innen auf den Weg, um den Haupteingang der Bielefelder ZAB zu blockieren. Die ZAB ist eine von vier ihrer Art in NRW. Abschiebungen für den gesamten Raum Ostwestfalen-Lippe und weit darüber hinaus werden von hier koordiniert und durchgefürt. Regelmäßig startet ein Bus, um die lokalen Knäste und Lager inklusive des bundesweit größten Abschiebeknasts in Büren abzuklappern und den FLughafen anzusteuern. Bereits vor drei Jahren wurde die Aufnahmeabteilung der ZAB für ankommende Migrant_innen geschlossen. Seitdem ist die ZAB eine reine Abschiebeeinrichtung von immenser Bedeutung für die Abschiebemaschinerie Nordrhein-Westfalens.

Zumindest für einige Stunden konnte der alltägliche Abschiebebetrieb heute gestört werden. Herbeigerufene Polizeikräfte beschränkten sich darauf, das Geschehen bis zur Auflösung der Blockade aus sicherer Entfernung zu beobachten.

Es war bestimmmt nicht das letzte Mal, daß spontane Aktionen an der ZAB stattfinden. Wir sind gespannt, wie das heute relativ gelassene ZAB-Personal bei der nächsten Aktion reagiert.

Pressemitteilung als pdf
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Mehr: http://de.indymedia.org/2008/08/225574.shtml und http://www.direkt-bielefeld.de/?page=show&id=60364

aktuelle Infos & Quelle: Tag ohne Abschiebungen

Informationen zur Nazidemo und Gegenaktivitäten am 6.09.2008 in Dortmund

Am 6.09.2008 wollen Neonazis unter dem Motto “Gegen imperialistische Kriegstreiberei und Aggressionskriege” wieder durch Dortmund marschieren. Als Veranstalter der Dortmunder Demonstration werden die so genannten parteifreie Nationalisten genannt.

Die Route der Neonazis

Als Treffpunkt soll den Neonazis die S Bahnhaltestelle Dortmunder Stadthaus um 12:00 Uhr dienen. Die gesamte östliche Innenstadt wird voraussichtlich von der Polizei zum Sperrgebiet umgewandelt. Von dort aus soll es ab ca. 14 Uhr über die Saarlandstraße, Ernst-Mehlich-Straße, Feldstraße, Karl-Marx-Straße, Deggingstraße, Im Defdahl, Von-der-Goltz-Straße, Franziskanerstraße zum Ort der Zwischenkundgebung auf der Kaiserstr. gelangt werden.

Danach wollen sie weiter über die Kaiserstraße und Körner Hellweg, wo auf der Kreuzung Am Zehnthof eine Zwischenkundgebung stattfinden soll.

Anschließend geht es noch über Am Zehnthof, Paderbornerstraße, Am Bertholdshof, Lange Reihe zur S-Bahn Haltestelle Körne-West, an der die Neonazis Ihre Abschlusskundgebung eingeplant haben.

Die An- und Abreise der Neonazis wird aller Wahrscheinlichkeit nach wieder über die S-Bahn Linie S4 laufen. Informierte Antifaschistinnen und Antifaschisten erinnern sich noch gut an den 1. Mai 2007 in Dortmund...


Gegenaktivitäten und Anlaufstellen am 6.09.2008 in Dortmund

An diesem Tag haben gleich mehrere Gruppen Gegenveranstaltungen in Dortmund angemeldet, die gleichzeitig als legale Anlaufpunkte dienen, um Euch in der Innenstadt gegebenenfalls bewegen zu können und verschiedene Aktionsformen ausprobiert werden. Hier kann natürlich auch eine Verschnaufpause eingelegt werden und die jeweiligen Aktionen neu organisiert werden.

Hier eine Übersicht der Anlaufpunkte in der Dortmunder Innenstadt:

1. Die Partei “DIE LINKE” hat an der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, die sich direkt am Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhofes befindet, von 11-18 Uhr eine Kundgebung ange- meldet, um diese “symbolisch und aktiv” vor den Nazis zu schützen. Allerdings bleibt fraglich, ob diese Veranstaltung tatsächlich stattfindet, da die Neonazis ja nun nicht mehr vom Dortmunder Hauptbahnhof starten, sondern von der S-Bahn Haltestelle Stadthaus.

2. Zudem veranstaltet “DIE LINKE” von 13-22 Uhr ein Volksfest im Dortmunder Westpark. Dort wird es ein Kulturprogramm und di- verse Redebeiträge über den “Wandel (in) der Naziszene” geben.

3. Der DGB plant am Platz der Alten Synagoge/Stadttheater von 09 - 18 Uhr eine Kundgebung abzuhalten, auf der u.a. vermutlich der Oberbürgermeister Langemeyer und der DGB-Vorsitzende Sommer sprechen werden.

4. Ganztägig findet unter dem Motto “Tierleidfrei und Spaß dabei”, direkt in der Dortmunder Innenstadt (Reinoldikirchplatz), der dritte Veggie Street Day statt. Dort wird es verschiedenste Essens-, Info- und Verkaufsstände, sowie Livemusikacts geben.

5. Schließlich veranstaltet das antifaschistische Bündnis 28.03. eine Demonstration ab Dortmund Hbf. Diese startet pünktlich um 10 Uhr!

Also beteiligt Euch an die Aktionen und bringt Euch ein. Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Bildet Bezugsgruppen, damit nicht eine/r auf einmal allein darsteht.

Hiermit rufen wir zu Aktionen gegen den geplanten Naziaufmarsch am 6.09.2008 in Dortmund auf!!!

Wir wollen den Neo-Nazis keine Gelegenheit bieten ihre menschenverachtende Propaganda ohne Gegenwehr öffentlich zu präsentieren und die Menschen mit ihrem hohlen Phrasen, die keinerlei Lösung zu aktuellen Problemen darstellen, zu blenden.

Infos & Quellen:

BRAUNRAUS

http://neonazifrei.blogsport.de/

Veggie Street Day

Schwarze Katze

Kritische Kampagne anlässlich der Kulturhauptstadt 2010

Am Sonntag, dem 31. August, findet um 14 Uhr im Sozialen Zentrum ein zweites Treffen bezüglich einer kritischen Kampagne anlässlich des Projekts Kulturhauptstadt 2010 statt. In der Einladung heißt es: “Beim letzten Mal haben wir die verschiedenen Herangehensweisen zur Thematik Kulturhauptstadt ausgetauscht. (Was bezeichnet Kultur, wollen wir uns an den offiziellen Sachen abarbeiten oder eher Freiräume erkämpfen?). Besonderes Interesse galt dabei der Frage, was das Ruhrgebiet überhaupt auszeichnet. Was hat sich verändert, was sind soziale Konfliktherde und wo liegen die Ursachen? Die Idee dazu eine ‘militante Untersuchung’ (mehr dazu) zu initiieren wurde angedacht. Auf den kommenden Treffen wollen wir verschiedene Schwerpunkte diskutieren. Angedacht ist sich ungefähr einmal monatlich im Plenum zu treffen, um einen Fahrplan für die Aneignung theoretischer Grundlagen aber auch für eine praktischer Umsetzung einer Art ‘Gegenkultur’ zu entwickeln. Am kommenden Sonntag soll es um “Freiräume” gehen. Was steht hinter den Ideen “Freiräume zu etablieren”, was könnte damit in der schrumpfenden Region Ruhrgebiet gemeint sein?”

Quelle: bo-alternativ.de

Radtour der Bochumer Geschichtswerkstatt: Bochum im Nationalsozialismus

Die Bochumer Geschichtswerkstatt lädt zu einer Radtour am 31.. 8. um 9.00 Uhr ein: “Wir machen Station an Orten im gesamten Stadtgebiet, die in der nationalsozialistischen Zeit von Bedeutung waren. Diese etwa 8-stündige Radtour führt zu den Orten des Nazi-Terrors, zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung in Bochum. Ausgangspunkt ist der Springerplatz. Weitere Stationen sind u. a. der ehemalige Standort der alten Synagoge in der Innenstadt, das Polizeipräsidium, die früheren Standorte der Außenlager des KZ Buchenwald und der Zwangsarbeiterlager, der Kommunalfriedhof in Altenbochum und als Endpunkt das ehemaliges Zechengebäude am Kemnader Stausee. Treffpunkt ist der Springerplatz.”

Quelle: www.bo-alternativ.de

NPD-nahe Russlanddeutsche Kundgebung von AntifaschistInnen behindert

Pressemitteilung Antifa Kok Düsseldorf, 23. August 2008

NPD-nahe Russlanddeutsche Kundgebung von AntifaschistInnen behindert

Wie via Pressemitteilung vom 12. August 2008 mitgeteilt (http://www.antifa-kok.de/content/view/60/1/), hatte die NPD-nahe "Schutzgemeinschaft 'Deutsche Heimat' der Deutschen aus Rußland e.V." für den heutigen Tag eine Kundgebung vor dem Landtag in Düsseldorf angemeldet. Motto: "Gegen die Fälschung der Geschichte der Rußlanddeutschen".

An der Kundgebung der "Schutzgemeinschaft" nahmen letztendlich zirka 80 Personen teil, darunter diverse Mitglieder der NPD und einzelne Aktivisten aus dem Spektrum der militant neonazistischen "Freien Kameradschaften". Als Redner durfte neben verschiedenen Vertretern rechter russlanddeutscher Vereinigungen auch der amtierende NPD-Landesvorsitzende Claus Cremer aus Bochum-Wattenscheid ans Mikrofon. Mehrere Redner riefen zum Eintritt in die NPD auf. Moderiert wurde die Kundgebung vom Vorsitzenden des "Arbeitskreises Russlanddeutsche in der NPD" und stellvertretenden Vereinsvorsitzenden der "Schutzgemeinschaft", Andrej Triller. Vor Ort anzutreffen war auch der NPD-Ratsherr aus der Stadt Schwelm, Thorsten Crämer, der vor einigen Jahren wegen Beteiligung an einem Überfall auf eine KZ-Gedenkstättenveranstaltung zu zwei Jahren Haft verurteilt worden war. Ebenso der Holocaust-Leugner Joachim Schäfer aus Meerbusch.

Obwohl in der extremen Rechten nicht unumstritten, zielt die NPD auf eine Kooperation mit russlanddeutschen Organisationen. Immerhin geht es um über zwei Millionen Aussiedler aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, also um ein zahlenmäßig durchaus interessantes Wählerpotenzial, dem sich die NPD und ihr nahestehende russlanddeutsche Organisationen aktuell offensiv anbieten möchten bzw. anbiedern.

Einmal mehr wurde im Vorfeld der extremen Kundgebung die Öffentlichkeit von den Polizeibehörden nicht über eine eindeutig extrem rechte Veranstaltung informiert. Es oblag antifaschistischen Gruppen und den Medien, auf Grundlage von Eigenrecherchen über die Kundgebung und deren Charakter zu informieren.

Rund 100 AntifaschistInnen waren dem Aufruf des Antifa-Kok und der VVN/BdA gefolgt und drückten vor Ort ihren Protest gegen die Veranstaltung aus. Zwei AntifaschistInnen, die auf dem Kundgebungsplatz der Rechten Fahnen der Antifaschistischen Aktion zeigten, wurden von der Polizei brutal festgenommen. Insgesamt wurden sieben TeilnehmerInnen des lautstarken Protests von der Polizei in Gewahrsam genommen, die ihre Hauptaufgabe nach eigenem Bekunden darin sah, die von der "Schutzgemeinschaft" gewünschte Öffentlichkeitswirksamkeit ihrer Veranstaltung sicherzustellen.

Artur Brachte, Sprecher des Antifa-KOK: "Wie angekündigt haben wir deutlich gemacht, dass in Düsseldorf kein Platz ist für die extreme Rechte. Die kruden geschichtsverfälschenden Aussagen der NPD und der "Schutzgemeinschaft" wurden heute durch aktives antifaschistisches Handeln auch akustisch unverständlich. Sollten sie es ein weiteres Mal versuchen, werden wir erneut vor Ort sein."

Weitere Informationen und Hintergrundinformationen entnehmen Sie bitte den Homepages http://www.antifa-kok.de sowie http://projekte.free.de/lotta/pm_russlanddeutsche_und_npd.htm

Freitag, 22. August 2008

SommerParty auf dem Bauwagenplatz

SommerParty auf dem Bauwagenplatz
Samstag, 30. August ab 20.00 Uhr

Essen, Coctails, DJs + Liveacts, Spielewald

Download des Flyers

Infos & Quelle: Kiefern lebt!

Erwin Youth: Ausstellungseröffnung "Mexiko Nordgrenze" mit Vendigo + Superbond




Die Themenreihe & Ausstellung "mexiko Nordgrenze" wird eröffnet.
Themenmonat zur mexikanischen Nordgrenze

Die Grenze zwischen Mexiko und den USA ist eine der bedeutendsten Grenzen der Welt. Immer stärker militarisiert, trennt sie - ähnlich der südlichen Grenze Europas - den "armen Süden" vom "reichen Norden". Bei dem Versuch, diese Grenze zu überschreiten, sterben jedes Jahr viele Menschen. Grenzstädte wie Tijuana und Ciudad Juárez sind geprägt von Billiglohnfabriken und extremem Bevölkerungswachstum. Hier zeigt sich immer wieder, wie die politische Grenze Kulturen, Lebensgeschichten, Sprachen und Körper zerschneidet und prägt. Schmerzhaft wird die Brutalität sozialer und ökonomischer Unterschiede deutlich.

Der Grenzraum ist aber auch ein Ort der Bewegung und des Widerstandes.
Ein Raum, in dem nationale, kulturelle und politische Identitäten in Frage gestellt und immer wieder neu ausgehandelt werden. Ein Raum, in dem alternative Identitätskonzepte möglich werden.

Es spielen Vendigo + Superbond, anschließend Party !

Quelle & Infos: Linkes Zentrum Hinterhof

:: Lautstark! Nr. 15: Tarnung aufgeflogen ::

Mitteilung Antifa Bern am 15.08.2008

Rechtsextreme Waffenliebe im Visier: Die aktuelle Ausgabe des lautstark!, der Zeitung der Antifa Bern, widmet sich der Frage, woher die Faszination der Neonazis für Waffen(gewalt) kommt und wohin sie führen kann. Exemplarisch werfen wir einen Blick in die «Combat & Survival»-Trainings deutscher Neonazis, die auch mit Schweizer Armeematerial und in der Schweiz für den Ernstfall üben.


Lautstark! Nr. 15, Zeitung der Antifa Bern, vollständige Ausgabe als PDF
Lautstark! Nr. 15, Zeitung der Antifa Bern, vollständige Ausgabe als PDF

Da hilft auch kein Tarnanzug: Die Schweiz wurde im vergangenen Jahr Schauplatz von «Combat and Survival»-Ausbildungscamps, organisiert von deutschen Neonazis. Mit dabei ein Fahrzeug mit Schweizer Militärkennzeichen.

Es scheint, als haben deutsche Neonazis im Bedürfnis nach Abenteuer und Schlammrobben einen lukrativen Erwerbszweig entdeckt, wie das Antifaschistische Infoblatt im Spätsommer 2007 enthüllte (AIB 3.2007). Sie betreiben Handel mit Militärausrüstungen und bieten Scharfschützenausbildung, Kampfsport- und Überlebenstrainings an – alles professionell und in legalem Rahmen. Auf ihrer Webseite werben die «Blood & Honour»-Aktivisten mit Bildern von Männern beim Schiesstraining in Tarnanzügen. Weitere Fotos zeigen Kämpfer, als Laubbäume und Büsche verkleidet, auf Undercover-Mission – ein visuelles Highlight.

Doch nicht nur der Umstand, dass diese paramilitärisch anmutenden Abenteuercamps von Rechtsextremen geleitet werden, ist brisant: Ein Bilderordner auf der Internetseite fichierte Trainings in der Schweiz. In einer Szenerie posiert eine Gruppe Männer in Militäruniform um ein Fahrzeug mit Schweizer Armeekennzeichen und lädt Material für die nächste Übung aus.

Strategischer Rückzug?

Mitte August 2007, kurz nach dem die deutsche Zeitschrift AIB führende Personen der «Combat & Survial School» unter die Lupe genommen hat und die Verbindungen zur «Blood & Honour»-Szene publik machte, verschwanden alle Namen und Kontaktadressen von der Homepage. Die Internetseite wurde komplett überarbeitet und auf ein Minimum an Informationen zurückgestutzt. Zufall? Oder wurde den OrganisatorInnen die Angelegenheit zu heiss?

Jedenfalls herrscht seither Brachland-Stimmung auf der Seite. Zukünftige Campdaten werden nicht mehr veröffentlicht, und dem Gästebuch fehlen jegliche Einträge. Auch die ausführlich dokumentierende Fotoseite zu den verschiedenen Lehrgängen ist verschwunden, womit auch die Bilder von «Combat & Survival»-Camps in der Schweiz nicht mehr eindeutig als solche markiert sind. Alles erscheint sehr konspirativ, weder unter dem Link «Ausbildner» noch «Kontakt» wird man schlauer. Alle Kontaktadressen sind verschwunden, und auch das Auto mit dem Schweizer Militärkennzeichen ist nicht mehr auf Anhieb zu finden.

Von Neonazis instruiert

Wer steckt hinter den Organisatoren und Ausbildnern der «Combat & Survial School» und «Warrior Survival School» mit ihren paramilitärischen Zügen? Als Trainer werden Personen aus dem Neonazi-Milieu angepriesen, die auch im Zusammenhang mit NPD-Aufmärschen oder freien Kameradschaften aufgefallen sind.

Einer der genannten Ausbildner ist Hannes Knoch, ein bekannter «Blood & Honour»-Aktivist aus Deutschland. Im März 2008 wurde er zusammen mit sechs weiteren Personen für die Weiterführung der in Deutschland verbotenen Organisation verurteilt. Neben einem Tattoostudio («Bulletproof-Tattooing») das er mit seinem ebenfalls zu einer Geldstrafe verbrummten Kumpel Hannes Franke führt, betreibt er einen Online-Shop für Militärausrüstung mit elitärem Anspruch. Knoch profitiert von seinem weitläufigen Kontaktnetz und übernimmt eine Scharnierfunktion zwischen der Neonaziszene und dem Kampfsport-Milieu.

Die Durchführung von Trainingscamps durch externe Firmen, die von der Schweizer Armee ideell und wohl auch materiell unterstützt werden, ist gang und gäbe. Sie fungieren auf der Homepage des Departements für Verteidigung Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Auch die Tatsache, dass das Militär ein zunehmendes (Abgrenzungs-)Problem zu rechtsextremen Aspiranten hat, ist kein Novum. Doch wie gelangt ein Schweizer Militärfahrzeug auf ein Foto, das einen «Combat & Survival»-Lehrgang dokumentiert, der von Führungspersönlichkeiten aus dem deutschen «Blood & Honour»-Zirkel angeboten wurde?

Quelle & Infos:
chindymediaorgde | Lautstark Nr 15 Tarnung aufgeflogeni
antifa bern

Treffen des Bochumer Bündnis gegen rechts

Veranstaltungshinweis

Bochum, 13.8.2008
Am 11.09.2008 um 19:30 Uhr trifft sich das Bochumer Bündnis gegen rechts in der Christuskirche, Westring 26b, 44787 Bochum. In der Einladung heißt es:

"Wie auch schon in den zurückliegenden Jahren schlagen wir für dieses Treffen keine feste Tagesordnung vor.

Wir wollen eine offene Debatte und Vorschläge sammeln, welche Aktivitäten das "Bochumer Bündnis" für 2008/2009 evtl.entwickelt.

Als Einlader geben wir ein Stichwort für ein mögliches Thema, nämlich das der Kommunalwahlen in NRW im nächsten Jahr und das Auftreten der rechten "pro"-Initiativen nach dem Vorbild der "pro-Köln"-Initiative.
Darüber lohnt sich auf jeden Fall zu sprechen.

Die "pro-Köln"-Gruppe plant für den 20./21.9.in Köln einen Kongress, zu dem div.faschistische und rechte Parteien aus Europa eingeladen sind.
Widerstand gegen diesen Kongress regt sich nicht nur in Köln. Wir können am 11.9.aktuell zu diesem Thema informieren und über unsere Beteiligung sprechen.


Merkt Euch bitte diesen Termin vor.
Besser ist noch, dann auch zu kommen, damit das "Bochumer Bündnis gegen rechts" wieder aktiv wird. "

NRW gegen Atomwaffen - Auf nach Büchel!

Aufruf zur Demonstration 30. August - Aktionswoche 23. August bis 1. September

Besen


Nur noch wenige Tage bis zur bundesweiten Demonstration der Friedensbewegung gegen die US-Atombomben am Standort Büchel am 30. August: Vor der eigenen Türe kehren, Atombomben raus aus Deutschland, die "nukleare Teilhabe" Deutschlands beenden! Hier die aktuellen Informationen mit der Bitte um Weitergabe!
Mit diesem Newsletter informieren wir (der Landesverband NRW der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), der Ostermarsch Rhein/Ruhr und der Landesverband NRW der Linken) aktuell über den Stand der Vorbereitung der Demonstration, über die Busangebote aus NRW und über Mobilisierungsaktivitäten. Wir hoffen auf Ihr/Eurer Interesse.

Mit Friedensgrüßen,

Joachim Schramm
Landesgeschäftsführer der DFG-VK NRW

1. Aufruf mit prominenten Unterzeichnern
"Die Kampagne "unsere zukunft - atomwaffenfrei" fordert von der Bundesregierung bis
spätestens 2010 den Abzug der 20 US-Atomwaffen aus Büchel in der Eifel zu veranlassen und den Verzicht auf den nuklearen Schirm der NATO. Die SPD, die FDP, die Grünen und die Linke unterstützen die Forderung nach einem Abzug der Atomwaffen aus Büchel. Nur die CDU/CSU und Bundeskanzlerin Angela Merkel sind noch dagegen.
Darum wollen wir jetzt den öffentlichen Druck auf die Bundesregierung verstärken mit einer Großdemonstration unter dem Motto "Vor der eigenen Türe kehren" am 30. August in Büchel."
So heißt es in dem Aufruf zur Demonstration in Büchel, mit dem sich in diesen Wochen
zahlreiche Organisationen ( u.a. IPPNW, die Jusos, die DFG-VK, Greenpeace, Ohne
Rüstung leben und pax christi) sowie Einzelpersonen (unter ihnen mehrere
Bundestagsabgeordnete von SPD, Bündnis90/Die Grünen und Die Linke) an die
Öffentlichkeit gewandt haben. Den gesamten Aufruftext und die Liste der Unterzeichner findet sich unter
http://www.atomwaffenfrei.de/vor_der_eigenen_tuere_kehren/index.html

2. Jetzt mitfahren: Busse aus NRW
Viele haben schon ihr Ticket in der Tasche, doch noch sind nicht alle Plätze in den Bussen aus NRW besetzt. Daher hier die Bitte, die Informationen über Mitfahrmöglichkeiten weiterzuleiten:
Busse fahren ab:
Aachen: Aachener Friedenspreis e.V., ac@nrw-gegen-atomwaffen.de oder 02408-9299558
(Darius Dunker) Bonn:DKP Bonn/Rhein-Sieg, 02241 973111, camatra@web.de
Dortmund/Bochum: Dortmunder Friedensforum, Willi Hoffmeister, 0231/8631138
Bochumer Friedensplenum, 0234/57967875 (AB) Düsseldorf: Friedensforum Düsseldorf, Irène Lang, 0211/7900170 Duisburg: Friedensforum Duisburg, Eberhard Przyrembel, Tel. 0203/559960 Inge Holzinger, Tel. 0203/376566
Essen: Essener Friedensforum, Antirassismustelefon, Maxstr.11
EN-Kreis/Wuppertal: DFG-VK Witten, Joachim Schramm, 0172/5727214,
joachimschramm@arcor.de
Die Linke EN, Wolfgang Krupka, 02332/908456
Wuppertaler Bündnis gegen Krieg und Terror, Ilse Dittmar, 0202/701327
Köln: Friedensforum Köln, c/o Friedensbildungswerk Köln, 0221/9521945,
fbkkoeln@t-online.de
Münster: Linkes Zentrum, 0251/490 92 46
Siegen: Zentrum für Friedenskultur, Bernhard Nolz/Wolfgang Popp, 0271-20596

Alle Infos über Busse, Fahrkartenverkauf, Abfahrtszeiten und -orte finden sich unter der Adresse www.nrw-gegen-atomwaffen.de im Internet.

3. Aktionen vor der Demo
Schon in der Woche vor der Demonstration finden täglich Aktionen am Luftwaffenstützpunkt Büchel statt:
Sonntag, 24.8., 15.00 Uhr, Umrundung mit Menschen aus der Region
Montag, 25.8., 10.00-12.00 Uhr, Friedenstafel der Mayors for Peace
Dienstag, 26.8., 10.00 Uhr, Umrundung mit Teilnehmern des Aktionscamp
Mittwoch, 27.8., voraussichtlich 10.00 Uhr, Umrundung mit dem Versöhnungsbund
Donnerstag, 28.8., 11.00 Uhr, Umrundung mit pax christi
vormittags: Ausflug des Unterausschusses Abrüstung des Bundestags zum Fliegerhorst
Freitag, 29.8., 16.00 Uhr, Friedenstafel mit ehemaligen Mutlanger Aktivisten
Sonntag, 31.8., Bau eines Mahnmals mit dem Workcamp-Teilnehmern

Einzelheiten zu den einzelnen Aktinen unter
http://www.atomwaffenfrei.de/vor_der_eigenen_tuere_kehren/aktionscamp/index.html#c628

4. Aktionscamp ab dem 23.8.
Ebenfalls in der Woche vor der Demonstration treffen sich FriedensaktivistInnen in einem Aktionscamp in Büchel. Hier gibt es ein vielfältiges Programm:
Clowns-Training: 25. und 26. August, ein Training für Leute, die mit der Clowns-Armee bisher noch nichts zu tun hatten und selbst erlernen und erfahren möchten, wieviel Spass diese Protestform macht.
Workshop zum Lieder singen: 28. August, deutsche und englische Lieder gegen
Atomwaffen, mit der Engländerin Penny Stone, Mitorganisatorin der Faslane 365-
Jahresblockeaden von 2007 gegen die Modernisierung der britischen U-Boote mit
Atomraketen.
Internationale Workshops: 28. und 29. August, mit Angie Zelter, GB, Hans Lammerant,
Belgien, Xavier Renou, Frankreich zur Information und Vernetzung des europäischen
Widerstandes gegen Atomwaffen und EU-Militarisierung
Mehr zu dem Camp unter: http://bye-bye-nuclear-bombs.gaaa.org/

5. Spendenkonto eingerichtet
Die Vorbereitung der Demonstration in Büchel kostet Geld. Flyer, Plakate und anderes
Werbematerial müssen finanziert werden. Auch für Ausfallbürgschaften für Busse und für Sozialtickets wird Geld benötigt. Wer also unsere Arbeit für den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland unterstützen möchte kann dies tun auf das Konto des Ostermarsch Rhein/Ruhr:
Ostermarsch Ruhr, K. Nr: 321 004 296, BLZ: 440 501 99, Stadtsparkasse Dortmund,
Stichwort "Büchel"


Wir sehen uns in Büchel!

Infos & aktuelle Infos:
www.dfg-vk-nrw.de

Mittwoch, 20. August 2008

Aufruf zur Ruhrgebietsmobilisierung gegen den Rassistenkongress in Köln

Einladung

Liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten,
vom 19.-21. September wollen RassistInnen und NeofaschistInnen aus ganz Europa in Köln auf Einladung der extrem rechten Organisation pro Köln einen sog. Anti-Islamisierungs-Kongress durchführen, um unter dem Deckmantel vermeintlicher Islamkritik ihre Propaganda gegen Menschen anderer Herkunft und Religion zu verbreiten. Dazu haben sich VertreterInnen extrem rechter Parteien aus ganz Europa angesagt.
In Köln und Umgebung hat sich deshalb ein breites Bündnis gebildet, das zu Massenblockaden gegen den RassistInnenkongress aufruft. Wir halten es für notwendig, als breites Bündnis in Bezug auf die geplanten Gegenaktionen auch im Ruhrgebiet zu mobilisieren.

Dazu schlagen wir vor:

Eine ruhrgebietsweite gemeinsame Mobilsierungsveranstaltung in der
Septemberwoche mit Alexander Häusler über die extrem rechte
Organisation pro Köln.
Verbreitung des Plakats des Kölner Bündnisses „Aufgestanden, hingesetzt,
blockiert! RassistInnenkongress in Köln verhindern“
Verbreitung des Kölner Aufrufs

Über diese Vorschläge für eine gemeinsame Mobilisierung wollen wir am Mittwoch, den 27.8.2008, 18.30 h, im Internationalen Zentrum, Duisburg-Mitte, Flachsmarkt 15 (Nähe Rathaus) sprechen. Selbstverständlich sind wir für weitere Vorschläge offen.

Mit antifaschistischen Grüßen,

Jens Brode (Verdi Campus Gruppe Duisburg / Essen)

Henning v. Stoltzenberg (Duisburger Netzwerk gegen Rechts)

Montag, 18. August 2008

Neue Antifaschistische Bochumer Blätter

Die VVN/BdA hat eine neue Ausgabe ihrer Antifaschistischen Bochumer Blätter (ABB) herausgegeben. Der Leitartikel nimmt die Einweihung des neu gestalteten Ehrenrundplatzes zum Gedenken an die Opfer des antifaschistischen Widerstandes auf dem Friedhof Freigrafendamm zum Anlass, um auf die Geschichte des Gedenkens zurück zu blicken. Die Einweihung findet statt am Sonntag, den 14. September um 11.00 Uhr. Treffpunkt ist am Haupteingang. Die neue ABB als PDF-Datei.

Samstag, 16. August 2008

...AUFGESTANDEN! ...HINGESETZT! ...BLOCKIERT! - Internationalen RassistInnen-Kongress verhindern!

19.-21.09. in Köln: Kommt zum Blockadepunkt der interventionistischen Linken!

ilkoeln200908_0.jpgDie rechtspopulistische „Bürgerbewegung pro Köln“ will vom 19. bis zum 21.September 2008 eine „Anti-Islamisierungs-Konferenz“ durchführen. Zu diesem Treffen, das mitten in der Kölner Innenstadt auf einem öffentlichen Platz angekündigt ist, werden mehrere hundert Rassistinnen und Rassisten aus ganz Europa erwartet.

Für uns als interventionistische Linke versteht es sich von selbst, gegen neonazistische (Groß-)Events vorzugehen, mit dafür zu sorgen, dass ihre Treffen unterbunden werden und ihre Propaganda kein Gehör findet.

Aus diesem Grund werden wir uns an den Protesten gegen den RassistInnen-Kongress in Köln beteiligen. Ein breites Bündnis (http://www.hingesetzt.mobi) von Antifa-Gruppen über linke Initiativen bis hin zu Gewerkschaften, Fußballfanclubs, SchülerInnenvertretungen, KünstlerInnen und GastwirtInnen ruft dazu auf, sich in Form von Massenblockaden mit Mitteln des zivilen Ungehorsams den RassistInnen in den Weg zu stellen. (Siehe auch: Internationalen RassistInnen-Kongress verhindern!)
Der Aufruf der iL und Liste der Veranstaltungen und Aktionstrainings von & mit IL-Gruppen

Internationalen RassistInnen-Kongress verhindern!
...aufgestanden! ...hingesetzt! ...blockiert!

Kommt zum Blockadepunkt der interventionistischen Linken!

SIE KOMMEN NICHT DURCH!
WIR SIND SCHON DA!

Aufruf der iL als .pdf-Datei: il-koelnaufruf.pdf (65.54 KB)

ilkoeln200908.jpg
















Die rechtspopulistische „Bürgerbewegung pro Köln“ will vom 19. bis zum 21.September 2008 eine „Anti-Islamisierungs-Konferenz“ durchführen. Zu diesem Treffen, das mitten in der Kölner Innenstadt auf einem öffentlichen Platz angekündigt ist, werden mehrere hundert Rassistinnen und Rassisten aus ganz Europa erwartet.

Die angekündigte RednerInnen-Liste liest sich wie ein Who is Who des europäischen Rechtspopulismus: Neben dem Fraktionsvorsitzenden der belgischen Separatisten vom „Vlaams Belang“, Filip Dewinter, dem Vorsitzende der österreichischen FPÖ, Heinz-Christian Strache, einem Europaabgeordneten der italienischen „Lega Nord“, Mario Borghezio, sowie dem Vorsitzenden des französischen „Front National“, Jean Marie Le Pen ist eine Reihe von lokalen Pro-Köln-„Größen“ sowie ehemaligen CDU-Mitgliedern angekündigt. Schon hier wird klar, worum es sich bei Pro Köln handelt: Unter dem Deckmäntelchen einer „Bürgerbewegung“ treffen sich Rassisten und Neofaschisten mit Konservativen und Rechtspopulisten.
Pro Köln will die Veranstaltung als kommunalpolitischen Wahlkampfauftakt gestalten, schließlich hat sie -für eine Wählervereinigung der extremen Rechten- in Köln relativ erfolgreich ihre rassistischen Positionen verbreiten und die öffentliche Debatte um die Errichtung einer Großmoschee anheizen und für sich nutzen können. Pro Köln sitzt in Fraktionsstärke im Kölner Stadtrat und in jeder Bezirksvertretung.
Gleichzeitig steht der Kongress unter dem Vorzeichen der Formierung einer rechtspopulistischen Liste im Europaparlament.

Anti-Islamischer Rassismus als Bindeglied des europäischen Rechtspopulismus

Populistische und rassistische Kampagnen gegen „den Islam“ haben derzeit Konjunktur in der Propaganda der rechtspopulistischen Parteien in Europa. Am 17.Im Januar 2008 gründete sich auf Initiative von FPÖ und Vlaams Belang die Initiative „Cities against Islamisation“, der inzwischen rassistische Fraktionen vieler europäischer Städte angehören. In Östereich, der Schweiz, in Italien und Frankreich gab es bereits Kampagnen, die ähnlich wie die Kampagnen von Pro Köln bzw. ihrem landesweiten Ableger Pro NRW auf die Mobilisierung rassistischer Ressentiments einer breiten Öffentlichkeit setzen. Ziel ist es, an die medial weitverbreitete Kurzschlußanalogie „Islam = Fundamentalismus = Einwanderer = Untergang des Abendlandes“ anzuknüpfen. Rund 1/3 aller Bundesbürger ist laut Umfragen für eine Zuwanderungsbegrenzung, über 50% teilen die Aussage, es herrsche zur Zeit ein „Kampf der Kulturen“. Das Thema „Islam“ mit der Frage der Zuwanderung zu verknüpfen und rassistisch aufzuladen scheint das zentrale Kampagnenfeld der europäischen Rechten zu werden. Zumal sie sich davon auch organisatorische Fortschritte versprechen: Eine rechte Europafraktion oder sogar eine rechte "Europäische Freiheitspartei" auf antiislamischer Grundlage.

Linke Intervention: Soziale Ursachen statt Kulturalisierung

Für uns als interventionistische Linke versteht es sich von selbst, gegen neonazistische (Groß-)Events vorzugehen, mit dafür zu sorgen, dass ihre Treffen unterbunden werden und ihre Propaganda kein Gehör findet. Darüber hinaus ist es angebracht, den sich im Zuge von „Nine/Eleven“ verschärfenden Sicherheitsdiskursen, der sich anschließenden anti-Islamischen Stimmungsmache und den damit verbundenen kulturalisierenden Zuschreibungen im öffentlichen Diskurs linke Positionen entgegenzusetzen. Eine Linke sollte die sozialen und politischen Ursachen von Migration betonen und ihre historische Dimension hervorheben. Es gilt, das Recht auf Migration herauszustellen und die Subjekte sichtbar zu machen – und nicht ihre kulturellen Vorlieben oder vermeintlichen Eigenschaften.

Antiracist and antifascist movement: Join us in action!

Aus diesem Grund werden wir uns an den Protesten gegen den RassistInnen-Kongress in Köln beteiligen. Ein breites Bündnis von Antifa-Gruppen über linke Initiativen bis hin zu Gewerkschaften, Fußballfanclubs, SchülerInnenvertretungen, KünstlerInnen und GastwirtInnen ruft dazu auf, sich in Form von Massenblockaden mit Mitteln des zivilen Ungehorsams den RassistInnen in den Weg zu stellen. Wir wissen, daß es möglich sein kann, unter noch so schwierigen Bedingungen und medialer Hysterie einen Tagungsort zu blockieren. Das Bündnis bezieht sich sogar explizit auf Block-G8 – und will nicht nur symbolisch eine Absage an Rassismus und Rechtspopulismus erteilen, sondern für eine effektive Blockade des Tagungsortes unter breiter gesellschaftlicher Teilnahme sorgen.

Sorgen wir gemeinsam für erfolgreiche Blockaden!
Kommt zum Blockadepunkt der interventionistischen Linken nach Köln!
Wir sind schon da! Sie kommen nicht durch!

INFOS

WWW.INTERVENTIONISTISCHE-LINKE.DE
Seite der Interventionistischen Linken mit Informationen über die Gegenaktivitäten , den Blockadepunkt und weitere linke Themen

WWW.HINGESETZT.MOBI
Webseite des Kölner Bündnisses mit vielen aktuellen Informationen, Aufrufen, UnterstützerInnen etc.

WWW.ANTIFA.DE
Webseite mit vielen bundesweiten Antifa-Themen und Termine

Quelle & weitere Infos: Für eine Linke, die dazwischen geht! | INTERVENTIONISTISCHE LINKE

Freitag, 15. August 2008

Das Elend der Mikroökonomie

Von Robert Kurz ( Meinung/Kolumne / Seite 8 Artikel aus dem Neuen Deutschland vom 15.08.2008)

Die moderne Wirtschaftswissenschaft kennt zwei verschiedene Erklärungsmuster für ihren Gegenstand. Die sogenannte Makroökonomie befasst sich mit dem Gesamtzusammenhang der wirtschaftlichen Prozesse und den wechselseitigen Beziehungen ihrer einzelnen Momente, z. B. dem Verhältnis von konjunktureller Entwicklung und Inflationsrate. Die sogenannte Mikroökonomie geht stattdessen vom Verhalten der einzelnen »Wirtschaftssubjekte« aus, wobei ein Kalkül der individuellen »Nutzenmaximierung« unterstellt wird. Beide Herangehensweisen setzen die kapitalistische Form der Gesellschaft blind als »Naturgrundlage« voraus. Die Marxsche Theorie dagegen bezieht sich nicht nur von vornherein auf den gesellschaftlichen Gesamtzusammenhang, sondern sie kritisiert die zu Grunde liegenden ökonomischen Formen als »fetischistisch« und die ganze Veranstaltung der Kapitalverwertung als irrationalen und letztlich zerstörerischen Selbstzweck.

Den gesamten Artikel ist zu finden unter: http://www.neues-deutschland.de/artikel/133817.das-elend-der-mikrooekonomie.html

Donnerstag, 14. August 2008

“Seid laut gegen Krieg” Festival 30.8. Gelsenkirchen

Veranstaltungshinweis

Festival gegen Krieg und Faschismus

30.8.08 ab 15 Uhr im Stadtgarten Gelsenkirchen

Mit (veganem) Essen, Getränken, Liedermachern, Infostände, kurzen Impulsen und

etwas Impro-Theater
Folgende Bands werden erwartet:

Punch´n´ Judy - http://www.punch-n-judy.com/

Fat Flander - http://www.fatflanders.org/

Pearls before Swine - http://www.pearlsbeforeswine.net/

Missharmonic Trouble - http://www.missharmonictrouble.de/

Sightless View - http://www.my

space.com/sightlessview

Die radikal alternativen Faulenzer(leider auf dem Flyer vergessen) -
http://myspace.com/dieradikalalternativenfaulenzabend

Falken Gelsenkirchen - Arbeitskreis Antifa und Sozialismus

Dienstag, 12. August 2008

Antifacamp Stukenbrock vom 5.09. - 7.09.2008



Wo:
Stalag 326 Stukenbrock - Website
Bundesstraße 68
33758
Stukenbrock
Nordrheinwestfalen

Zum Camp

An der Bundesstraße 68 zwischen Bielefeld und Paderborn, in der Nähe der Gemeinde Stukenbrock, macht ein kleines Hinweisschild auf eine in der Senne befindliche "Kriegsgräberstätte" aufmerksam. Es handelt sich jedoch nicht um "Kriegsgräber" im eigentlichen Sinne, sondern um einen Friedhof, auf dem Opfer der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik ihre letzte Ruhe gefunden haben. Die Rede ist von dem ehemaligen Strafgefangenenlager Stalag 326 (VI/K) "Forrelkrug", in dem ca. 65.000, vorwiegend russische, Kriegsgefangene unter menschenverachtenden Bedingungen zu Tode gequält worden sind.
Zum Gedenken der Toten und aus den Lehren, die aus dem Nationalsozialismus und den Ablegern dieser Ideologie finden sich bereits seit über 35 Jahren AntifaschistInnen anlässlich des internationalen Kriegstages am 05. September auf dem Friedhof des Stalag ein.
Die Geschichte des Stalags in Stukenbrock-Senne ist Teil einer deutschen Verganenheit, deren "Entsorgung" in Wissenschaft und öffentlicher Meinung der Bundesrebublik immer noch oder auf´s neue versucht wird; jeder Einblick in die wirklichen Verhältnisse dieses Lagers lässt aber auf exemplarische Weise die menschenverachtende und menschenvernichtende Praxis des Nationalsozialismus erkennen.
Bereits zum zwölften Mal veranstaltet das "Antifaschistische Kreisplenum Gütersloh" das Camp, welches ursprünglich von der SDAJ und Gewerkschaftsorganisationen aufgrund von Friedhofsschändungen in der Nacht zum Antikriegstag ins Leben gerufen worden ist. Mahnwachen folgten danach jedes Jahr in dieser Nacht auf dem Friedhof, woraus schließlich die Tradition des Camps entstanden ist.
Dieses Jahr steht das Camp unter keinem speziellen Oberthema. Wir hoffen dadurch, eine größere Vielfalt der Abendveranstaltungen und Arbeitsgruppen erreichen zu können. Neben den AGs die bereits feststehen, sollen sich auf dem Camp interessierte Menschen zu weiteren AGs zusammenfinden können.
Weil wir das Camp bundesweit bewerben, können wir die TeilnehmerInnenzahl überhaupt nicht abschätzen. Darum müssen Zelte und Geschirr mitgebracht werden. Wer am Freitag abend grillen möchte, sollte sich das Essen dafür selber mitbringen. Zur Finanzierung müssen wir einen Kostenbeitrag von 5 - 10 Euro für das Wochenende erheben. Getränke werden zum Selbstkostenpreis verkauft. Bitte meldet euch hier für das Camp an. Für die Verpflegung und andere organsiatorische Dinge müssen wir wissen, mit wieviel Personen wir in etwa rechnen können.


Kontakt
Antifaschistisches Kreisplenum Gütersloh
c/o Netzwerkbüro
Bogenstr. 1-8
33330 Gütersloh

fight-fascism@gmx.de


Ablauf

Wie das immer so ist, kann sich beim geplanten Programm spontan noch vieles ändern. Doch dies hier ist erst mal der Plan.
Freitag, 05.09.08

17:00 Uhr

Anreise

18:00 Uhr

Abendessen

21:00 Uhr

Einführungsreferat zur Nachkriegsgeschichte des Stalags und des Camps

21:30 Uhr

Abendveranstaltung:


steht noch nicht genau fest



Samstag, 06.09.08

09:00 Uhr

Frühstücksbuffett

10:00 Uhr

Themenfindung und Arbeitsgruppen

13:00 Uhr

Plenum und Vorstellung der AG´s

14:00 Uhr

Führung über den Friedhof

15:00 Uhr

Offizielle Gedenkveranstaltung (infos unter www.blumen-fuer-stukenbrock.de)

16:30 Uhr

Kaffetrinken vom Arbeitskreis Blumen für Stukenbrock mit Gästen im Camp
Das traditionelle Fußballspiel

18:30 Uhr

Zeitzeugengespräch

20:00 Uhr

Abendessen

21:30 Uhr

Abendveranstaltung


steht noch nicht genau fest

anschließend

Nette Musik am Lagerfeuer mit Achim


Sonntag, 07.09.08

09:00 Uhr

Frühstück

10:00 Uhr

Plenum - Auswertung der AGs und des Camps

12:00 Uhr

Besuch der Ausstellung in der Dokumentationsstätte (www.ns-gedenkstaetten.de/nrw)

14:00 Uhr

Gemeinsamer Abbau


Quelle, Anmeldung & weitere Infos: http://www.antifa-workcamp.de.vu/
www.blumen-fuer-stukenbrock.de

Aktuell: Aufruf zum Antikriegstag 2008
Nachruf E. Kühne und K. Schröder

Love our Lovely Little Ladyfest am 15./16.08.2008

Veranstaltungshinweis

Image

a day of queer theory, porn and rock'n roll ... und ein abend voll
beißender satire

zwei jahre ist es jetzt schon her, dass in düsseldorf das erste ladyfest stattgefunden hat, das sich damals mit workshops, vorträgen, konzerten und party rund um feminismus und queerness großer begeisterung erfreute und eine ernstzunehmende konkurrenz zur damaligen fußball wm darstellte ;-) am 15./16. august 2008 legen wir - in etwas anderer besetzung aber nicht minder enthusiastisch - wieder los: wir laden ein zum lovely little ladyfest im hinterhof - linkes zentrum und in der brause in düsseldorf bilk. den auftakt macht am freitag abend um 20 uhr antje basedow mit ihrem kabarett-programm "ein richtig gutes gefühl": "

Wenn alles gesund und in der Mitte angekommen ist, und Sie Ihre trotz intensiver Suche nie gefunden haben, wenn Sie die Tagesschau verwirrt zurücklässt und Sie sich fragen, ob Sie Teilnehmer eines endlosen Experiments sind - verfallen Sie nicht in Negativismus. Bestellen Sie sich einfach ein zeitgemäßes neues Hirn - auch wenn Sie auf das ausverkaufte Modell "selige Dämmerung" etwas warten müssen.

nein, negativismus ist auch unsere sache nicht, und so machen wir am samstagmorgen weiter mit vorträgen zum thema neuer feminismus?, netporn identities und riot grrl (mit filmen), ags zu sexismus und gender, theorie und praxis-workshops zu radical handcrafting und djing (ladies only) und einer podiumsdiskussion zum thema geschlechterverhältnisse. am abend rocken block shot, und coco killer chemistry hat versprochen, uns mit einem elektroset die ohren wegzublasen. die anschließende party werden dann die ladies aus dem dj-workshop bestreiten - eine echte wundertüte für mädchen und jungen - und alle anderen - also.

das genaue programm finde ihr unter www.ladyfest-duesseldorf.de. eingeladen sind alle, denen (hetero-)sexismus auf die nerven geht und die lust auf diskussionen und eine fette party haben, also ladies, transgenders, gentlemen, lesbians, gays und friends.

- join ladyfest! whatever your gender may be...

Wo: Linkes Zentrum Hinterhof, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Extrem rechte Kundgebung vor dem Landtag in Düsseldorf?! - Antifa kündigt Gegenaktionen an.

PRESSEMITTEILUNG des ANTIFA-KOK Düsseldorf, 12. August 2008

Bereits seit Anfang August 2008 wird auf der Homepage der neonazistischen "Aktionsfront Meerbusch" auf eine Kundgebung der in Düren ansässigen "Schutzgemeinschaft 'Deutsche Heimat' der Deutschen aus Rußland e.V." hingewiesen. Diese Kundgebung soll am 23. August ab 12.00 Uhr vor dem Landtag in Düsseldorf unter dem Motto "Gegen die Fälschung der Geschichte der Rußlanddeutschen" stattfinden. "Alle heimat- und volkstreuen Deutschen" werden aufgerufen, dagegen zu protestieren, dass in einem Geschichtsschulbuch des Schönigh-Verlages "Rußlanddeutsche bezichtigt" würden, "Raub und Massenvernichtung von Juden während des 2.Weltkrieges in den von der Deutschen Wehrmacht besetzten Gebieten in Südrußland begangen zu haben." Die "Aktionsfront Meerbusch", die dem Spektrum der NPD-nahen "Freien Kameradschaften" angehört, ruft "Jeden, der irgend kann" zur Unterstützung der Kundgebung auf.

"Unsere Väter waren keine Täter", weiß auch die NPD und drückt seit dem 6. August 2008 auf der Homepage ihres Bundesverbandes ihre Solidarität mit dem Anliegen der "Schutzgemeinschaft" und deren Kundgebung aus.

Die "Schutzgemeinschaft 'Deutsche Heimat' der Deutschen aus Rußland e.V.", insbesondere aber die diesem Verein nahestehenden "Rußlanddeutschen Konservativen" sind eng mit der NPD verbandelt. Innerhalb der NPD besteht ein "Arbeitskreis Rußlanddeutsche in der NPD". Zwischen diesen drei genannten Organisationen und Arbeitskreisen gibt es personelle Überschneidungen, erwähnenswert sind insbesondere Johann Thießen, ein Elekroingenieur aus dem Kreis Düren, sowie Andrej Triller. Triller und Thießen gelten in extrem rechten Kreisen als die Vertreter der "Rußlanddeutschen Konservativen" und der "Schutzgemeinschaft Deutsche Heimat der Deutschen aus Rußland e.V.". Auf dem letzten Bundesparteitag der NPD wurden sogar Grußworte aus diesem Spektrum überbracht.

Obwohl in der extremen Rechten nicht unumstritten, zielt die NPD auf eine Kooperation mit russlanddeutschen Organisationen. Immerhin geht es um über zwei Millionen Aussiedler aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, also um ein zahlenmäßig durchaus interessantes Wählerpotenzial, dem sich die NPD und ihr nahestehende russlanddeutsche Organisationen aktuell offensiv anbieten möchten bzw. anbiedern.

Anna Names, Sprecherin des Antifa-KOK: "Öffentliche Aktionen der extremen Rechten dürfen nicht unbeantwortet bleiben. Wo auch immer sich NPD und andere extrem rechte Organisationen in Düsseldorf und dem Umland zeigen, werden wir vor Ort sein."

Weitere Informationen und Ankündigungen werden in Kürze auf unserer Homepage www.antifa-kok.de veröffentlicht. Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Sonntag, 10. August 2008

FuckYouAuthority-proberaumopenair am 16.08.2008 in Jülich




..fand erstmals im Jahre 2002 (mit ca. 250 Besuchern) statt und entstand aus der Idee heraus, in Zeiten allbekannter sozialen Kürzungen und Intoleranz durch Staat oder Kirche ( siehe AZ-Aachen oder CaféLiLa-Jülich) und den Wucherpreisen vieler Festivals/Konzerte, eine Veranstaltung durchzuführen, die groß und breit:
NON-PROFIT

auf ihren Fahnen stehen hat und gleichzeitig alles bietet, was ein (kleines)Festival benötigt.

An dieser stelle sollte sich nun jeder fragen, wie dies alles finanziert wird. Ein Festival hat natürlich Unkosten vor allem wenn der Eintritt frei und die Bierpreise wirklich niedrig (ca.) 50 cent) sind. Die Lösung ist so einfach, aber sehr arbeitsintensiv. Alles wird gespendet, ohne große Gegenleistung von Seiten des Festivals wie Werbung etc. . (D.I.Y. Yeah..!)

In diesem Sinne

FuckYourAuthority

Wer mehr Infos benötigt, oder in irgendeiner Form seinen Beitrag dazu leisten will,
e-mail an: Pat.Brown@web.de

Quelle & mehr Infos: http://www.fuckyourauthority.de.vu
Ort: Reiterhalle

Es gibt nichts zu feiern - Demo gegen NRW-Bildungspolitik

Aufruf zur NRW-Tag-Demo

Am 29. August wird Wuppertal für einen Tag zur inoffiziellen Landeshauptstadt. Im Rahmen des sogenannten NRW-Tags (29.-31. August) feiert sich die Regierung selbst und hält am besagten Freitag in der historischen Stadthalle in Wuppertal-Elberfeld eine öffentliche Kabinettssitzung ab. Doch die MinisterInnen kommen nicht allein! Ein breites Bündnis gesellschaftlicher Gruppen wird am gesamten Wochenende durch vielfältige Aktionen aufzeigen, wo die politische Führungsriege Nordrhein-Westfalens versagt hat.

Gemeinsam mit Organisationen und AktivistInnen aus ganz NRW rufen der AStA der Bergischen Universität und das Wuppertaler Sozialforum dazu auf, am 29. August um 18 Uhr gegen eine Politik auf die Straße zu gehen, die

Bildung immer weiter aus der öffentlichen Hand entlässt und dem Diktat privatwirtschaftlicher Partikularinteressen unterwirft, die mit der Einführung von Kopfnoten Gehorsamsdruck an Stelle der Förderung mündiger SchülerInnen stellt und die mit der Einführung von Studiengebühren ihren Willen nach sozialer Abschottung einer finanziellen Elite forciert.

Gemeinsam werden wir aufzeigen, dass wir uns mit den bildungspolitischen Umwälzungen der letzten Jahre nicht stillschweigend anfinden und mit der solidarischen Forderung nach freier und von Verwertungsideologien befreiter Bildung lautstark die Alternative zur unsozialen Politik der Landesregierung formulieren. Wir rufen deshalb alle Schülerinnen und Schüler, alle Studierenden, alle Lehrenden und Dozierenden und alle Bürgerinnen und Bürger, für die Bildung ein Grund- und Menschenrecht ist, auf, am 29. August nach Wuppertal zu kommen und der Heuchelei der anwesenden MinisterInnen Paroli zu bieten!

16:00 Uhr Tribunal gegen die Politik der Landesregierung

18:00 landesweite Kundgebung und Demonstration vor der Wuppertaler Stadthalle

nächstes Vorbereitungstreffen: Dienstag (12.8.) wieder um 14 Uhr wieder auf der AStA-Ebene an der Uni

Quelle und weitere Infos: AStA der Uni Wuppertal...

Hungerstreik in Deutschen Knästen vom 1.bis 7.8.08

Fauchthunrundmail 7.08.2008

1.Hungerstreik in Deutschen Knästen vom 1.bis 7.8.08
2.Brief von Marco zum Hungerstreik
3.Brief von Gabriel Pombo Da Silva zum Hungerstreik

1.Hungerstreik in Deutschen Knästen

Vom 1.bis 7. August gehen über 500 Gefangene in 49 Haftanstalten Deutschlands in den Hungerstreik. Aufgerufen dazu hat die Interessenvertretung von Inhaftierten (Iv.I.). Diese befristete Aktion ist in Solidarität mit Nadine Tribian, die in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bielefeld-Brackwede I sitzt. Frau Tribian wurde wurde während einer Inhaftierung in der JVA Köln (1997-1999) durch einen Vollzugsbeamten sexuell missbraucht. Zusammen mit ebenfalls betroffenen Frauen stellte sie Strafanzeige. Der Beamte bekam daraufhin „wegen sexuellem Missbrauchs von Schutzbefohlenen“ - „Vergewaltigung in 7 Fällen“ eine Haftstrafe von 2 Jahren, die auf Bewährung ausgesetzt wurde.

Nun, da Frau Tribian wieder inhaftiert ist, lassen die Beamten der JVA Bielefeld sie genau spüren, dass es einer der Ihren war, den Frau Tribian zur Verantwortung zog. Es sind die „kleinen“ psychologischen Terrortricks denen sich Frau Tribian ausgesetzt fühlt und sie selbst spricht von einem „Rachevollzug“ den sie erlebt.

Nadine Tribian steht nur stellvertretend für viele andere Gefangene.

Iv.I fordert ausdrücklich „die Abschaffung von Haftkosten, der Verpflichtung zur Arbeit (ohne das Recht auf Beschäftigung zu haben), die Abschaffung der Isolationshaft/Trakte, der lebenslänglichen Freiheitsstrafe und der Verhängung von so genannter Sicherungsverwahrung.“

Dem Hungerstreik haben sich Gefangene in Belgien, Spanien und der Schweiz angeschlossen.
In einigen Deutschen Städten finden begleitend Soliaktionen statt, unter anderem in Hamburg, Berlin (ABC) und Dresden (Rote Hilfe).


Köln, 06.08.2008:

Soliaktion mit den protestierenden Gefangenen (Hungerprotest, initiiert durch Interessenvertretung Inhaftierter (IvI))

Um auf die Aktion der Gefangenen aufmerksam zu machen versammelten sich am 6.8.etwa 20 Leute in der Apostelnstraße in der Kölner Innenstadt.

Dort ist der Sitz der Bewährungshilfe und der Führungsaufsichtstelle. Auf den mitgeführten Transparenten wurde nicht nur Solidarität mit den protestierenden Gefangenen ausgedrückt, sondern auch dazu aufgefordert Herrschaft zu bekämpfen und die Knäste niederzureißen. In den Redebeiträgen wurde auf die Situation von Nadine und die allgemeinen Forderungen der protestierenden Gefangenen eingegangen. Ein Sprecher wies auf die Bedeutung der Bewährungshilfe und der Führungsaufsicht hin.

Diese seien keinesfalls eine Alternative zum Knast, sondern eine Erweiterung des Überwachungs- und Kontrollsystems. So ist es möglich, hundertausende zu reglementieren und zu drangsalieren. Würde der Staat all diese Menschen einsperren wollen, so herrschte hierzulande ein gigantischer Bauboom. Ein weiterer Redner wies beschrieb, wie unerträglich die Zensur in den Knästen ist, besonders auch kritischen Gefangenen gegenüber. Ausserdem ging er ein auf die ökonomische Verwertung der Gefangenen durch das Zwangsarbeitssystem in deutschen
Knästen. So brüsteten sich deutsche Strafanstalten damit, im Lohnniveau durchaus mit der Produktion in Rumänien konkurrieren zu können.

Obwohl die Aktion nicht angemeldet war, ließ sich die Staatsgewalt während der ganzen Zeit nicht blicken. Was dazu führte, daß alles ruhig und friedlich blieb.

insgesamt beteiligen sich 551 Inhaftierte am Hungerstreik befinden.

Neben 537 Gefangene aus dem Inland, beteiligen sich aus Spanien neun Gefangene, aus den Niederlande eine, aus Belgien drei Frauen und Marco Camenisch aus der Schweiz.


Bereits am Freitag erschien im Neuen Deutschland ein Artikel in der Presse sowie heute einer in der Jungen Welt.

- Am Dienstag, den 16.9. wird es vor dem Amtsgericht Bielefeld zu einem Prozess gegen Nadine Triblan kommen. Pit Scherzl, Sprecher der Interessenvertretung Inhaftierter (IvI), ist dort als Zeuge vorgeladen.

Nadine wird von der JVA Bielefeld unterstellt, sie habe versucht den Anstaltskaufmann Kuefelkamp, um 10 Briefmarken zu beklauen, obwohl damals Nadine sofort durchsucht und die Zelle gefilzt und keine Briefmarken gefunden wurden.

Pit machte mit diesem Kaufmann, als er in Bielfeld weggesperrt war, ebenfalls schlechte Erfahrung: "Mich hat diese Kaufmannstype mehrfach zu bescheissen versucht. Mal um 135 Stück, dann um 60, die fehlten. Und wegen 8 Cent, um die er mich nachweislich bescheissen wollte, mußte ich einen Anwalt einschalten. Erst dann hat er gezahlt und zudem die fette Rechnung des Anwalts."

Die Interessenvertretung Inhaftierter vermutet, da nicht der Kaufmann, sondern der Anstaltsleiter die Anzeige gestellt hat, ist es das Ziel, Nadine zu kriminalisieren.Ihr ist damals gesagt worden, falls es zu einer neuen Verurteilung käme, für sie wegen erneuten "Straftat, Unbelehrbarkeit und Gefahr für die Allgemeinheit" gegebenfalls die nachträgliche Sicherungsverwahrung in Betracht käme.

Wie sich solche Drohungen für Nadine auswirken können,kann sich jede und jeder auf Grund nicht nur wegen ihres angegriffenen Gesundheitszustandes gut vorstellen.


Soliaktion in Hamburg 5.8.08

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Bis zu 80 Personen (gezählt) haben heute in Hamburg eine Solidaritätskundgebung mit den Gefangenen im Hungerstreik (siehe hierzu:

http://de.indymedia.org/2008/08/223945.shtml und
http://www.abc-berlin.net/hungerstreik und
http://www.political-prisoners.net/ ) durchgeführt.

Der Ort „gegenüber des U-Haft-Gebäudes am Holstenglacis“ war so optimal wie das Wetter. Der Ort, der ein wenig „oberhalb“ des bisher meist genutzten Ortes lag erwies sich auch darum als gut da er einen guten Blick auf die Knastfenster ermöglichte, so dass eine Kommunikation über die Mauer immerhin nicht durch fehlenden Blickkontakt unterbunden wurde.

Die Anlage war jedenfalls sehr laut und so auch hinter der Mauer zu hören. Zahlreiche Gefangene hörten von den Fenstern aus zu und kommunizierten mit Rufen und Winken mit einigen Teilnehmer_innen auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Anders als bei vergangenen Kundgebungen, gab es heute nur positive Rückmeldungen aus dem Knast.

Neben reichlich Musik gab es Redebeiträge in deutscher, türkischer, russischer und albanischer Sprache, die neben der Stellungnahme der Interessenvertretung Inhaftierter und der Solierklärung von Gabriel Pombo da Silva (beide sind auf der Seite von ABC Berlin zu finden) auch auf die Lage verschiedener politischer Gefangener einging. Ausserdem wurde auf den aktuellen 129b-Prozess in Stammheim hingewiesen und immer wieder kurz der Hungerstreik erwähnt.

Auch Sprechchöre, die teilweise von beiden Seiten der Mauer gleichzeitig gerufen wurden, waren zu hören. In den Pausen zwischen Musik und Beiträgen.

Nach dem Ende der Kundgebung kam es noch zu nervigen aber harmlosen Diskussionen mit verschiedenen Schergen, die unbedingt verhindern wollte, dass Leute über die Mauer hinüber riefen und sich zum Beispiel verabschiedeten. Das sei verboten.

Alles in allem war die Kundgebung ein Erfolg und konnte ohne wesentliche Störung, der im übrigen personell sehr schwach vertretenen Schergen durchgeführt werden.

(Anmerkung für die Indy-Mods und um allen fragenden Comments vorzubeugen: Fotos werden noch von anderer Stelle geposted. Ganz toll wäre wenn die am Ende von diesem Text eingearbeitet werden könnten.

Jaja... Die Arbeitsteilung...)

http://www.abc-berlin.net/hungerstreik


2. Brief von Marco Camenisch zum Hungerstreik

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Regensdorf, Montag, 21. Juli 2008

Als Ausdruck revolutionärer Solidarität nehme ich am Hungerstreik der Inhaftierten in Deutschland vom 1.-7. August 08 teil.Leider habe ich keine Netz-Adresse aber der Rundbrief 4 -- 2008 derInteressenvertretung Inhaftierter (Iv.i) vom 15.6.2008 mit dem ausführlichen Inhalt des Protestes, dem sich um die 500 Inhaftierte in 29 Anstalten angeschlossen haben, kann sicher aufgefunden werden. Eine mögliche Kontaktadresse zur Initiative/Iv.i: Peter Scherzl, c/o am Womberg 16, D-61276 Weilrod (z.Zt. IVA, D-53359 Rheinbach).

In der Folge der übersetzte Auszug aus dem Text "Über Zwangsarbeit und die anderen Rechte..." von Gabriel Pombo da Silva, wo er seine Teilnahme, der ich mich vollumfänglich anschliesse, erklärt und gleichzeitig die Inhalte des Hungerstreikes zusammenfasst.

«(...) in den Gefängnissen (in Deutschland) gibt es eine Vereinigung und ein Kollektiv von Gefangenen (Interessenvertretung Inhaftierter, von liberal rechtstaatlichen RechtsanwältInnen, usw., unterstützt), das seit Jahren gegen Willkür, Machtmissbrauch, Psychoterror, Haft- und

Arbeitsbedingungen, usw. in den Knästen kämpft...

Abgesehen von meinem Einverständnis oder nicht mit den von ihnen eingesetzten Mitteln (Anzeigen, Rekurse, Aufrufe an die Medien, usw.) und/oder ihren "Verbündeten" (RechtsanwältInnen, JuristInnen, usw.), stehe ich als Libertärer an ihrer Seite, da sie rebellieren und darum isoliert, usw., werden.

Nach direktem Kontakt mit einigen ihrer "Vertreter" im Knast und dem Beginn von Gesprächen und Debatten, haben wir uns entschlossen einen Hungerstreik durchzuführen um gegen die Isolationshaftbedingungen von Nadine Tribian (eines der Mitglieder dieser Vereinigung) und ihre Versetzung in eine für sie total feindliche Umgebung wegen ihrer Anzeige (und anderer gefangener Frauen) zu protestieren. Wegen dieser Anzeige wurde ein Schliesser wegen Gewalt und sexuellen Übergriffen "in Ausübung seines Amtes" verurteilt ....

Folglich ist meine Solidarität für diese Genossin und die politische Arbeit des Interessevereins (und seine Mitglieder) bedingungslos. Aber meine Solidarität geht weit über diesen Fall hinaus gegen alle "Haft- und Strafzentren", gegen Lebenslänglich, Todesstrafe und alle Isolations- und Folterzentren. Wer ihre/seine Solidarität ausdrücken möchte, kann es natürlich nach eigenen Kriterien tun: (...)» Meine Teilnahme an einer Kampfinitiative in Deutschland mag seltsam erscheinen, denn einerseits gibt es grosse Unterschiede in der Repression (Verschiedenheiten und Souveränitäten der Bundeskantone), der Kultur (typisch "schweizerisch" reaktionäre "Kultur" der totalen Unterwerfung) der Sprachen, usw., die aktuell jegliche Organisierung von Gefangenen für die eigenen Interessen zu verhindern scheinen. Aber andererseits sind die grundlegenden Bedingungen (Zwangsarbeit, Psychoterrorismus, Haft- und Arbeitsbedingungen, usw.) und die Verschärfungen (neues Strafgesetzbuch, Sicherheitsverwahrung, extrem faschistische und mörderische Gesetze gegen "AsylantInnen" und AusländerInnen, usw.) den deutschen/denen der EU sehr ähnlich bis sogar avantgardistisch ausgeprägt. Was auch historisch bedingt ist, mit einer Schweiz, die seit Bismarck nicht viel mehr als ein Wurmfortsatz Deutschlands (immer mehr auch des Grossen Bruders EU/USA) hinsichtlich, u.a., Repression und Klassenvernichtung ist.

Solidarität ist unsere stärkste Waffe!!!

marco camenisch, Sklaverei- und Todeslager Regensdorf, Schweiz


3. „LEGAL, ILLEGAL, Scheissegal“ Brief von Gabriel Pombo Da Silva
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13 Juli. Aachen. Deutschland

Los ideales anarquistas son sendas de humanidad: unen para un designio común a los hombres más distintos y distantes. Y nosotros somos eso. Y por eso en nuestras letras hay barros de todas las intemperies. Y cuestas y encajaduras propias de todas las marchas en línea recta. Y polvaredas también: las que levantan los perros que nos salen a ladrar...“ Rodolfo González Pacheco

GefährtInnen die ich zu meinen intimen FreundInnenkreis zähle, meinen dass mein letzter Text, „Über Zwangsarbeit und andere Rechte“, ziemlich „zweideutig“ in Bezug zum Thema um und über Rechte war. Es wäre gut gewesen, wenn dieser konkreter (eindeutiger) und weniger Ironisch wäre, denn das was ich schrieb, könne zu falschen Interpretationen führen im Sinne einer positiven Bewertung von Rechten und reformistischen Kämpfen...(...)

In vielen Fällen habe ich den Eindruck dass der Begriff „ReformistIn“ und/oder „GewährleisterIn“ missbraucht wird, um sich von der Solidarität und Unterstützung mit Denen die kämpfen und deren eigenem Kampf zu distanzieren und abzulehnen (wenn nicht gar sofort beleidigt wird) , vor allem in Relation mit Gefangenen (seien sie politische oder soziale) und den Initiativen/Spannungen welche sie innerhalb der Gefängnisse unter den Bedinungen der Einschließung (nicht auf der Strasse und unter diesen Lebens-Bedinungen) führen, oder die eigene Isolation ignorieren im Zusammenhang mit den Kämpfen eben dort wo sie sich entwickeln (sei es im Knast, im Ghetto, etc.).

Wie sollen wir Gefängnisse verstehen? Als das Ende das jedeR RebellIn, RevolutionärIn und ProletarierIn akzeptieren soll nachdem sie/er all ihre/seine Freiheit verloren hat, aufgrund ihrer/seiner Aktivitäten/Kämpfe (politische, existenzielle und/oder materielle) /Bedürfnisse gegen das kapitalistische System und deren politische, soziale, juristische und wirtschftliche Ordnung? Hört denn die Ungerechtigkeit, die Ausbeutung , der Missbrauch im Gefängnis auf? Soll der/die Gefangene „nur“ stoisch all den schiedsrichterischen und despotischen Folterungen und Auflagen der SchließerInnen widerstehen und darauf verzichten sich mit allen Mitteln dagegen zu verteidigen (seien diese „auch“ legal)?

Nehmen wir als Beispiel, dass die SchließerInnen dich zusammenschlagen (oder sie schlagen und foltern dich regelmäßig) oder dass sie deine Post/Lektüre zurückhalten und verschwinden lassen; oder dass sie dich Jahre lang in einer totalen Isolation halten, oder dass sie dir deinen Verkehr mit den Menschen die du liebst verweigern, oder dass sie dich dauernd in andere Gefängnisse verlegen um dich letztendlich zu deassozieren, depersonalisieren, desozialisieren, etc.; um nur einige Beispiele zu nennen (welche ich persönlich seit 24 Jahren litt/leide) und dass alles trotz der ganzen „Rechte“ auf diese Dingen... Sollen deshalb die Gefangenen auf einen legalen Weg und Rechte verzichten, weil das reformistisch und nicht radikal ist?

Wenn wir diese wenigen Beispiele in Betracht ziehen (und im Gefängnis sind sie alltägliches Brot), können wir deshalb die Gefangenen als ReformistInnen bezeichnen (die es ausserdem besser als sonst jemand wissen, die Opfer und Geisel der bürgerlichen Rechte und Legalität sind) weil sie sich mit einem Kulli „bewaffnen“, um diese Sachen aufzuzeigen und sich in Hoffnung wiegen (ich sage dass weil Gefangene nur aus dem Grund dass sie eben diese sind, aufgehört haben „RechtsbürgerInnen“ zu sein und weil niemanden, nicht mal vielen „AnarchistInnen“ die Rechte und das Leben der Gefangenen und deren Familien interessieren) das „Glück“ zu haben eine/n „AmtsträgerIn“ zu finden, welche/r sich entscheidet ihnen die bescheuersten Rechte zu geben um Briefwechsel, Besuche haben zu können und Isolation einzustellen, Entlassung weil die Haft schon abgesessen wurde oder weil es ihnen nach einen gewissen „Recht“ zusteht, auf Grund von Krankheit rauszukommen etc, etc. Und da sie diese „Rechte“ nicht immer (oder fast nie) bekommen, sind Gefangene, wie ich schon sagte, keine RechtsbürgerInnen???

Wie viele „Rechte“ auch immer Gefangene oder „BürgerInnen“ theoretisch haben, Garantien für deren Einhaltung gibt es nicht...

Nun denn... es sind nicht die Rechte oder Gesetzte für die AnarchistInnen kämpfen, da AnarchistInnen den Unterschied zwischen Freiheit und Rechten genau kennen, aber etwas was so offensichtlich für AnarchistInnen ist, muß nicht so offensichtlich für eine „normale“ Person, Gefangene, Arme oder den Bengeln aus dem Ghetto sein etc. Da ich, bevor ich Anarchist wurde, ein Proletarier war, ein Bengel aus dem Viertel, ein ?gewöhnlicher Verbrecher? (und tausend Sachen mehr), bis ich zu dem wurde, der ich heute bin, könnt ihr sicher sein, dass ich all mein Wissen und meine Erfahrungen in Dienste Derjenigen stellen werde, die gegen das System rebellieren, um ihren eigenen Kampf gegen dieses führen zu können.

AnarchistInnen werden nicht geboren, sie werden gemacht...

AnarchistInnen benutzen alle handgreiflichen Waffen um dieses Scheiß System anzugreifen und zu zerstören, seien diese „legal“ oder „illegal“.

Eine Sache können sich diejenigen die auf die eine oder die andere Weise dem Staat und seinen Institutionen, seinen Gesetzten und Doktrinen dienen, merken, in mir habt ihr euren schlimmsten Feind, weil ich euch mit meinen ganzen Herzen verachte.(...)

Vielleicht lohnt es sich noch aufzuklären, dass ich zu dem Hungerstreik/Protest, den wir im August machen, sozusagen eingeladen wurde, denn ich gehöre nicht zu der Gefangenengruppe Iv.I
(Interessenvertretung Inhaftierter)... So gesehen, verstehe ich mich nicht als Jemand der „über“ oder „vor“ den gefangenen GefährtInnen steht, um sie zu belehren und noch weniger um sie zu „führen“. Insgesamt begleite ich sie in ihrer „Arbeit“ und auf ihrem Weg , teile mit ihnen meine eigenen Erfahrungen, um sie (falls sie fähig sind) in ihren Vorhaben einige Schritte nach vorne zu bringen, um nicht dieselben „Fehler“ zu machen, welche ich und andere GefährtInnen sowohl in der Zeit mit der COPEL als auch mit der APRE oder während der letzten kollektiven Erfahrungen zwischen 1999 und 2003 machten...

Solidarisch mit diversen sozialen Kämpfen zu sein (sowohl auf nationalen als auch internationalen Ebenen) ist immer eine Frage der Bewertung jedes Individuums welches sich vornimmt von eigenen Erfahrungen, Affinitäten und Wünschen auszugehen.

Wenn Mensch mit diesen Kämpfen solidarisch ist, geht es nicht um seine eigenen Interessen und Anschauungen, egal welcher Art (noch weniger wenn er „AnarchistIn“ ist)... Es ist eine Frage der Liebe, der Anbindung und nicht, die Autonomie seiner eigenen Kämpfe darüber zu stellen, deren Formen der Organisation bzw. der eigenen KämpferInnen darüber zu erheben... so zumindest verstehe ich es.

So oft wurde schon gesagt , dass solidarisch sein nicht bedeutet, hundert prozentig mit allem einverstanden zu sein... Diejenigen die die Solidarität als eine „politische Berechnung“ sehen und nicht als ein Akt der Liebe und der subversiven MittätterInnenschaft, verstehen Solidarität nicht so wie ich sie verstehe. (...)

Von den bis jetzt 478 Gefangenen, die vom ersten bis zum siebten August im Hungerstreik sein werden (so weit ich weiß), sind nur José und ich Anarchisten.

Wer sind wir um ihnen zu sagen wie sie sich zu organisieren und kämpfen zu haben? Glaubt ihr nicht GefährtInnen (wir sollten in Betracht ziehen, dass dieser Hungerstreik-Protest in der BRD historisch ist, im Sinne dass es zum ersten Mal sein wird, dass sich soziale Gefangene selber organisieren), dass wir, anstatt ihren reformistischen/legalistischen/gewährleistenen Charakter erbarmungslos zu kritisieren, uns alle bereichern, indem wir alle was dazu legen, indem wir mit ihnen unsere Reflexionen, Erfahrungen auf diesem Gebiet (wie die Gefängniskämpfe in Spanien, Belgien, Italien...) teilen und versuchen so ihr eigenes politisches und revolutionäres Bewusstsein zu erhöhen?

Was unterscheidet uns von den „Anderen“ wenn wir nicht fähig sind, solidarisch (jedeR Einzelne sowie er/sie es am angebrachtesten sieht) mit Denen zu sein die gegen die Hydra rebellieren welche uns alle unterdrückt ,wenn wir ihnen nicht den Reichtum und die Werkzeuge unserer Ideale und deren Geschichte zeigen um sie damit machen zu lassen was sie wollen?

Wahr ist es, dass wir kritisch sein müssen (als SelbstkritkerInnen) mit allen Sachen und Fragen welche wir konträr finden, unserer Art und Weise das Leben, den Kampf , die organisatorischen Formen und die Beziehungen unter uns zu verstehen. Kritisch sein heißt, mit unseren eigenen Argumenten begründen zu können ,dass auch ein kleines Kind versteht und nicht irgendeinen Scheiss Diskurs im akademischem Ton zu halten.

Kritisch sein heißt nicht, respektlos oder beleidigend denen gegenüber zu sein, die wir als Unseresgleichen in der Rebellion verstehen...

Als Anarchist inspiriert mich nicht der Diskurs (mehr oder weniger radikal, mehr oder weniger „reformistisch“, etc.) am meisten, welchen Einige schreiben/publizieren (welcher nichts weiter ist als ein Spiegelbild einiger Ideen und Ideologien, der Kultur und oder Erfahrungen, Gesinnung, etc, ihrer AutorInnen) sondern der Kontext der Kämpfe, was diese verfolgen; ihre „ProtagonistInnen“ und das subversive Potenzial der Kämpfe und Spannungen...

Ihr wisst dass Sachen in tausend verschiedenen Formen gesagt werden können, aber das was vermittelt werden soll, die Nachricht, ist dieselbe.(...)

Ich nehme an es ist relativ bequem, von den konzeptionellen „Höhen“ zu theoretisieren und zu kritisieren, fern von den Kämpfen, die „Unreinheiten“ von Jenen zu sehen die ohne Handbücher und ProfessorInnen der „Revolution“ rebellieren. Schwerer ist es das, worüber wir predigen und träumen, in die Praxis umzusetzen...

Nicht umsonst werden nicht die Ideen und Theorien am meisten bestraft und eingesperrt (zumindest nicht immer) sondern die Inkraftsetzung, Erprobung dieser...(...)

Nach all dem muss ich noch klarmachen, dass es nicht die Mittel des Rechts und der Gesetzte sind, wie wir Gerechtigkeit, Freiheit, Würde, Gleichheit,... erreichen werden. Unsere Waffen und Werkzeuge sind die Solidarität, die gegenseitige Hilfe und gegenseitiges Lehren, die Direkte Aktion, die MitätterInnenschaft, die Liebe zu den Unseren und die Freiheit in all ihren Formen; die permanente Konstanz unserer Projekte, die Debatten, Mobilisierungen, etc... Also bitte, bleiben wir nicht „nur“ bei einer oberflächlichen Kritik ,wie an dem Schreiben von Pit ,seinem Komunique vom 15.06.08; denn so wie wir die Sachen verstehen, gibt es viele Dinge welche wir an diesem Komunique kritsieren können...

Persönlich habe ich ihm einen Brief geschrieben (ich bezweifel, dass er ihn erhalten hat, da meine Post seit eineinnhalb Monaten gesperrt ist) in dem ich die „hierarchische“ Form der Vereinigung kritisiere, meine Meinung über RepräsentantInnen und das „Delegieren“ der Aufgaben mitteile (letztendlich,dass hierarchische Organisationen Feinde der Freiheit, der Radikalität, der Spontanität und der Kreativität jedes Kampfes/Projekts sind) und ihm sage wie eine nicht hierarchische, autonome, informelle, etc. Vereinigung „aufgebaut“ werden kann.

Ich bin nicht gegen jede organisatorische Form, aber gegen jede Organisation mit hierarchischem Charakter welche über ihren Mitgliedern steht und für Diese die Richtung, die Form der Kämpfe, etc. entscheidet. Es sind die Individuen welche die Organisationen bilden und nicht die Organisation welche „diszipliniert“, ersetzt und/oder ihre Mitglieder vertritt, weil so werden Kämpfe kontrolliert und geführt, denn so werden sie ungefährlich und für die Macht einverleibbar.

Durch unsere Erfahrungen, Lektüren und Praxis mittels der Affinität und dem gegenseitigem Wissen bauen wir ein Klima der MitätterInnenschaft und Netzwerke informeller Organisationen auf... Von unseren verschiedenen Herkünften und Erfahrungen schaffen wir unsere revolutionäre Kreativität

... Wir sind uns sicher, dass die Form uns zu organisieren (auch wenn wir keine Namen, Abkürzungen haben und von der Herrschaft nicht erkennbar sind) die natürlichste der Welt ist, weil sie keiner Abstraktion oder Hirnwichserei gehorcht, sondern durch unsere eigenen Formen und der Welt in der wir leben zu verstehen ist...

Unsere beste Theorie nehmen wir aus unseren Erfahrungen, welche durch unsere Wünsche nach Freiheit angespornt wird... wir werden von dieser keinen Dekalog oder Mode machen; niemand weiß es besser was für einen Platz er/sie in seinem/ihrem Leben/Existenz hat und was unsere Freiheit/Interessen/Wünsche attentiert...

Der soziale Krieg gibt jedem seinen Platz... ich weiß auf welcher Seite der Barrikade ich mich befinde und gegen Wen ich mit meinen Waffen ziele...(...)

Jeder Kampf ist ein dynamischer Prozess welcher nicht statischen Gesetzen gehorcht, sondern Variablen... eine Spannung gegen das Existierende und die Herrschaft... wir wissen auch diejenigen zu erkennen, welche sich in diesem „anscheinenden Chaos“ als Unseresgleichen bewegen oder ähnliche Wünsche teilen...

Wenn mir die Sprache für Etwas dient, ist es nicht um Ängste oder Elend auszulösen, sondern um unsere Überzeugung und Wünsche frei zu leben und zu verfestigen...

Auf diesem langen Marsch werden wir stärker und weiser und hinter uns lassen wir all die bestehende Schundware die versucht uns von Werten zu überzeugen, während sie im Sumpf leben und glauben alles mit der Prosa lösen zu können.

Dort wo der Feind angegriffen wird, breitet sich unser mittäterliches Lächeln, erhebt sich die aufständische Würde (egal ob individuell oder kollektiv), blüht und verbreitet sich die libertäre Hoffnung, denn es ist der Ort von wo wir unsere „Nitrate“ fürs Weitergehen holen...

JedeR soll machen was er/sie für angemessen sieht...

Die Solidarität ist eine revolutionäre Waffe.

¡¡Nieder mit allen Mauern!! ¡¡ Es lebe die Anarchie!!

Gabriel

Anmerkung der Übersetzerinnen: dieser Text ist aus dem spanischen